Die Japaner und der Walfang

Ohne hier jetzt übermäßig irgendwelche Klischees oder Vorurteile bedienen zu wollen muss ich doch ganz ehrlich sagen, dass mich eine kleine Newsmeldung in der aktuellen Ausgabe des Stinkers, pardon Blinkers, ehrlich entrüstet hat. Dort steht Schwarz auf Weiß geschrieben, dass Japan nach 30 Jahren aus der IWC (internationale Walfangkommission) ausgetreten ist und ab Mitte 2019 wieder Jagd auf Wale machen wird. Auch die Jahre zuvor gab es immer wieder internationalen Protest gegenüber regelmäßig durchgeführten Walfangzügen der Japaner. Damals allerdings noch unter dem Deckmäntelchen der Forschung. Aktuell, so sagt zumindest das kleinwüchsige Volk der augenscheinlich wohl doch irgendwie retardierten Insulaner, gäbe es genug Wale und die Bestände hätten sich soweit erholt, dass eine Jagd mittlerweile wieder als legitim angesehen werden könne. Begründet wird dies zudem noch mit dem Vorwand, dass der Verzehr von Walfleisch zur Kultur dort gehöre.

Leider hat diese Entscheidung einen gewissen Aufbruchcharakter, denn andere Walfangnationen haben sich der Entscheidung Japans angeschlossen.

Bedenkt man wie lange der Fortpflanzungszyklus und wie gering die Reproduktionsrate bei diesen majestätischen Säugetieren (ich meine hier die Wale und nicht die kleinwüchsigen, technikaffinen Reisfetischisten….) ist, wird es nur wenige Jahre dauern bis wir populationstechnisch wieder auf einer ähnlich geringen Individuendichte sind wie in den 80ger und 90ger Jahren. Mir ist unverständlich wieso eine hochtechnisierte Gesellschaft wie Japan die ja auch ach so viel Wert auf Traditionen und Kultur legt, nicht den Weitblick besitzt die Gefahr zu erkennen die von einer kommerziellen Jagd auf Wale für deren Bestand ausgeht. Bedenkt man, dass sich die Populationen aktuell, je nach Walart, in vier bis fünfstelligen Bereich bewegen (Ausnahme Pottwale), erscheint dies nicht wirklich viel um eventuelle Katastrophen (Seuchen etc.) die den Bestand bedrohen könnten, kompensieren zu können. Außerdem kann man diese Tiere nicht einfach nachzüchten um so den Bestand irgendwie zu erhalten. Als ob es nicht schon reichen würde, dass die Menschen die Meere mit Plastik überfluten, die Japaner radioaktiv verseuchtes Kühlwasser ins Meer leiten und die Fisch-/tierbestände allgemein im Abnehmen inbegriffen sind….

Angeln, Fotos und soziale Medien – Wie ich zum Angeln kam

Angeln und Fotographie – zwei Tätigkeiten die eigentlich nüchtern betrachtet so gar nichts gemein haben. Aber auch nur auf den ersten Blick. An dieser Stelle möchte ich dem geneigten Leser einen kurzen Rückblick geben wie ich von der Fischerei zur Fotographie (+ Videoschnitt) und vereinzelt zu den sozialen Medien gekommen bin.

Im Jahre 1990, also in etwa zu der Zeit als ich eingeschult wurde, kam ich das erste Mal in Kontakt mit der Fischerei. Mein Onkel ist „Agrarökonom“, früher hat man dazu einfach Bauer oder Landwirt gesagt. Vor seinem Gehöft steht ein kleiner Teich. Dieser Teich diente früher als Löschteich im Falle eines Brandes. Und genau an diesem Teich begannen im Jahre 1990 im zarten Alter von sechs Jahren meine ersten anglerischen Schritte. Der Teich war zu dieser Zeit etwa 1200m² groß, also recht übersichtlich. Da von meinen Verwandten keiner angelt und sich auch nie wirklich jemand um den Teich gekümmert hat, war er entsprechend sehr flach und verlandet. Interessant, als man beschloss den Teich auszubaggern. Also wurde das Wasser abgelassen und die darin befindlichen Fische von meinen Verwandten und mir eingesammelt. Obwohl der Teich schon sehr alt ist, waren keine wirklich großen Fische darin. Das lag daran, dass der Bestand verbuttet war. Raubfische gab es nicht im Teich, nur Karpfen und Schleien. Darüber hinaus war die gesamte Wasseroberfläche mit Entengrütze (Wasserlinsen) überzogen. Also alles in allem ein eher unspektakuläres Gewässer. Für mich als laufender Meter verhielt sich die Situation natürlich gänzlich anders. Nachdem ich nur etwa 2-3 Mal im Jahr bei meinen Verwandten auf dem Land war, konnte ich den Teich auch nicht regelmäßig befischen oder dort entsprechende Erfahrungen sammeln. Um ehrlich zu sein, dauerte es Jahre bis ich endlich mal einen Fisch an den Haken bekam. Das hat mir damals aber nichts ausgemacht, ganz im Gegenteil. Je öfter ich ohne Erfolg am Wasser saß, desto mehr packte mich der Ehrgeiz, wusste ich doch, dass es im dem Tümpel Fische gab. Die ersten Versuche startete ich mit ganz ordinärem Mais der auf dem Feld nebenan wuchs. Zunächst immer nur mit Schwimmer, dann mit einer Grundmontage. Erst als ich es einmal mit Wurm versuchte, konnte ich von da an regelmäßig den einen oder anderen Fisch überlisten. So ging das dann mehrere Jahre.

