Räuber in Forellengewässern

Nanu? Da hab ich heute nicht schlecht gestaunt als ich nochmal losgezogen bin um die Regenbogenforellen zu ärgern. Ein einem der vielen klaren Nebenarmen des Hauptstroms konnte ich zwei in einem Forellengewässer gar nicht gern gesehene Räuber im klaren Wasser sehen. Jedweder Versuch die beiden Banausen dingfest zu machen, scheiterte. Ein Blick auf deren Körperfülle sorgte für Klarheit. Ein voller Räuber frisst natürlich nicht mehr…. Sehr ärgerlich. Die beiden hätte ich zu gerne dingfest gemacht. Das Foto entstand übrigens durch meine Polarisationsbrille hindurch.

Fischen an Hindernissen

Fast jeder hat sich schonmal über einen Hänger geärgert, zumindest jeder der Angeln geht. Doch was auf den ersten Blick nervig und unnütz erscheint, entpuppt sich auf den zweiten Blick als mehr als nur nützlich. Gerade an Fließgewässern mit monotoner Struktur kann ein ins Wasser gefallener Baum sich innerhalb weniger Wochen zu einer Top Stelle entwickeln, ebenso Treibgut welches sich aufstaut. Die Vorteile für die Fische liegen klar auf der Hand. Zum einen bietet so ein Hindernis einen sicheren Unterstand, gerade in Gewässern welche regelmäßig von Gänsesägern und Kormoranen heimgesucht werden. So eine Totholz Ansammlung bietet zudem Schutz vor größeren Fischen. Bei genauer Betrachtung findet man an Totholz oftmals wahre Kinderstuben. Die Kleinfische stellen sich innerhalb weniger Tage dort ein…und die mittleren sowie großen Räuber folgen dann peu a peu.

klein_DSC03720klein_DSC03718klein_DSC03717Der Schatten und das dämmrige Licht wirken beruhigend auf die Fische.

Auch die Nahrungssuche wird meist deutlich erleichtert da sich solche Ansammlungen meist in der Nähe von überhängenden Bäumen befinden. Die Fische müssen einfach nur warten, bis die Nahrung von oben herunter fällt oder mit der Strömung angeschwemmt wird. Selbst große Räuber verharren tagsüber in solchen Einständen. Nachts gehen sie dann auf Beutezug und kehren nach Anbruch der Dämmerung wieder zurück in den sicheren Einstand. Ob in solchen Einständen Burgfrieden herrscht, wie es bei Fuchs und Kaninchenbauten der Fall ist, kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht sagen.

Aber was hat der Angler davon? Ganz einfach, einen einfach zu erkennenden Hot Spot und ja, ein fieses Ködergrab wenn man nicht weiß wie man dort fischen soll. Bei mir war es so, dass ich lange Jahre einen Bogen um solche Unterstände gemacht habe, seien das jetzt Schwemmgutansammlungen, ein umgestürzter Baum oder eine verlassende Biberburg. Wenn doch habe ich lediglich den Bereich dahinter einigermaßen halbherzig abgefischt.  Die Erkenntnis, was sich da eigentlich alles darunter befindet habe ich erst bei einem zufälligen Tauchgang gewonnen. Danach habe ich mich dann regelmäßig, sofern es die Statik zuließ, auf die Stämme bzw. das Schwemmgut gesetzt und den einen oder anderen Blick von oben riskiert. Grundsätzlich kann man sagen: Je mehr Verhau und Grünzeug da im Geäst hängt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit dort Fisch anzutreffen.

