Neue Köder braucht das Land

Irgendwann reichen einen die im Handel erhältlichen Kunstköder einfach nicht mehr. Im Lauf der Jahre hat man, regelmäßiges Fischen vorausgesetzt, eine gewisse Vorstellung entwickelt welche Farben, Formen und Bewegungen bei einem Angelköder ausschlaggebend für den Fangerfolg sind. Leider gibt es meist diese entsprechenden Köder welche den eigenen Vorstellungen entsprechen würden, nicht im Handel zu kaufen. Also steht man vor der Entscheidung entweder selber Köder herzustellen oder welche herstellen zu lassen.

Alternativ nimmt man einfach das was auf dem Markt ist. Leider stellt dies meiner Meinung nach oftmals einen mehr oder weniger faulen Kompromiss da. Allerdings, das muss man hier auch sagen, ist das selber machen von Ködern meist nicht günstiger und leider oftmals sehr zeitaufwändig. Wer also A) genug Kohle hat B) zu wenig Freizeit C) zwei linke Hände hat und D) nicht chronisch untervögelt ist, sollte hier an dieser Stelle das Lesen des Berichts einstellen.

Wie in einigen der vorherigen Posts bereits zu sehen war, habe ich vor einigen Jahren damit angefangen mir Wobbler Rohlinge zu besorgen und diese entsprechend zu colorieren. Das war damals der Tatsache geschuldet, dass es auf dem Markt keine schwarzen Wobbler gab. Irgendwann wurde dann aus der Notwendigkeit ein Hobby und ich fing an die Rohlinge mit immer aufwändigeren Design zu besprayen. Just for fun. Das war aber bereits zu dem Zeitpunkt an dem ich zu ca. 80% bereits mit Gummiködern gefischt habe. Mittlerweile nehmen die kleinen Kunststoffkunstwerke eher einen obligatorischen Platz in meinen Köderboxen im Keller ein. Aber was solls.

Die Herstellung von Gummifischen wollte ich bereits vor einigen Jahren mal versuchen. Entsprechendes Material für die Formen und die Köderkörper selbst, hatte ich mir damals schon besorgt gehabt. Ebenso eine alte aber funktionstüchtige Mikrowelle. Nachdem der Umgang mit diesen Materialien der Gesundheit in der Regel nicht sonderlich zuträglich ist, habe ich mich damals doch dazu entschlossen es sein zu lassen. Zumal Gummiköder nun wirklich nicht die Welt kosten, deren Herstellung aber ggf. das Leben. Man kann sich auch tot sparen 🙂

Beim Fliegenfischen sieht es da schon etwas anders aus. Zwar sind die Bindematerialien mM nach auch nicht unbedingt gesundheitsförderlich, allerdings hält sich dabei der Schaden allerdings auch in Grenzen. Die ganzen Mittelchen zum Konservieren von Fell und Bälgen sind nicht ganz harmlos aber solange man nicht daran nuckelt, sich nach Gebrauch die Finger wäscht und das Zeug nicht im Schlafzimmer lagert, sollte es keine gesundheitlichen Probleme geben.

Zum Hintergrund: Immer wieder ist mir aufgefallen, dass die Fänge zum Herbst hin schlechter werden, besonders bei den Salmoniden war das der Fall. Das war insofern ärgerlich weil die Fische gerade im Herbst, bedingt durch die sinkenden Temperaturen und den steigenden Sauerstoffgehalt im Wasser deutlich kampfstärker sind, als im Sommer. Allerdings haben diese Fische auch den Sommer über dazu gelernt und lassen sich nicht mehr ohne weiteres fangen. Jetzt schlägt die Stunde der Fliegenfischer. Mit ihren der natürlichen Nahrung der Salmoniden ähnlich sehenden Nymphen und Streamern können sie jetzt ordentlich abräumen. Da in meinem Gewässer allerdings auch kräftige Regenbogenforellen mit über 60cm vorkommen die in der starken Strömung ordentlich Muskeln aufgebaut haben, ziehe ich das Fischen mit der Spinnrute mittlerweile vor. Selbst mit einer 30g Rute kann man eine 60cm Forelle in der Strömung nicht halten. Wehe dem der dann keine Watklamotten an oder zusätzlich noch mit Hindernissen am Ufer/Wasser zu kämpfen hat. Selbst mit einer 7er Fliegenrute ist es ein riskantes und langwieriges Unterfangen solch einen Fisch zu landen.