Meine Eltern konnten zwar nichts mit der Fischerei anfangen, behinderten mich jedoch auch nicht bei der Ausübung meiner ersten Angelversuche. Allerdings, dass muss ich hier auch ganz klar sagen: Unterstützt haben sie mich auch nicht.

Zumindest nicht wirklich. Die Jahre gingen ins Land und ich verbrachte neben meinen Pflichtveranstaltungen wie Schule und Sport viel Zeit in den hiesigen Bibliotheken. Nein, ich bin kein Streber aber ich war immer schon ein interessierter und gelehriger Schüler mit einem gewissen Hang zum Perfektionismus und eben mit einer guten Portion Ehrgeiz. Meine Zeit in der Bibliothek verlängerte sich exponentiell als ich feststellte, dass diese auch Bücher über die Angelei hatte. Besonders die Zeitschriften, damals vor allem Fisch & Fang, verschlang ich regelrecht.  Irgendwann fing ich dann auch an mir vom Taschengeld Angelzeugs zu kaufen…als dann die ersten Ruten im Kinderzimmer standen, wurde ich von meinen Eltern doch freundlichst daran erinnert mir Hobbys zu suchen, die ich, wenn ich weiter mein Taschengeld investieren wollte, doch möglichst auch legal ausleben könne.

Mir wurde quasi die Pistole auf die Brust gesetzt ist sollte doch endlich den „großen“ Fischereischein machen damit ich endlich eigenständig die Würmer baden dürfte.

Nunja, die Vorstellung einige Monate lang jeden Sonntag von 8-17 Uhr an einem Vorbereitungskurs teilzunehmen sorgte nicht gerade für Freude…heute bin ich vor allem meiner Mutter dafür dankbar, dass sie mich damals mehr oder weniger dazu gezwungen hat den Schein zu machen. Hätte sie damals gewusst, was in den kommenden Jahren auf Sie zukommt mit meiner Fischerei, ich glaube sie hätte es sich nochmal überlegtJ. So kam es dann auch, dass ich zusammen mit ca. 200 anderen in einem Festsaal in einer kleinen Gaststätte saß und mir mehrere Monate lang so spannende Themen wie Rechtskunde und Co. eintrichtern lies. Da ich aber die Jahre zuvor bereits wissbegierig sämtliche in der Bücherei vorhandene Literatur regelrecht verschlungen hatte, gab es wenige Probleme während des Vorbereitungskurses. Lediglich die Rechtskunde war mir neu. Woher sollte man auch wissen was ein Koppelfischereirecht ist? Das steht in keiner Angelzeitschrift. Einerlei, zu der Zeit lernte ich auch Michael Mauri kennen. Durch ihn bekam ich damals meine erste Fliegenrute in die Hand gedrückt… das waren noch Zeiten. Achja, die Fischereiprüfung wurde erfolgreich abgeschlossen, allerdings wurmt es mich bis heute, dass ich die damals erstmalig erschienene Prüfungsfrage „Was bezeichnet man als Querder“ nicht beantworten konnte. Das war aber auch der einzige Patzer den ich mir in der Prüfung leistete. Heute ist das alles deutlich einfacher. Die Fischereiprüfung kann mittlerweile online gemacht werden und auch ansonsten sind die Ansprüche meiner Meinung nach nicht gewachsen…

Von all den „Freunden“ die ich damals kennenlernen durfte, gibt es nur noch einen der die Angelei ernsthaft betreibt.