 

Aber welche Fische kann man dort im Geäst erwarten? Nun, natürlich nur solche die im Gewässer vorkommen. Aber Spaß beiseite, in der Regel findet man unter solchen Einständen folgende Fischarten:

  • Barbe; die Barbe ist ein geselliger Fisch der gerne in regelrechten Schulen vorkommt. Leider, zumindest so meine Erfahrung, ist die Barbe nicht unbedingt der hellste Fisch. Beim Watfischen bin ich des Öfteren bereits auf Barben getreten. Der Fluchtinstinkt scheint bei diesen Fischen nicht sonderlich ausgeprägt zu sein. Hier bietet es sich an, den Köder (Käse etc) mit einem Rollbleib langsam unter das Schwemmgut treiben zu lassen. Alternativ kann man auch direkt vor dem Hindernis den Köder stationär anbieten. Der Duft wird die Bartelbrummer schon aus ihren Unterständen locken. Barbe am Hindernis
  • Döbel; der Döbel ist der typische Fisch an solchen Unterständen. Er dümpelt den ganzen Tag träge in der Strömung und macht nur manchmal das Maul auf, um sich an der herantreibenden Nahrung gütlich zu tun. Das können kleine Brutfische sein, aber auch Insekten welche von überhängenden Büschen herunter gefallen sind. Da Döbel keine allzu starken Kämpfer sind, kann man sie auch direkt im Hindernis beangeln. Hierzu lässt man den Köder einfach vertikal herunter. Dies kann ein dicker Tauwurm sein oder Teig, Frühstückswurst, Maden, Nacktschnecken usw. Wer es etwas spannender mag, der versucht dem Döbel dort mit kleinen Wobblern oder Gummifischen nachzustellen. Grundsätzlich bieten sich folgende Optionen an. Man lässt den Wobbler direkt auf das Hinternis zutreiben und spannt dann, kurz bevor der Wobbler im Geäst landet, die Schnur. Nun taucht der Wobbler konstruktionsbedingt unter. Direkt vor dem Hindernis kommen oft schon die Bisse. Sollte das nichts bringen, so kann man den Wobbler, je nach Strömungsstärke, an gespannter Schnur unter das Hindernis treiben lassen. Am einfachsten geht das durch langsames Rückwärtskurbeln. Lässt es die Statik des Hindernisses zu, kann man es auch direkt betreten und kleine Gummifische und Twister vertikal anbieten. Dies ist meiner Erfahrung nach allerdings nicht so erfolgsversprechend. Als letzte Möglichkeit möchte ich noch das Fischen in der Strömung hinter dem Hindernis ansprechen. Dort stehen auch fast immer Fische. Kann man das Hindernis betreten, so ist das Befischen des Bereiches dahinter meist kein Problem. Hier kann man mit Pose, Gummi und Wobbler erfolgreich sein.
  • Forelle, die Forelle verhält sich besonders in offenen Fließgewässern mit wenig Deckung und Fraßdruck durch Kormoran und Gänsesäger ähnlich dem Döbel. Sie verlässt den Unterschlupf meist nur früh morgens oder wenn sie durch äußere Umstände dazu gezwungen wird.
  • Hecht; in Stillgewässern stehen die Hechte, sofern es sich nicht um Freiwasserhechte handelt, grundsätzlich in der Nähe von Unterständen. Hier gibt es aber noch ein paar andere Faktoren zu beachten wie z.B. die Größe des Hechtes. Kleine Hechte sind schon fast gezwungen sich zu verstecken wenn sie überleben wollen. So kann es sein, dass sich in so einem Unterstand einige halbstarke Hechte der selben Größe aufhalten.
  • Aland, für den Aland kann ich keine allgemeinen Regeln aufstellen da diese Fischart in meinen befischten Gewässern kaum bzw. gar nicht vorkommt. Allerdings ist bekannt, dass Alande auch gerne mal die Deckung eines Unterstandes nutzen.