Was macht man also um die Vorteile einer Spinnrute mit den Vorteilen von Streamern etc. zu kombinieren? Ganz einfach, man fertigt sich die Streamer passend für die Spinnrute selbst an. Ab einem gewissen Gewicht lassen sich diese Köder ähnlich wie ein Twister bzw. ein Gummifisch führen.

 

Neue Gummiköder – Shads und Koppen

Hand aufs Herz, jeder Spinnfischer ist irgendwo auch ein Ködersammler bzw. Köderfetischist. Ich mache da leider auch keine Ausnahme. Entsprechend viel schleppe ich meist mit ans Wasser…nur um festzustellen, dass doch immer die gleichen alten Sachen den Fisch an den Haken bringen. Aber egal. Der Spaß steht ja irgendwo auch mit im Vordergrund und seien wir mal ehrlich, ein Fisch, gefangen auf einen neuen Köder ist doch immer wieder was Tolles…gut ein Fisch, gefangen auf einen alten Köder auch irgendwie aber wenn der neue Köder was fängt, ist das wie eine Legitimation für die vorangegangene finanzielle Ausgabe. Nur so kann man letztendlich seinen Konsum irgendwie rechtfertigen…. Mehr oder weniger.

Kommen wir zum Wesentlichen: Heute möchte ich mal drei verschiedene neue Gummiködermodelle vorstellen die es teilweise so noch nicht in Deutschland gibt.

Dieses Modell gab es einige Jahre lang beim Angelversand Stollenwerk für 3,9€ zu kaufen. War anscheinend nicht so der Burner denn 2018 war das Modell nicht mehr im Katalog vertreten. Interessanterweise kriegt man die Dinger im Internet mittlerweile für unter 1$ inkl. Porto. Es gibt  vier Farben wobei mir Motoroil am besten gefällt. Mal sehen ob sich damit dieses Jahr noch ein paar größere Forellen oder der eine oder andere Hecht damit fangen lassen.

Diese Modelle gibt es in sechs oder sieben Farben aber nur in einer Größe, ca. 12cm. Die optische Ähnlichkeit mit den Gummifischen von Savage Gear ist frappierend. Wer hier bei wem abgekupfert hat kann man nur spekulieren. Preislich liegen diese Gummis bei ca. 80Cent. Sie haben die Form einer Laube und eigenen sich vermutlich sehr gut zum Fischen auf Zander, Großbarsch und Kleinhecht.

Last but not least eine echte Überraschung. Diese Köder habe ich in Deutschland wirklich noch nicht gesehen. Der Stückpreis beträgt knapp 60Cent. In einer Packung sind vier Stück enthalten. Wenn Sie so laufen wie sie aussehen werden das echte Fischmagneten. Länge liegt bei 10-11cm. Es gibt etwa 10-12 Farben, auch mit Glitter. Bin gespannt. Was leider nicht so gut auffällt, ist die Haltbarkeit der Augen an den Ködern. Diese fallen teilweise bereits im Blister ab.

Na dann, man darf gespannt sein.

Nachhaltigkeit in der Angelgeräteindustrie?