Abgesehen von kurzen Phasen in denen seine Brunftkugeln gar mächtig anschwollen und die Rute stramm in Richtung der nächsten paarungswilligen Blondine ausschlug, war Tobi einer der Ersten mit dem man ernsthaft angeln gehen konnte.

Ich erinnere mich noch an so Geschichten wie die Fischerei an einem kleinen Weiher in Andechs (Schetterer Weiher). Wir zwei kleinen Enthusiasten, damals gerade noch so in der Pubertät (er mehr, ich weniger)…, übernachteten mit einer offenen quietschegelben Strandmuschel im Frühjahr auf offenem Feld irgendwo in der Pampa… gefangen haben wir freilich abgesehen von Portionsfischen und Plötzen nichts. Aber egal, Hauptsache Abenteuer. Die Jahre vergingen und ich verschrieb mich fast zur Gänze der Karpfenangelei. Als Schüler hat man halt noch Zeit sich mit nem Zelt für zwei Wochen irgendwo an den AdW fahren zu lassen und dort auszuharren in der Hoffnung den einen oder anderen Fisch zu fangen.

Natürlich gehörte das Studium diverser Printmedien die sich ausschließlich mit der Karpfenfischerei beschäftigten, damals zu meinen bevorzugten nichtanglerischen Tätigkeiten. Und so kam es auch, dass in einer der Zeitschriften, ich glaube es war eine „Carp Connect“ einen Artikel zum Thema Karpfenangeln und Fotographie entdeckte…. Nun, wer nur Stroh, pardon Angelei im Kopf hat, fürchtet den Funken der Erleuchtung. So oder so ähnlich kam ich dann auch zur Fotographie. Im Keller fand ich dann auch noch eine uralte Canon AE-1 von meinem Vater. Die Kamera hatte zwar keinen internen Blitz und auch keinen Autofocus aber egal, als Schüler kann man halt keine allzu großen Ansprüche haben. Folglich fing ich an auf Kleinfilm zu fotographieren. Meine Mutter wunderte sich zu dieser Zeit sicherlich als ich anfing ein Fach im Kühlschrank für meine Filme zu beanspruchen, nahm es aber kommentarlos hin. Wieder vergingen die Jahre, das Abitur wurde erfolgreich bestanden, die Kleinbildfilme wurden Zunehmens durch die digitale Fotographie ersetzt, der Euro kam und auch meine anglerischen Präferenzen wandelten sich immer mehr vom Friedfisch- zum Raubfischangler. Plötzlich hieß es nicht mehr Karpfen sondern fortan Hecht, ab und an Zander und nach dem Eintritt in einen Angelverein auch immer mehr Forelle. Aber was soll man machen, Panta rhei –alles fließt.

Je älter ich wurde, desto wichtiger war es mir ordentliche Fotos zu produzieren.

Zwar nicht zwingend von Fängen, aber doch von Tieren die rund ums Wasser kreuchen und fleuchen. Im Jahre 2006 kaufte ich mir dann eine Canon Eos 30D. Diese Kamera sollte mich die nächsten 10 Jahre begleiten. Neben der Tierfotographie kamen danach noch Portrait- und Aktfotographie dazu.

Je länger man in der Angelszene verkehrt, desto mehr dunkle wie helle Gestalten lernt man kennen. Im Jahre 2002 kam dann irgendwie auch der Kontakt zu ein paar Jungs aus Köln zustande. Es fing ganz harmlos an, man verabredete sich abends zum gemeinsamen Chat via ICQ, tauschte sich aus und und und. Ehe man sich versah wurde dann die Seite angeln-24.de gegründet. Während meine Aufgabe sich vornehmlich auf den Content bezog, kümmert(e) sich Artur hauptsächlich um die Homepage selbst. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Diese Freundschaft hält trotz der Distanz und des wenigen Kontakts recht gut. Zugegeben, im Durchschnitt fahren wir alle fünf Jahre gemeinsam zum Fischen für mindestens eine Woche. Entweder ich besuche ihn in Köln, wir gehen gemeinsam im bayrischen Wald fischen oder, wie zuletzt, in Dänemark.