Anhieb, Drill und Landung sind bei fast allen Fischarten gleich. Wichtig ist, dass man nicht zu fein fischt. Bei Forellen habe ich mittlerweile immer eine 0,10mm geflochtene auf der Rolle. Als Vorfach nehme ich eine 0,22 bis 0,25mm Mono. Die vermindert die Scheuchwirkung der geflochtenen Schnur und puffert zudem die Schläge des Fisches ab. Die Bremse sollte ziemlich stramm eingestellt sein. Der Fisch wird nach dem Haken versuchen sofort tiefer in den Unterstand zu fliehen. Das muss auf jeden Fall verhindert werden da sich sonst die Schnur über kurz oder lang in einem Ast verfangen wird. Wenn es irgendwie möglich ist, sollte man versuchen den Fisch auf dem Hindernis herauszudrillen. Ist dies nicht möglich muss man den Fisch so schnell wie möglich an die Wasseroberfläche zwingen und dort umgehend keschern. Dies gleicht dann weniger einem Drill als vielmehr einem Tauziehen. Lässt man dem Fisch auch nur eine Chance, kann es um den Fangerfolg geschehen sein. Im besten Fall löst sich der Fisch vom Haken, im schlimmsten Fall verludert der Fisch dann irgendwo mit einem Haken im Maul im Hindernis.

 

Besonders nach und während Hochwassern kann man an solchen Hindernissen noch Fische fangen.

Der Grund dafür liegt klar auf der Hand. Auch Fische sind, wie einige weibliche Exemplare der Gattung Mensch, Energiesparschlampen. Man bewegt sich nur wenn es sein muss oder zur Nahrungsaufnahme. So ein Hindernis wirkt als Strömungsbrecher, es entstehen bzw. es bilden sich ruhigere Bereich in denen die Fische ohne großen Energieverbrauch aufhalten können. Vor allem Augenräuber wie Hecht, Döbel und Forelle sind bei trübem Hochwasser sehr dankbar für solche Hindernisse.

 

Tipp: Wahre Sternstunden konnte ich bei nachlassendem Hochwasser an solchen Hindernissen erleben. Die Fische sind ausgehungert und aggressiv aber das trübe Wasser macht eine effektive Jagd fast unmöglich. Hier setze ich dann situationsabhängig gerne auf kleine Rasselwobbler in aggressiven Farben. Bewährt hat sich das Dekor Germany (Schwarzer Rücken, rote Flanken, gelber Bauch). Selbst die sonst so scheuen Döbel ballern sich dann den Wobbler hemmungslos rein.

Baumbewohner – Fische unter Hindernissen im Wasser

Anlässlich des in Kürze erscheinenden Berichts über das Fischen an bzw. auf Hindernissen wollte ich euch die Fotos des heutigen Tages nicht vorenthalten. Zur Vorgeschichte: Ich stand heute wieder an meinem Hausgewässer auf einem ins Wasser gefallenen Baum. Wer das schon Mal gemacht hat weiß, dass es durchaus tückisch sein kann sich auf einem Baumstamm umgeben von Wasser zu bewegen. Ein falscher Tritt und man kann sich die Dusche am Abend sparen. Hinzu kommt auch noch, dass mögliche am Körper befindliche Elektronik Schaden nehmen kann. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Handy das ja mittlerweile fast jeder unbedarft und ohne sich über mögliche Gefahren der Handystrahlung Gedanken zu machen, am Körper trägt.

So ein umgestürzter Baum, so er denn schon einige Zeit im Wasser liegt, ist ein regelrechtes Mikrohabitat. Es befinden sich jede Menge Lebewesen darunter.

Vor allem wenn sich im Laufe der Zeit auch noch Schwemmguteppiche um die ins Wasser ragenden Äste bilden. Darunter finden meist Hecht, Döbel, Forelle und Co einen komfortablen und vor allem auch sicheren Einstand.