DSC04366

Wer kennt ihn nicht, den Askari Katalog. Zur Zeit meiner ersten anglerischen Schritte in den 90ger Jahren des letzten Jahrhunderts war der Askari Katalog meine Bibel. Retrospektiv betrachtet stellten sich die Käufe aber leider mehr oder weniger als Ramsch heraus. Besonders die Kleinteile der Hausmarke bekomme ich mittlerweile deutlich günstiger direkt vom Hersteller aus Übersee….teils sogar in besserer Qualität. Aber das ist nun auch wieder ein anderes Thema. Vor kurzem ergab es sich, dass ich wieder bei Askari etwas bestellen musste. Das kommt im Durchschnitt bei mir alle 2-3 Jahre mal vor und beschränkt sich in der Regel auch nur auf Sonderaktionen und Sonderangebote.

Der letzten Bestellung lag dann sogar ein gratis Köder bei. Der sogenannten Räuberfänger der Hausmarke Kogha. Ohne jetzt eine Wertung über die Marke Kogha loszulassen frage ich mich aber schon wie man zu Zeiten der massiven Plastikvermüllung der Umwelt, insbesondere der Meere und latenter Rohstoffknappheit einen einzelnen Gummifisch so massiv in einer Plastikhülle verpacken kann? Gerade die Angler sind es doch die ein Interesse haben sollten so wenig Müll wie möglich in der Natur zu hinterlassen. Das fängt doch schon damit an, dass der Plastikanteil der Verpackungen seitens der Hersteller und Distributoren reduziert werden muss. Gerade hier hätte ich von einem der wirklich großen Angelgerätevertriebe etwas mehr Umsicht erwartet. Zur Qualität des Köders und dessen Fängigkeit mache ich jetzt mal absichtlich keine Aussage. Wäre ja noch schöner wenn er dadurch noch PR bekommen würde…

DSC04366

Marttiini Filetiermesser

Jeder Angler der den eigentlichen Zweck der Fischerei verstanden und akzeptiert hat, braucht es – das Filetiermesser. Da es auch hier gewaltige Unterschiede gibt und es uns der Gesetzgeber in Deutschland zunehmend schwerer machet (WaffG §42) lohnt sich doch mal ein genauerer Blick auf das eine oder andere Modell.

Kurzum, aufgrund der aktuellen rechtlichen Sachlage wollte ich mir schon seit einiger Zeit ein Filetiermesser kaufen welches mit unseren Gesetzen korreliert. Zwar gibt es den Begriff Brauchtumspflege der einem als Angler und Jäger einen gewissen Freiraum lässt, allerdings hängt das auch immer sehr stark vom Ermessensspielraum der Polizisten und Richter ab. Nachdem ich beim Fischen je nach Gewässer und Art der Fischerei, mehrere Rucksäcke habe welche ich eben auch zivil nutze und ich nach jedem Einsatz akribisch genau ausräume, bestand die reelle Chance, dass ich vergessen könnte ein fürs Fischen gedachtes Messer nicht auszuräumen und ggf. in die Innenstadt oder die Arbeit mitzunehmen.

Zugegeben, die Chance von einem Angehörigen der Staatsmacht kontrolliert zu werden, ist eher gering aber dennoch gegeben. Auch wegen der politischen Situation hier in Deutschland. Soweit mir bekannt ist, prüft der Staat bereits diverse Gesetzesvorlagen um eine Verschärfung des Waffenrechts was Messer betrifft, durchzudrücken. Nicht zuletzt wegen der Vorfälle in Chemnitz und der Tatsache, dass in letzter Zeit vermehrt Angriffe bzw. Tötungsdelikte mit Messern häufiger vorgekommen sind. Leider gibt es in diesem Land immer noch Leute die bei Messern gleich an das Wort Waffe denken und weniger an das Wort Werkzeug. Allerdings sind es in der Regel die Menschen die ihr täglich Brot mit Dokumentenpflege und nicht mit körperlicher Arbeit verdienen. Im Büro braucht man in der Tat kein Messer. Eher einen Pflegebalsam für die ach so lädierten Hände die man sich nach jeder Berührung mit einer öffentlichen Türklinke mind. 3 mal desinfizieren muss damit man sich keine lebensgefährliche Infektion mit ganz bösen Pathogenen einfängt….armes Deutschland.