Irgendwann probierte ich mein Glück dann auch bei einigen Zeitschriften in Form von Leserbriefen und Fotowettbewerben – und siehe da, es wurden einige von mir gemachte Bilder veröffentlich. Sogar Fotowettbewerbe konnte ich gewinnen bzw. einige Preise abstauben. Das war alles in der Zeit zwischen 2007 und 2013. Danach wurde es etwas ruhiger was meine Internetaktivitäten betrifft. Das lag zum Einen daran, dass Artur ein Studium anfing und keine Berichte mehr von mir veröffentlichen konnte und zum Anderen, dass ich in dieser Periode mehr Zeit am Wasser als am Rechner verbracht habe. Fotos habe ich in dieser Phase mehr als genug gemacht, bloß zum Veröffentlichen fehlte mir irgendwie der Elan zumal es zu dieser Zeit losging, dass jeder seine Handyfangbilder hochlud und die Angelei sich immer weiter von dem entfernte, was sie eigentlich mal war und für viele Leute auch noch immer ist. Heutzutage ist dieses Hobby für viele einfach nur noch eine Funsportart was sich leider auch im Verhalten am Wasser und gegenüber dem Tier allzu deutlich zeigt. Möchte man hier Akzente setzen, läuft man Gefahr einen Shitstorm sondergleichen heraufzubeschwören. Da geht es schon bei Diskussionen über das Thema Catch and Release los. Ohne hier eine Position beziehen zu wollen lässt es sich in meinen Augen einfach mal auf folgende Tatsachen herunter brechen:

Wer ans Wasser geht mit dem Vorsatz einem Tier einen Haken durchs Maul zu treiben, es anschließend für ein Foto an Land zu zerren (am besten noch mit trockenen Händen und ohne Abhakmatte) der sollte seine ethische Einstellung vielleicht noch einmal überdenken (abgesehen von der gesetzlichen Grundlage).

Ebenso derjenige der alles und jeden Fisch abknüppelt und mitnimmt für Verwandte und Spezln ohne selber Fisch zu essen. Beide Extrema haben am Wasser nichts zu suchen und sind in ihrem Verhalten die Argumentationsgrundlage für die sich in letzter Zeit häufenden juristischen Übergriffe seitens diverser Pseudotierschutzorganisationen.

Wer sich wirklich für die Fischerei interessiert und sein Hobby ernsthaft leben möchte, der engagiert sich über die vom Verein vorgeschriebenen Arbeitseinsätze hinaus in der Erhaltung der Umwelt.

Gerüchten zu Folge ist auch noch nie jemanden ein Finger abgefallen wenn er den Müll anderer vom Wasser mitnimmt….Die Landesfischereianstalten in jedem Bundesland bieten für interessierte Angler immer wieder Fortbildungsmaßnahmen an. Ich für meinen Teil besitze neben dem normalen Angelschein auch den Elektrofischereischein sowie die Grundlage um als Fischotterberater tätig zu werden. Von diversen anderen Qualifikationen im Bereich Natur und Umwelt reden wir jetzt mal nicht. Ich habe dieses Wissen/Qualifikationen erworben weil sie mich schlichtweg interessieren, nicht weil ich damit vor anderen angeben möchte oder mich hier als ultra-kompetent selbstbeweihräuchern will.

Unser Hobby hat, trotz oder auch dank der sozialen Medien künftig die Chance gesellschaftsfähiger zu werden (bleiben?). Dies geht einerseits durch aussagekräftige Öffentlichkeitsarbeit als auch durch sachlich kompetente Auseinandersetzungen mit unseren Kritikern. Nette Texte und schöne Bildern tun aber auch hier ihr Übriges.

Mein lieber … Biber?

Der Biber – seit jeher gehört er zur Fauna in Deutschland. Kaum eine andere ehemals vom Aussterben bedrohte Tierart hat in den letzten Jahrzehnten ein derart starkes Comeback erlebt wie der Biber. Sehr zum Leidwesen der Teich- und Landwirte. Gemäß seiner Natur macht die große Ratte das, was sie am besten kann – Bäume fällen und Wasserwege aufstauen. Selbst in Großstädten ist der Biber ein immer häufiger gesehener Gast. Einige Gemeinden und Städte zäunen sogar ihre Weiden und andere am Wasser stehende Bäume mit Maschendrahtgeflecht ein um einen Verbiss bzw. eine Fällung durch den Biber zu verhindern. Klar, eine Jahrhunderte alte Weide die in der Nähe eines Fußgängerweges ist, stellt durchaus eine potentielle Gefahr dar, wenn sich der Biber daran gütlich tut.