Als ich also wie die Prinzessin auf der Erbse wieder Mal über einen meiner Lieblingsspots tänzelte, fiel mir auf, dass kaum noch Jungfische zwischen den Ästen zu sehen waren. Sehr ungewöhnlich da sich an einigen Spots weiter vorne und hinten nach wie vor jede Menge Brutfische zwischen den Ästen tummelten. Woran kann das liegen? Ich schob den Gedanken vorübergehend beiseite und montierte einen kleinen Gummifisch, schließlich wollte ich ein paar der kürzlich gesetzten Forellen fangen…oder zumindest einen schönen Barsch. Nach einer gefühlten Ewigkeit ohne Biss begann ich damit, die Köder aus meiner Kiste durchzuprobieren. Verschiedene Formen und Farben fanden ihren Weg ans Ende der Schnur. Nachdem ein Köder etwas achtlos zu weit abgetrieben war und ich ihn  beim Einholen viel zu dicht an den versunkenen Ästen vorbei geführt hatte, registrierte ich einen großen Schatten der dem Köder kurz hinterher schwamm, jedoch wieder abtrete als dieser aus dem Schlagschatten des Unterstands heraus in das lichtdurchflutete Wasser vor dem Baum glitt. Neugierig geworden näherte ich mich der Stelle und tatsächlich.

Zwischen den Ästen, gut getarnt und geschützt stand ein Fisch…und kein Kleiner. Vor oben sehen Fische im Wasser immer kleiner aus als sie in Wirklichkeit sind.

Der Schatten hatte geschätzte 65-70cm.

DSC04279 DSC04277 DSC04280Mittlerweile weiß ich, um welchen Fisch es sich hierbei handelte. Wenige Tage später konnte ich ihn dann doch noch überlisten. Ratet mal um welche Fischart es sich hierbei handelte?

Befremdliche Funde/Fänge

Das Klischee, dass Angler neben Fischen oftmals alte Stiefel fangen dürfte wohl so alt sein, wie die Fischerei selbst…naja fast zumindest. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass es fast nichts gibt was ich noch nicht in irgendeiner Art und Weise beim Fischen am Haken hatte. Nachfolgend mal eine Auflistung: Damenbinden, Kondome, Fahrräder, Einkaufswägen, Sextoys, Hundespielzeug, Fledermäuse, Bisamratten, Fußbälle, Tresore usw. Schon erstaunlich was die Menschen heutzutage so alles wegwerfen… bzw. FALSCH entsorgen.

Kurzlich kam dieses rote Ding zur Liste hinzu. Auf den ersten Blick konnte ich das Teil nicht wirklich einordnen. Als dann aber die Mädels am Ufer gegenüber in hysterisches Gackern ausbrachen als ich mit dem Gegenstand herumwedelte, schwante mir schon, dass ich mich grad zum Affen mache und etwas ähh, nennen wir es mal frivoles in der Hand halte. Nachdem ich auf die Schwarmintelligenz der modernen Medien zurück gegriffen hatte, kam ich vorerst zu dem Entschluss, dass es sich hierbei um ein Spielzeug für zwei Frauen handelt welche sich …naja ganz doll lieb haben 😀

DSC04406Am gleichen Abend bekam ich dann dieRückmeldung eines Hundeshalters aus meinem Bekanntenkreis. Es handelt sich hierbei um ein Hundekauspielzeug. Naja, auch recht, zumindest die ersten paar Stunden nach dem Fang konnte ich meine frivolen Gedanken mal wieder auf lustvolle Reisen schicken.

PS: Das Gerät habe ich natürlich sachgemäß entsorgt – aufrecht stehend im Rosenbeet meines spießigen Nachbarn.

Barbus gone wild – Raubbarben

Barben die auf Spinnköder beißen? Klar, werden da die Leser der diversen Angelmagazine sagen. Sowas steht immerhin regelmäßig im Blinker und anderen Angelzeitschriften. Den wenigsten Anglern aber wird dieses Phänomen jemals leibhaftig zuteil. Bei mir war es kürzlich soweit. Beim langsamen Jiggen des Gummifischs (wollte eigentlich nen Barsch fangen) war es soweit. Eine vehemente Flucht Richtung Flussmitte und eine kreischende Rollenbremse überzeugten mich doch recht zügig, dass da kein Barsch am anderen Ende der Schnur kämpft. Es dauerte am feinen Geschirr doch gut 5 Minuten bis ich die Barbe zu einem kurzen Aufenthalt in meinem gummierten Kescher überreden konnte. Ein wirklich willkommenes Erlebnis das für unterhaltsame Kurzweil und einen kleinen Adrenalinschub gesorgt hat.