Leider sind es gerade aber diese Menschen die glauben ein Verbot von Messern würde ein krankes Hirn, sprich einen gewaltbereiten Fanatiker, davon abbringen ein Verbrechen unter Zuhilfenahme einer Klinge zu begehen.

Ein Blick in die Glaskugel bringt hier Klarheit. Im Jahre 2020 sitzen wir alle friedlich zu Hause, schmieren uns in der Früh unser Butterbrot mit einer stumpfen Nagelfeile mit individuell eingravierter und auf den Besitzer zugelassener Seriennummer und haben sonst keine Probleme. Alle sind glücklich und zufrieden und freuen sich um die fürsorgliche Bevormundung des Staates und das damit alles besser geworden ist.

In der Realität wird sich leider nichts ändern, abgesehen von den Gesetzen. Jägern und Anglern droht dabei immer stärker kriminalisiert und gegängelt zu werden, Verbrecher und andere gewaltbereite geistige Tiefflieger werden auch künftig mit einer Klinge am Körper durch die Nacht streifen. Aber gut, ändern kann man daran wohl eh nichts da man einfach als Angler oder Jäger zu einer kleinen Minderheit in dem ansonsten so minderheitenfreundlichen Deutschland gehört.

DSC04365DSC04362DSC04408

Zurück zum Filetiermesser. Marttiini sollte ja eigentlich jedem bekannt sein. Die Skandinavische Marke hat einen nicht unbeträchtlichen Anteil an Filetiermessern auf dem Markt, meist sogar zu moderaten Preisen. Kürzlich gab es bei Askari Angelsport einen kleinen Ausverkauf an Marttiini Filetiermessern kombiniert mit einer portofrei Aktion. Nachdem bei mir $42a latent im Hinterkopf herum schwirrt ward die Idee geboren eine kleine aber feine Klinge mit unter 12cm Länge zu erwerben um diese künftig straffrei führen zu können. Selbst wenn ich die Klinge mal im Rucksack vergessen würde, könnte man mir nichts anhaben sollte diese beim wöchentlichen Bummel in der Stadt zufällig von einem Angehörigen der Polizei gefunden werden. Gesagt, getan. Wenige Tage später kam das Messerchen (kann man leider nichts anders sagen…) bei mir an.DSC04364

Der erste Eindruck nach dem Auspacken war ernüchternd. Der Griff ist zu klein, die Steckscheide hält das Messer nicht vernünftig und der Gesamteindruck erinnert eher an ein Spielzeug denn ein Werkzeug. Immerhin sind die Passung und der Endknauf aus Messing was dem Ganzen zumindest einen Eindruck von Hochwertigkeit vermittelt. Als Kerl habe ich trotz meiner 190cm Körpergröße relativ kleine Hände, Größe M. Selbst mit diesen kleinen Händen ist der Griff des Messers noch zu kurz. Meiner Meinung nach handelt es sich eher um ein Messerchen für Jugendliche oder Frauen.

Der Praxistest am Wasser überzeugte jedoch auf ganzer Linie. Das Messer ist sackscharf und macht genau das, was es soll: Fische zerlegen. Besonders das Öffnen der Bauchdecke ist mit dem Messer ein Kinderspiel. Zum richtigen Filetieren würde ich im Zweifelsfall dann doch eher auf ein Messer mit einer Klingenlänge von deutlich über 12cm zurückgreifen…der Gesetzgeber möge es mir nachsehen.