Ich für meinen Teil freue mich immer wenn ich einen der pelzigen Gesellen sehe, zeigt es doch auf eindrucksvolle Art und Weise, dass der Naturschutz in Deutschland auch ab und an Mal Früchte trägt. Allerdings hält sich die Begeisterung hin und wieder in Grenzen wenn auf einer Strecke von mehreren 100 Metern entlang meines Hausgewässers alle Bäume Frassschäden vom Biber aufweisen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Andererseits stellt jeder ins Wasser gefallene Baum einen guten Unterstand für Fische sowie deren Brut da. Ein nicht zu verachtender Aspekt.

Vor einigen Jahren war ich beim Fischen in der Oberpfalz zu Gast. Gefischt wurde am Höllensteinsee, ein idyllisch gelegener See, eingebettet in den Wald sowie diversen Felsmassiven. Landschaftlich absolut zu empfehlen. Der Fischbestand ist leider etwas mau aber egal. Jeden Abend konnten wir mindestens drei bis sechs unterschiedliche Biber über den See ziehen sehen.

 

 

 

 

 

Solange die Tiere die Reviergrenzen Ihres Nachbarn respektieren, bleibt es friedlich.

Wehe aber ein Jungtier wechselt ins Revier eines alten Bibers. Dann fliegen die Fetzen, teilweise so stark, dass eines der beiden Tiere an den Folgen eingeht. Die innerartliche Aggression ist immens. In Ermangelung an eigenen Revieren sind die Jungtiere oft gezwungen sich ihr eigenes Revier weit weg vom parentalen Gebiet zu suchen. Gerade die Jungtiere sind es auch, die dann Abstriche machen müssen.

Es kann halt nicht jeder in einem aufgestauten Auwald leben.

Umso überraschter war ich heute als mir plötzlich beim Fliegenfischen ein dicker brauner Torpedo mit satter Bugwelle entgegen getaucht kam. Im ersten Augenblick dachte ich an einen Huchen.  Interessanteweise konnte ich das Tier wenig später auch an Land in der Nähe des FKK Bereichs sehen…. Und das obwohl der Bereich zu diesem Zeitpunkt einigermaßen stark frequentiert war. Schüchtern scheint der Gesellen indes nicht zu sein, so viele verrunzelte und abgehangene Geschlechtsorgane wie an meinem Hausgewässer sieht man sonst nur in einschlägigen Erwachsenenfilmen. Zum Video gehts hier lang ———-> Biber auf Schmusekurs

 

 

Zuwachs

Endlich ist es soweit. Ein ordentliches Boot hat seinen Weg zu uns gefunden. Die letzten Jahre durften wir freundlicherweise mit dem Boot eines Vereinskollegen dem Schuppenwild nachstellen. Allerdings war dieses Boot zum Rudern wenig geeignet. Folglich war die erste Euphorie über den schwimmenden Untersatz nach einigen Wochen dahin. Eine Alternative musste her. … nach langem suchen konnten wir ein gebrauchtes Ringmaier Luggi in einem passablen Zustand auftreiben. So, und jetzt sind die dicken Hechte dran…

klein___4182033_1

Der Großstadt braunes Erbe

DSC01849Tja, wie soll ich sagen? Der Titel impliziert ja irgendwie eine Assoziierung mit der Zeit zwischen 1933-1945. Leider muss ich euch da etwas enttäuschen, es geht nicht um die NS Zeit. Auch hat es nichts mit politischer Einstellung oder irgendwelchen Dogmen zu tun.

Vielmehr möchte ich auf gewisse, nennen wir es mal hygienische Notstände, aufmerksam machen. Jeder kennt das Problem, viele ignorieren es einfach, einige gehen ab wie Schmitt´s Katze wenn das Thema zur Sprache kommt. Aber halt, eins nach dem anderen.