Raubbarbe – verloren

Raubbarbe – gelandet

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Junge Regenbogenforellen?

Nanu? Junge, nicht gesetzte, Regenforellen in unserem Fluss? Laut Fischereiprüfungsunterlagen kann das ja gar nicht gehen weil die Regenbogenforelle hier nicht heimisch ist und die Bedingungen in Deutschland für eine erfolgreiche Reproduktion angeblich suboptimal sind….möchte man meinen. In den letzten Jahren konnte ich in meinem Hausgewässer mehrere kleine Regenbogenforellen fangen die definitiv nicht gesetzt wurden.

DSC01808__1Makellose Flossen und eine unglaubliche Akrobatik bestätigten meinen Verdacht. Wer schon einmal eine 20cm lange Regenbogenforelle an der Angel hatte weiß wovon ich rede wenn ich sage, dass der Drill mehr in der Luft als im Wasser stattfand. Die kleinen Forellchen sind unglaublich agil und sprunggewaltig.

DSC01805__1Nach meinen ersten Erfahrungen mit diesen Jungfischen wollte ich es mal genauer wissen und bin im Winter auf die Pirsch an meinem Hausgewässer gegangen…und siehe da, bei Niedrigwasser sieht man sogar die Laichgruben. Charakteristisch hierfür sind helle, längliche Bereiche im Kiesbett über denen oftmals noch die Elterntiere stehen. Allerdings ist es nicht immer einfach Bachforellen- von Regenbogenforellenlaichgruben zu unterscheiden. Da hilft oft nur beharrliches Beobachten oder ein Plausch mit dem hoffentlich kompetenten Gewässerwart. Da im Moment ohnehin Schonzeit ist, kann man die freien Tage zu einem „Bildungsspaziergang“ am Wasser nutzen und sicherlich die eine oder andere Naturimpression mit nehmen.

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Auf der Zielgeraden…

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, ich für meinen Teil werde immer kurz vor dem Beginn der Forellenschonzeit (in diesem Falle die Regenbogenforellenschonzeit) massiv nervös und versuche nochmal mein Bestes. Soll heißen: Ich geh auch dann ans Wasser wenn Hubert und Egon zu Hause mit Fiffi und dem Hausdrachen vorm Kamin sitzen und sich Anekdoten über die Fischerei erzählen.

Klar, die Fischerei im Winter ist kein Zuckerschlecken. Leichte Erfrierungen, kalte Füße, hin und wieder mal ne Blasenentzündung oder ein Schnupfen….das gehört halt irgendwie alles dazu.

Meist jedoch lässt sich das durch umsichtige Planung sowie die Wahl der richtigen Klamotten irgendwie verhindern. Handschuhe gehören auf jeden Fall mit in die Angeltasche, ebenso dicke warme Stiefel (ich find ja die Delta Nord von LeChameau recht gut) allerdings sollte man trotzdem nicht auf ein zweites Paar Socken verzichten.

Gerade im Winter ist das Wasser meist klarer als sonst was den Fischen natürlich einen gewissen Vorteil gibt.

Der Angler jedoch muss bei der Schnurstärke schon den einen oder anderen Abstrich in Kauf nehmen. Vor allem Fans der Geflechtschnüre haben jetzt Probleme. Zum Einen wegen der Sichtbarkeit der Schnur, zum Anderen vereist die Geflochtene recht schnell und man hat in Null Komma Nichts einen Fitz auf der Rolle der ein weiteres Angeln unmöglich macht. Meine Empfehlung daher: Monofil zwischen 0,18mm und 0,22mm. Das reicht für Forellen in der Regel. Wer sein Gewässer gut kennt und keine Hindernisse fürchten muss, kann durchaus auch auf 0,16mm runter gehen.