Neues Rollendesign auf dem Markt

Alles wird immer schneller, leichter und minimalistischer… dieser Trend setzt sich teilweise auch auf dem Rollenmarkt durch. Hier möchte ich euch heute ein Model präsentieren welches in den nächsten Monaten bzw. Jahren, je nachdem welcher Hersteller da sein Logo drauf drucken wird, auf dem deutschen Markt erscheinen wird. Es handelt sich hierbei um eine Rolle in sehr minimalistischer Bauweise. DSC01974_1Allerdings robust, wer also auf Gewichtsersparnis hofft, wird enttäuscht werden. Die Rolle wiegt in der 4000er Größe gute 330g, vergleichbar also mit der RedArc oder den günstigeren Modellen bei Shimano.

DSC01972_1Vom Lauf her ist die Rolle nicht wirklich aussergewöhnlich, da läuft ne Spro oder ne Shimano Rolle deutlich leichter.

DSC01967_1Preislich kann man die Rolle für umgerechnet 50-60€ beziehen. Quellen sowie die genaue Modellbezeichnung werde ich nicht nennen 🙂 Sucht selber.

DSC01966_1Nachtrag: So, konnte die Rolle heute testen. Folgendes fiel auf: Schnurwicklung ist nur mittelmäßig, lässt sich jedoch durch entsprechendes Gegenwickeln und entfernen von Beilagscheiben auf der Hauptachse einigermaßen in den Griff kriegen. DSC01975_1Die Rolle hat leider kein Wormshaft Getriebe. Das würde die Rolle sonst massiv aufwerten und die Schnurverlegung wäre deutlich besser. Positiv ist das Laufverhalten zu erwähnen, je öfter man kurbelt, desto weicher ist der Lauf. DSC01976_1Auch die Fertigungstoleranzen sind extrem! Da wackelt wirklich kaum etwas. Sowas gibts bei Shimano nichtmal in der 100-200€ Klasse…erstaunlich. Weniger positiv fiel auf, dass die Kurbel nicht angeklappt werden kann. Folglich kann man die Rolle nur schlecht in einem Futteral für montierte Ruten unterbringen.

DSC01970_1

Dafür liegt aber eine zweite Kurbel bei, welche aber ebenfalls nicht angeklappt werden kann…tztztz ich muss schon sagen, das hab ich bisher auch noch nicht erlebt. Die Bauweise der Rolle selber ist sehr robust, aber hier hätte man durchaus am Gehäuse noch Einsparungen machen können oder zumindest leichteres Material verwenden können.DSC01971_1Wie oben bereits erwähnt ist die Rolle optisch wirklich ein Leckerbissen, zumindest in meinen Augen. Wäre leichteres Material, eine anklappbare Kurbel und ein Wormshaft Getriebe verbaut worden, hätte diese Rolle gute Chancen zu meiner Lieblingsrolle zu avancieren.

DSC01977_1

Aber in dieser Preisklasse kann man auch nicht beides erwarten – Gutes Aussehen und gute Leistung. Wenngleich es auch hier im Moment eine klare Kaufempfehlung meinerseits gibt: Ryobi Slam. Diese Rolle kriegt man im Herstellerland für umgerechnet knapp 60€ (inkl. Porto) in der Größe 4000.

DSC01968_1Die Slam ist deutlich leichter als das hier vorgestellte Modell, sieht gut aus und läuft unglaublich leicht und weich, vergleichbar mit den Shimanos. Allerdings fand ich die Fertiggungstoleranzen bei meinen beiden Slam Modellen nicht so überragend…vergleichbar im übertragenem Sinne mit einer AK-47. Hohe Fertigungstoleranzen, arbeitet immer, Präzision interessiert keinen, Hautpsache das Ding funktioniert 😉

DSC01969_1

Neue Kunstköder

Lange habe ich überlegt, soll ich, soll ich nicht? Schließlich konnte ich mich dazu durchringen hier ab und an meine neuesten Ködererrungenschaften zu präsentieren. Wer hier auf das eine oder andere Review hofft, den muss ich enttäuschen. Reviews und Testberichte wird es zu einigen der Köder geben, allerdings werden diese auf unserer Partnerseite www.anglerportal.net veröffentlicht.

