Besuch einer seltenen Schönheit – Äsche als Beifang

 

Der Leitfisch und Namensgeber einer ganzen Gewässerregion hat in den letzten Jahren Bestandsmäßig ein echtes Tief durchlaufen. Die Bestände erholen sich nur schleppend bis gar nicht. Gründe dafür gibt es viele. Fraßdruck durch gefiederte, geschuppte und Zweibeinige sowie vierbeinige Prädatoren dürften wohl einen Großteil des Problems ausmachen. Nicht zu vernachlässigen sind aber auch die Verbauung und Verschmutzung der Gewässer. Umso mehr hat es mich gefreut neulich eine kleine Vertreterin dieser seltenen Spezies beim Fliegenfischen kurz zu einem Foto überreden zu können. Ein wirklich schönes Tier. Zwar nicht kapital, dafür umso mehr vital. Hoffen wir, dass es künftig wieder bergauf für die Äschen geht und man vielleicht auch mal wieder die eine oder andere entnehmen darf. Aber bis dahin scheint es noch ein weiter Weg zu sein.

Wer gerne mehr über die Populationsdynamik und vor allem über die Auswirkung des Fraßdrucks seitens Kormoran und Gänsesäger erfahren möchte, kann gerne mal auf der Homepage des Bayrischen Landesfischereiverbands stöbern. Dort finden sich immer wieder recht interessante Dokumente zu der Thematik.

Die Höhen und Tiefen des Angeljahres 2021

Dieses Angeljahr läuft bisher eher bescheiden bei mir. Wenig Zeit, viel beruflicher Stress, viele andere Projekte (unter anderem die Restauration eines Kraller Bootes…), da bleibt einfach nicht so viel Zeit für die eigentliche Fischerei.

Dennoch konnten mein Angelkollege Lukas und ich es irgendwie einrichten, zwei oder drei Mal an den See rauszufahren. Die Renken bissen eher etwas verhalten und auch die Hechte zeigten sich eher von ihrer zickigen Seite. Aufgrund des starken Pflanzenwachstums dieses Jahr in den Uferbereichen, war an Schleppen nicht wirklich zu denken. Zu groß ist die Gefahr, dass man unbemerkt Kraut einsammelt und das dann quer über den See spazieren fährt.

Ein etwas besseres Exemplar

Wurfangeln ist also angesagt. Erstaunlicherweise waren wir dieses Jahr bisher bei dieser Art der Fischerei erfolgreicher als bei unseren sonst obligatorischen Schlepptouren. Man muss aber zugeben, dass wir nur gezielt die Stellen angefischt haben, die auch früher schon Fisch gebracht haben. Dazu gehören versunkene Bäume und vor allem die ubiquitären Krautfelder im See. Neben vielen kleineren Exemplaren stieg auch ein etwas besserer Fisch ein. Immerhin – aber das Angeljahr hat ja noch ein paar Monate übrig. Mal sehen was da sonst noch so alles auf uns zukommt.

Die Farbe ist ein echter optischer Kracher

50+ Forelle gefangen

Richtig dicke Forellen sind relativ selten, mal abgesehen in den sogenannten Forellenpuffs. Aber selbst dort muss man die geschuppten Luder erstmal ans Band bekommen. Als ich gerade meine Aufnahmen aus der Vor- Corona Ära durchgegangen bin, bin ich über ein Drillvideo eines wirklich guten Fisches gestolpert, welches ich euch nicht vorenthalten möchte.

Erneuter Hechtfang

Manchmal läufts halt. Anders kann man es nicht sagen. Dieses Mal ankerten wir vor einem ausgedehnten Krautfeld und feuerten unsere Köder rechts und links davon an den Kanten entlang. Nachdem mein Kollege bereits einen Fehlbiss zu verbuchen hatte, konnte ich den Übertäter wenig später dingfest machen. Ein recht ordentliches Exemplar mit einem ausgeprägtem Bauchansatz. Anglerherz, was willst du mehr?

Kapitale Herbstforelle

Endlich, die Tage werden zwar leider wieder mit großen Schritten deutlich kürzer aber der Herbst auch auch sein Gutes. Die Badegäste an meinem Hausgewässer werden deutlich weniger. Der Fluss ist wieder etwas weniger frequentiert, man kann als Angler in Ruhe der Fischwaid nachgehen. Herrlich – das habe ich den Sommer über wirklich vermisst.

Forellen die man sieht, sind nicht immer einfach zu fangen denn in den meisten Fällen sind sie des Anglers ebenfalls ansichtig geworden. So auch dieses kapitale Stück Flossenwild. Die Regenbogenforelle von knapp 52cm stand wenige Meter vom Ufer entfernt im Flachen. Wenige Minuten zuvor war der Biber hier bereits durchgeschwommen –  die Forelle schien das nicht weiter zu stören. Als ich versuchte ihr meinen Köder halbwegs elegant vor die Nase zu setzen, bemerkte sie mich und zog weiter raus in den Hauptstrom. Was dann geschah, könnt ihr in dem Videos sehen.