Köder: Wie oben bereits angedeutet ist das Wasser im Winter extrem klar, daher sollte man auch bei der Wahl der Köder eher umsichtig handeln und natürlichen sowie gedeckten Farben den Vorzug geben. Persönlich favorisiere ich Köder in den Farbtönen Weiss/Grau/Blau. Damit bin ich bisher immer recht gut gefahren. Auch was die Aktion betrifft können im Winter Abstriche gemacht werden. Unauffälligkeit und langsame Köderführung zahlen sich zumeist aus.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil der Winterangelei: Man hat seine Ruhe am Wasser. Keine Pappis die ihre Mamis mitsamt Reproduktionsprodukten durch die heimische Fauna schleppen und dumme Fragen stellen, wenige Hundebesitzer mit ihren vierbeinigen Fäkalschnüfflern, kaum Zuschauer – kurzum, man hat wirklich einmal seine Ruhe…

Und so sieht’s aus wenn man alles richtig gemacht hat und Fortuna einem ne ordentliche Portion Glück in den Arsch geblasen hat 🙂

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Letzte Forellen vor der Schonzeit

So Leute, Endspurt, die Forellen haben es fast bis in die Schonzeit geschafft…aber auch nur fast. Bis zum 15.12. dürfen wir den Regenbogenforellen noch nachstellen, dann ist Sense.

Die Fische haben aber dazu gelernt. War es zu Saisonbeginn noch einfach die eine oder andere Trutte zu nem Landgang oder ner Runde in der heimischen Pfanne zu überreden sieht das am Saisonende schon ganz anders aus.

Oder anders ausgedrückt: Die Forellenfischerei am Saisonende ist ein hartes Brot.

Die Temperaturen sind schon empfindlich in den Keller gegangen, die Finger sind permanent klamm und die Fische haben dazu gelernt. So viele beißunwillige Nachläufer wie im Herbst hat man sonst nie. Eigentlich verständlich, andererseits müssten die Fische doch eigentlich für das Laichgeschäft langsam aber sicher anfangen Reserven zu bilden… Oft geht man folglich umsonst ans Wasser. ABER: Im Herbst zählt jeder Fisch doppelt den man sich erarbeitet hat, für den man gefroren und gebibbert hat.

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Interessanterweise wird die Fischerei im Herbst an regulierten Gewässern sehr übersichtlich: Soll heißem im Herbst sind die Pegel erstaunlich niedrig, das Wasser ist, sofern es nicht grad geregnet hat, auch sehr klar.

Ohne Vorsicht am Ufer und Polbrille geht kaum etwas.

Wer kann sollte auf Fliege umsteigen oder auf Wobbler ohne Rasseln den die Fische sind schlauer geworden…Wenn alles gut läuft könnte das Ergebnis so aussehen…

 

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Hechte am Forellenfluss?

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Nunja, Meister Esox ist eigentlich kein Streitthema -  es sei denn es geht um Hechte in Forellengewässern. Da scheiden sich bekanntlich die Geister. Der Eine sieht es als angenehme Abwechslung, für den Anderen ist er das ultimative Feindbild der die edlen Forellen über die Maße dezimiert. Fakt ist jedoch, dass es bereits vor dem Menschen Hechte in Forellenbächen gab und der Hecht es in den letzten Tausend Jahren noch nicht geschafft hat, die Forellen auszurotten.

Natürliche Feinde hat der Hecht im Forellenbach eher weniger, zumindest ab 20cm Körperlänge muss er eigentlich nur noch vor fischfressenden Vögeln sowie einigen Huchen Angst haben. Ansonsten ist er auf dem Weg an die Nahrungsspitze.