Es ist Anfang Dezember. Der Winter lässt auch wie die Jahre davor noch auf sich warten. Von Schnee keine Spur. Lediglich die Temperaturen liegen etwas über den Gefrierpunkt. Die Ufer der Gewässer liegen noch voller Herbstlaub – und damit beginnt unser Dilemma. Mein Angelbuddy Nils und ich wollen noch etwas den Regenbogenforellen in unserem Hausgewässer nachstellen. Das rutschige Laub macht das Ganze jedoch nicht wirklich einfacher. Mehr als einmal müssen wir uns an der Vegetation festhalten um nicht unversehens im Wasser zu landen. Aber gut, soweit ist die Welt noch in Ordnung. Um unsere Fangchancen zu verbessern trennen wir uns, ich gehe ca. 200m voraus während er die Steinpackungen an einer Aussenkante abfischt. Wenig später höre ich einen archaischen Schrei, denke mir aber nichts dabei. Wer in einer Millionenstadt wie München aufwächst weiß aus eigener Erfahrung, dass eine gesunde Gesellschaft viele Narren vertragen kann. Außerdem sind Städte auch immer Sammelstellen für geistige Tiefflieger die ihre extrovertierten Verhaltensweisen und ihren geistigen Dünnschiss unbedingt ihren Mitmenschen aufs Auge drücken müssen. Das beginnt schon in den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Früh wenn besagte Randexistenzen mit ihren sexuellen Aufrissen der letzten Tage prahlen. Besonders bildlich ist mir die Geschichte eines jungen Kerls in Erinnerung geblieben der ein zweibeiniges Schminkköfferchen so ordentlich durch genudelt hat, dass nach seinen Angaben ne Puderwolke durchs Schlafzimmer zog. Aber an dieser Stelle muss man auch wieder eine Lanze für die Männer brechen…die Frauen untereinander sind um keinen Zoll besser. Da wird über die Länge des Gemächts ihrer Bespaßer getratscht, wer die Filzläuse oder Chlamydien von wem hat usw. Aber gut, wir Menschen sind ja eine tolerante Spezies. Zurück zum Thema. Nachdem ich eine knappe Stunde nach dem Schrei nichts mehr von Nils gehört habe, mache ich mir doch etwas Gedanken. War er es, der geschrien hat? Ist ihm was passiert? Wo steckt er bloß? Na gut denke ich mir, bis zur Brücke fische ich noch, danach ruf ich mal durch wo der Bursche steckt. Als die Brücke schon in Sichtweite ist, entdecke ich eine kleine Schneise in der Vegetation und denke noch so für mich: „Mensch, perfekt, da kommt ich ohne Kletterei ans Wasser und kann sogar problemlos auswerfen.“ Folglich gehe ich auf dem glitschigen Laub runter bis ans Wasser. Mehrmals kann ich eine elegante Arschrutsche vermeiden indem ich mich in letzter Sekunde an den Ästen um mich herum festhalte. In diesen Momenten verfluche ich die Wahl meines Schuhwerks. Im Gegensatz zu Nils trage ich heute meine Gummistiefel. Aber naja, was solls, ist na nichts passiert. Unten am Wasser angekommen mache ich ein, zwei Würfe bevor ich den signifikanten Odeur von E. Coli und Konsorten in der Nase habe. Verdammt denke ich mir, hier hat einer aber ordentlich abgelurcht. Ein Blick nach unten bestätigt meine schlimmsten Befürchtungen… die Spitze meines rechten Gummistiefels ist mit einem hellbraunen Schokoüberzug verziert. Augenblicklich überkommt mich ein Wechselbad der Gefühle. Zum einen kann man ja nicht wirklich den Hunden die Schuld geben, schließlich sind ihre Besitzer in der Pflicht die Hinterlassenschaften ihrer Pfleglinge wieder einzusammeln… mit etwas befremdlicher Genugtuung kommen mir diverse Zeitungsartikel in den Sinn die sich alle mit den Thema Hundehass beschäftigen. Sei es jetzt der Psycho der vergiftete Köder auslegt oder der Sadist der Köder mit Rasierklingen spickt um sich der Hundeplage zu entledigen. In diesem Moment empfinde ich schon fast so etwas wie Sympathie für diese Personen. Aber halt, erstmal tief durchatmen und…igitt, tief durchatmen ist in der beschriebenen Lage absolut der falsche Ansatz…leider war das Hirn hier etwas zu langsam und ich rieche der sauren Geruch der Fäkalien des Karnivoren Übeltäters. Nun gut denke ich, wenigstens habe ich Gummistiefel an. Einmal ein paar Meter ins Wasser waten und der Schokodip ist weg. Gedacht, getan. Mittlerweile achte ich noch mehr darauf wo ich hintrete aber in dem mich umgebenden Laubteppich kann man nen Schokohaufen nicht vom übrigen Laub unterscheiden. Ärgerlich aber hey, wenigstens hab ich Gummistiefel an, es könnte schlimmer sein. Ich stelle mir vor, es wären meine neuen Lederbergstiefel von HanWag deren Spitze voll mit Hundekot wäre…wieder packt mit der pure Hass auf Hund bzw. auf die faule Sau die sich Herrchen schimpft. Vor 3 Wochen ist Kollege Nils bereits in ein besonders üppiges Exemplar getreten und hatte sich seine Salomon Zapatillas Sportschuhe versaut. Problematisch wird’s halt immer dann, wenn der Dreck nicht nur an der Sohle klebt sondern Aufgrund von Menge und Konsistenz über den Rand der Sohle nach oben gedrückt wird und sich auf dem Obermaterial der Schuhe anheftet. Aber hey lieber Leser, guten Appetit.