Dicker Hecht 2.0

Endlich war es wieder soweit. Der Regen hatte nachgelassen mein Angelkollege und ich schipperten über eines unserer Vereinsgewässer. Nachdem wir an einer Stelle bereits im Vorfeld einen guten Biss erhalten hatten, beschlossen wir auf dem Rückweg die gleiche Stelle nochmal anzufahren. Was soll ich sagen, präzise wie ein Uhrwerk stieg der Hecht auf dem ihn dargebotenen Köder ein und der Tanz began. Das war übrigens nicht der einzige Hecht an diesem Tag. In Summe konnten wir zwei 5 Hechte mit teil wirklich kapitalen Längen überlisten. Ob es letztendlich der durch den Regen ins Gewässer eingetragene Sauerstoff war, der die Fische animierte oder ob wir einfach nur Glück hatten, ich weiß es nicht.

Tag der Versehrten

Wir schreiben mittlerweile Mitte Juli. An meinem Forellengewässer war ich dieses Jahr bisher erst ein Mal. Die Gründe für meine anglerische Abstinenz an diesem Gewässer sind vielfältig. Glücklicherweise konnte ich es heute dann doch noch einrichten, mich gemeinsam mit einem Spezl ans Wasser zu begeben.Nach kurzer Zeit zappelte ein schöner 43cm langer Saibling am Ende der Rute. Bei genauer Betrachtung konnte man Verletzungen auf beiden Seiten des Fisches exakt auf der gleichen Höhe feststellen. War hier der Kormoran oder gar der Gänsesäger am Werk? Vielleicht auch ein Fischotter? Alle drei Verdächtigen kommen in Betracht da sie alle in meinem Hausgewässer nachgewiesen wurden

Saibling mit Verletzung

Nach dem Saibling war bei mir erstmal Pause – nichts biss mehr. Mein Kollege konnte dafür ordentlich abräumen. Innerhalb weniger Minuten fing er einen 48 cm Langen Regenbogen und wenig später ein 54cm langes Exemplar. Bei mir war immer noch tote Hose. Nachdem sich die Sonne dann vor die Wolken schob, begann es plötzlich auch wieder bei mir zu beißen. Innerhalb weniger Minuten konnte ich drei ordentliche Döbel bis 40cm landen. Wenig später war dann auch meine Rute erneut ordentlich krumm. Eine schöne Forelle hatte sich den kleinen Wobbler geschnappt. Aber was war das? Der Kopf der Forelle war total deformiert. Nach der Landung schaute ich mir das Tier genauer an. Tatsächlich, ich hatte einen Mopskopf gelandet. Was für ein Tag…

Mopskopf Regenbogenforelle

Renkengigant – Unverhofft kommt oft.

„Unverhofft kommt oft“ sagt eine Redewendung. Kaum ein Jahr wird dieser Aussage so gerecht wie 2020. Sowohl aus fischereilicher Sicht aber auch aus allgemeiner Sicht (Corona) war dieses Jahr bisher extrem.

Was für ein Brocken. Richtig fett!

In die Futterluke passt ein Daumen auch ohne Probleme. Man beachte dieschönen Punkte im Kopfbereich.

Als ich dieses Jahr eine Junganglerin mit an Bord hatte und eigentlich gar nicht mit einem großen Fisch gerechnet hatte, fand eine extrem kapitale Renke ihren Weg zu uns ins Boot. Mit guten 67cm war das bisher die größte und vor allem auch fetteste Renke die ich live bewundern durfte. Ein unglaublich dickes und kompaktes Exemplar seiner Art.

Was für ein Eumel – der Fisch ist aber auch ganz nett 🙂

Nach dem Waidwerken kommt die rote Arbeit. In diesem Fall wurde das von meiner Begleitung erledigt. Hier sieht man recht gut die Ausmaße des Fisches – und ein nettes Paar fettummantelter Milchdrüsen im Hintergrund 🙂

Erneuter Ausnahme Döbel gefangen

Wow, wow, wow – anders kann man es nicht sagen. Vor nicht einmal einer Woche konnte ich einen echten Ausnahmefisch über den Rand des Keschers führen und nun gleich den Nächsten. Und wieder ist es ein Döbel. Unglaublich.