Gerade im Herbst, wenn die Schonzeiten die Angelei am Forellenfluss arg einschränken und man teilweise nur noch Köder über einer bestimmten Länge fischen darf (die ein versehentliches Fangen von Forellen unmöglich machen), schlägt die die Stunde des Hechtes…oder seine letzte Stunde… über das Jahr verteilt hat man, sofern man regelmäßig am Wasser war, sicherlich unterbewusst einige Stellen wahrgenommen an denen sich Hechte aufhalten könnten. So mancher Angler hat auch unfreiwillig beim Forellenfischen schon Bekanntschaft mit Meister Esox gemacht. Ein kräftiger Biss, ein vehementes Schütteln und *ploing*, weg war er - mitsamt Köder. Ungünstig, im wahrsten Sinne des Wortes – zumal Forellenwobbler nicht günstig sind. Wesentlich schwerer wiegt jedoch das Schicksal des Hechtes. Der verludert jetzt in irgendeiner Eckte des Gewässers mit einem Wobbler im Maul. Glücklicherweise gibt es an den meisten Forellengewässern die Einzelhakenpflicht. Damit ist schonmal relativ sicher gestellt, dass der Haken dem Hecht nicht komplett das Maul vernagelt und er wenigstens noch Nahrung zu sich nehmen kann. Ich für meinen Teil benutze Haken mit recht hohem Kohlenstoffanteil. Diese rosten zwar, was bei unsachgemäßer Lagerung ein echtes Ärgernis darstellt, dem Hecht aber das Leben retten kann. Solche Haken oxidieren verhältnismäßig rasch im Wasser und der Hecht hat noch eine reelle Chance sein Piercing loszuwerden.

Interessante Plätze am Fluss sind strömungsberuhigte Abschnitte, Rückströmungen, Wehrschüsse und tiefe Löcher über die das Wasser hinweg schießt. Gerade im Herbst ist es einfach solche Plätze und die dort vorherrschende Strömung zu verfolgen. Dazu beobachtet man einfach eine Zeit lang das abtreibende Laub.

Als gute Köder haben sich in letzter Zeit immer mehr Gummifische bei mir durchgesetzt. Der natürliche Lauf, die große Auswahl an Farben und Formen sowie die natürliche Konsistenz die auch einen zweiten Biss nicht unmöglich macht, machen den GuFi zum Köder der Wahl.

Natürlich ist auch hier ein Stahlvorfach Pflicht. Wenn ihr alles richtig gemacht habt, sieht das Ergebnis möglicherweise so aus 🙂

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Wochenende – Angelzeit

Wie der Titel schon vermuten lässt war ich zusammen mit meinem Angelspezi auch heute wieder am Wasser unterwegs. Die fast schon sommerlichen Temperaturen und die Sonne haben uns letztendlich doch vom PC weg gelockt. Nach einer spritzigen Radltour von fast 15 Kilometern sind wir leicht verschwitzt am Wasser angekommen. Nachdem wir unsere Ruten montiert hatten gings auch gleich los. Nach wenigen Metern konnten wir den ersten Fisch sehen…am Ufer…tot…eine der bei uns in München sehr seltenen und somit ganzjährig geschützten Äschen. Nach eingehender Betrachtung konnten wir eine Verletzung im Bereich der Kiemendeckel entdecken. Vermutlich wurde das Tier von einem Gänsesäger gepackt und ist dann verendet.

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Weniger Meter weiter konnte ich von einem Baum aus (ja, wir angeln auch von Bäumen wenn es die Situation erlaubt…) einen weiteren toten Fisch am Ufer unter mir entdecken…auch hier handelte es sich um eine Äsche, diesmal aber um ein deutlich kapitaleres Exemplar. Äußerlich wies der Fisch einige Blessuren auf. Zum einen war im Bereicht der Kiemen der Körper aufgerissen und die Eingeweide angefressen. Bei einem Bekannten der einen Fischteich besitzt konnte ich solche Wunden bei verendeten Hechten schon mehrmals begutachten. Damals konnten wir mit Hilfe einer Trail Cam den Übertäter auf frischer Tat überführen…ein Mink. Die Verletzungen der Äsche legen auch hier nahe, dass es sich um einen 4 Beinigen Übeltäter handelt.

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Nach den weniger erfreulichen Überraschungen widmeten wir uns nun wieder der aktiven Fischerei und konnten sogar ein paar kapitale Exemplare bis 51cm zu einem Landgang überreden.

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