DSC01800_1

Zwar werden ab und an mal Köder von „Großen“ Marken hier zu finden sein, allerdings wird es sich in Summe mehr um unbekannte Köder handeln. Das hat folgenden Hintergrund: Warum sollte ich große Köderfirmen durch Reviews und Testberichte in Wort und Bild unterstützen? Da ich weder Köder noch Gagen von diesen Firmen bekomme, sehe ich es auch nicht wirklich ein für diese eine Lanze zu brechen.

DSC01799_1

Viel eher wird man hier unbekannte Köder aus kleinen, exklusiven Köderschmieden finden oder eben Köder aus Polen, Tschechien, Russland, Frankreich und China. Wobei man natürlich sagen muss, dass die meisten Köder ohnehin in China gefertigt werden als OEM Produkte. Interessanterweise bin ich vor kurzem über Wobbler und Rollen in China gestoßen, die drei große deutsche Hersteller in ihrem Programm haben…allerdings für mehr als den doppelten Preis.

DSC01798_1

Interessante Geschichte. Bei den Gummiködern könnte man noch daran glauben, dass es Fälschungen sind, bei den Angelrollen nicht…klar, der Einzelhandel hierzulande muss auch von irgendwas leben.  Nun gut, also lasst euch mal überraschen was da noch so alles kommt.

DSC01801_1Als Erstes möchte ich euch ein paar sogenannte No-action Shads vorstellen. Persönlich bin ich kein großer Fan von solchen Bewegungsmuffeln aber man soll sich ja erstmal ein Bild davon machen, bevor man etwas be- oder verurteilt. Auf den Bildern könnt ihr sehr schön sehen, dass es sich um etwa 7-8cm lange Stintimitate handelt. Zusätzlich gibt es noch eine gesalzene Version der Köder. Ob dieses Flavour einen Einfluss auf das Fangverhalten hat, wird sich zeigen. Ich für meinen Teil bin bei sowas immer skeptisch, die Angelindustrie zieht uns ja schon sehr erfolgreich mit vermeindlichen Wunderködern das Geld aus der Tasche. Flavour beim Naturköderangeln halte ich für sinnvoll, aber bei Kunstködern? Naja, Glaubenssache.

DSC01802_1

Customized Lures 1.1

klein_DSC00155Wie bereits im letzten Post angekündigt, hat mich im Moment das Bastelfieber gepackt. Wobei basteln ja nicht wirklich der richtige Ausdruck dafür ist. Viel eher wäre „Colorieren“ der richtige Terminus. Wie dem auch sei, mit solchen Spitzfindigkeiten will ich mich nicht wirklich aufhalten. Fakt ist eher, dass ich mal wieder durch mein Fischbestimmungsbuch geschaut habe und dort auf einige interessante Farbmuster gestoßen bin. Folglich habe ich mehr oder weniger erfolgreich versucht diese Muster auf meine Wobblerrohlinge zu übertragen. Das Ergebnis könnt ihr auf den Bildern sehen. Lediglich bei den „Pseudohechten“ muss ich noch etwas nacharbeiten, mit dem Bachforellenmuster bin ich soweit eigentlich recht zufrieden. Jetzt muss ich sie nur noch wässern und natürlich wenn möglich auch den einen oder anderen Fisch damit fangen. Hat jemand von euch Erfahrung mit fängigen Wobbler Dekors? Was meint ihr welche Farbe sich als am fängigsten auf einem Wobbler erweist?