Zwar hatten wir es auf Forellen vom Boot aus abgesehen aber nachdem uns die kleinen Zicken den Tag nicht versüßen wollten, hielten wir das Boot nochmal kurz vor den überhängenden Bäumen an, an denen ich bereits wenige Tage zuvor einen echten Methusalem Döbel fangen konnten. Zwar hatten wir bereits am Vormittag versucht unsere Köder unter die überhängenden Äste zu zirkeln, allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Ein paar halbstarke Hechte vergriffen sich an unseren Ködern – mehr war nicht.

Abends dann, als dieser Bereich der Bucht im Schatten lag, schienen die Döbel aus der Tiefe bzw. aus dem Freiwasser unter die Büsche und Bäume am Ufer zu ziehen. Der erste Wurf ging recht zielgenau unter den größten überhängenden Ast. Es folgte das übliche langsame Einkurbeln des Köders und dann, genau als der Köder den Schatten des Astes verlief spürte ich einen ordentlichen Widerstand in der Rute. Keinen Schlag wie man es vom Rapfen fischen her kennt, vielmehr ein plötzliches Stoppen des Köders, gefolgt von einem wütenden und bockigen Schütteln und Ziehen.

Riesen Döbel / Aitel

Wenig später konnten wir dann den Fisch im klaren Wasser unter unseren Füßen ums Boot herum ziehen sehen. Unglaublich, was für ein Eumel. Die Landung gelang ohne Probleme. Was für ein wunderschöner Fisch. Abgesehen von einer kleinen Verletzung auf der rechten Seite hinter dem Kiemendeckel ein makelloser Fisch.

Netter Juni – Hecht.

Bis in den Juli hinein weiß ich mittlerweile recht gut, wo sich in meinem Hausgewässer die Hechte aufhalten. Allerdings ist das auch nicht zwingend eine Fanggarantie.

Die letzte Woche war geprägt von einem deutlichen Temperatursturz von 25°C auf 15°C und jeder Menge Regen. Mein sonst so klares Gewässer war folglich deutlich eingetrübt. Das etwas kühlere Wasser dürfte die Hechte nicht wirklich stören, verspricht es doch einen erhöhten Sauerstoffgehalt und damit vitalere Fische. Auch die Luftdruckschwankungen bekommen die Hechte, im Gegensatz zu den Zandern, recht gut auf die Reihe. Folglich entschlossen mein Angelpartner und ich am Freitag (Brückentag) unseren See wieder einmal unsicher zu machen.

Nach einer etwas verzögerten Anlaufphase (der Lenzstöpsel unseres Angelbootes musste gewechselt und ein neues Gewinde eingeklebt werden), ging es dann um die Mittagszeit herum los. Hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass die Hechte im See ausgeprägte Aktivitäts- und Beißzeiten haben. Im Sommer liegt diese Phase immer zwischen 15 und 18 Uhr wobei es durchschnittlich um 15:30 am besten war.

Dieses Mal taten wir uns ziemlich schwer beim Schleppen was auch an den 14km/h Ostwind lag. Mit einem kleinen Ruderboot welches auch noch wirklich durch Rudern betrieben wurde, war es ziemlich schwer gegen den Wind anzukommen und die Köder auf Geschwindigkeit zu kriegen.

Folglich entschlossen wir uns nach einigen erfolglosen aber mühsamen Stunden dazu, stationär zu fischen. Ein passendes Kautfeld (übrigens das Einzige in diesem Teil des Sees) war schnell gefunden und wir ankerten vor dem Krautfeld. Nach dem ersten Wurf hatte mein Kollege den ersten guten Nachläufer. Danach tat sich erstmal nichts mehr. Also wechselten wir mit dem Boot hinter das Krautfeld und fischten die Flanken sowie die andere Seite gründlich ab. Ich konnte auf einen großen Swimbait einen schönen Nachläufer verzeichnen der mich aber leider kurz vor dem Zuschnappen entdeckte und schleunigst das Weite suchte – so kanns gehen. Aber nachdem sich Beharrlichkeit ja ab und an auszahlt, beharkte ich den Fisch weiter mit meinem Köder.

Nach etwa 15 Minuten konnte ich sein Interesse erneut wecken. Bedingt durch die Regenfälle der letzten Tage war das Wasser eingetrübt was vermutlich zur Folge hatte, dass der Fisch den Köder visuell nicht so gut ausmachen konnte. Folglich fischte ich den Swimbait etwas langsamer als normal. Und siehe da, der Hecht hing. Nach einem kurzen aber fulminanten Drill im bzw. über dem Krautfeld konnte wir einen schönen ca. 80cm großen Fisch landen. Auffällig waren die punktförmigen Einblutungen an den Brustflossen und dem Nacken (Petechien?). Diese dürften vom Laichgeschäft stammen. Aber ansonsten erfreute ich das Tier bester Gesundheit oder anders ausgedrückt: Für einen Juni-Hecht hatte das Mädel definitv keine Bikini Figur…

 

Hecht