klein_DSC00162 klein_DSC00161 klein_DSC00160 klein_DSC00159  klein_DSC00157 klein_DSC00156 klein_DSC00154 klein_DSC00153 klein_DSC00152 klein_DSC00149 klein_DSC00148 klein_DSC00147

klein_DSC00151

klein_DSC00150

Kleinteile – Sprengringe

TackleFast jeder kennt ihn, den Spruch „Der Teufel steckt im Detail“. Gerade auch beim Angeln hat diese Aussage eine hohe Relevanz. Ebenso konnte man sagen „Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied“. Viel kann schieß gehen zwischen dem Anbiss und einer erfolgreichen Landung. Angefangen mit dem Knoten, der Stärke des Hakens, der Tragkraft der Schnur usw. Es gibt viele mögliche Schwachpunkte. Umso wichtiger ist es, dass sich der Angler der Bedeutung der einzelnen Kleinteile bewusst ist. Bis vor wenigen Jahren habe ich die Wobbler auch immer direkt so gefischt wie sie aus der Verpackung kamen. Einfach in den entsprechenden Karabiner oder neudeutsch als Snap genannt einklinken und los geht’s. Nun, manche müssen es auf die Karte Tour lernen, andere haben das Glück der Dummen und wieder andere lesen diesen Blog und setzten die einen oder anderen Ratschläge um.

Gerade bei Wobblern für Hechte sollte man auf jeden Fall nach dem Kauf die Sprengringe prüfen. Bei Markenwobblern der gehobenen Preisklassen sind die Sprengringe oft auch in entsprechender, massiver Ausführung vorhanden. Aber genau da kann es schon anfangen kritisch zu werden. Je nachdem aus welchem Material die Sprengringe bestehen besitzt das Material eine mehr oder weniger hohe Duktilität. Soll heißen: Einige Sprengringe sind nachdem ein Haken eingeschlauft wurde schon so plastisch verformt, dass sich die Spalte nicht mehr komplett schließt. Das kann im ungünstigsten Fall dazu führen, dass sich der Fisch früher oder später freihebelt und mitsamt Haken in der Tiefe verschwindet wo er dann verludert. Schade, sowas muss nicht sein.

Natürlich gibt es auch das gegenteilige Beispiel: Ist der Sprengring (wie bei vielen Wobblern mittlerer und niedrigerer Preissegmente üblich) aus weichem Material kann es im ungünstigsten Fall dazu kommen, dass sich der Sprengringe einfach aufzieht. Das Ergebnis ist das Gleiche wie bei den massiven Sprengringen. Der Fisch leidet unter der mangelnden Umsichtigkeit des Anglers.

Grundsätzlich gilt: Direkt nach oder besser schon vor dem Kauf der Köder Sprengringe überprüfen. Gegebenenfalls beim Händler reklamieren oder wer ganz dreist ist, Preisminderung verlangen.

Mittlerweile habe ich bei einem Großteil meiner Köder die Sprengringe des Herstellers gegen Fabrikate meines Vertrauens ausgetauscht. Dies geht ganz einfach, vorausgesetzt man hat eine Sprengringzange oder gute Fingernägel. Leider hält sich immer noch der Irrglaube die teuersten Sprengringe aus Edelstahl sind die Besten. Das stimmt so leider nicht. Man sollte die Sprengringe immer so wählen, dass sie für den jeweiligen Verwendungszweck geeignet sind. Klingt banal – ist aber so. Ein Edelstahlsprengring mit einem hohen Eigengewicht hat nichts an einem Forellen- oder Barschwobbler verloren. Durch das erhöhte Gewicht kann es zu einem Ungleichgewicht kommen was sich negativ auf das Laufverhalten des Köders auswirkt. Außerdem sind es gerade die massiven Sprengringe die sich nach dem Einschlaufen oft irreversibel verformt haben…Ebenfalls abraten kann ich von den sogenannten „silver plated“ Sprengringen. Diese sind meist von minderer Qualität und die Farbe (welche oft auch als Rostschutz dient) platzt sehr schnell ab.

Gute Sprengringe sind meist nicht einfach zu finden – und meist liegt die Mindestabnahmemenge bei 1000 Stück.