Mittlerweile sind meine Gummistiefel wieder sauber und Kollege Nils ist immer noch verschollen. Also schnell das ach so wichtige Smartphone gezückt und durchgeklingelt. Eine dünne, zitternde und irgendwie emotional an Ende klingende Stimme meldet sich. Ich frage erstmal nach mit wem ich denn gerade Spreche und ob sich Nils in der Nähe befindet. Mit nicht minderen Erstaunen muss ich feststellen, dass die dünne Fistelstimme zu meinem Angelkumpel gehört. Etwas verdutzt frage ich nach ob alles in Ordnung sei. Daraufhin erhalte ich erst mal Schweigen. Etwas verwirrt sage ich ihm wo ich mich gerade befinde und bitte ihn, möglichst rasch an die Brücke zu kommen damit wir gemeinsam den Schussbereich danach befischen können. Die ominöse Stimme sagt zu. Eine Viertel Stunde später sehe ich Nils durchs Gebüsch schleichen, sein Antlitz ist blass, er scheint emotional erregt zu sein denn seine Hände zittern. Vorsichtige nähere ich mich ihm, kaum bin ich in Reichweite fängt er an zu fluchen, zu schimpfen und den dritten Weltkrieg herauf zu beschwören. Was zum Henker ist los? Ich kenne ihn sonst nur als den netten, extrem toleranten und introvertierten Kerl mit dem eigentlich jeder gut klar kommt. Zuerst verstehe ich nur Brocken, dann fallen immer öfter die Worte „meine neuen Schuhe“, „links und rechts“, „verdammte Köter“, „Alles voller Scheiße“. Irgendwie schwant mir böses. Nachdem er sich halbwegs wieder beruhigt hat, findet er nun auch die Kraft von vorne zu erzählen. Nachdem ich vorausgegangen bin, begab auch er sich runter an die Steinpackungen zum Fischen. Dort angekommen bemerkt er ein stinkendes, braunes Etwas was sich links und rechts bis zur Hälfte der Schnurführung bei seinen neuen Salomon Sportschuhen (ja, ihr lest richtig. Nachdem die alten ja einer Fäkalmine zum Opfer gefallen sind, hatte er sein Sparschwein geschlachtet, welches als Student ja ohnehin meist eher spärlich gefüllt ist, und sich nagelneue Salomons Sportschuhe gekauft) hochgedrückt hatte. Anschließend versuchte er mittels eines kleinen Stöckchens die Kotreste irgendwie von den Seiten seiner Schuhe zu entfernen bevor der ganze Kot in das Obermaterial der Schuhe einzieht. Unglücklicherweise trat er auf dem Weg zum nächsten Strauch um sich dort besagtes Stöckchen zu holen, erneut in eine Fäkalmine. Das war der Moment in dem ich ein paar hundert Meter weiter vorne den archaischen Urschrei gehört hatte.

Nachdem ich mir selber ein Bilder der Lage machen kann, finde ich allerdings wenig tröstende Worte für ihn. Die Lage sieht verheerend aus. Beide Schuhe sind regelrecht mit Kot verschmiert, das Obermaterial strotzt nur so von Scheiße. Das die Schuhe umgebende Aroma ist atemraubend. Nils ist auch nach dieser Erzählung noch kalkweiß im Gesicht, allerdings lässt das Zittern langsam nach. Die Schuhe kann er auf jeden Fall wegwerfen, knappe 130€ für die Katz und das nur weil ein paar Arschlöcher von Hundehaltern zu faul waren die Scheiße ihrer Schützlinge wieder mitzunehmen. Na besten Dank auch.

Grundsätzlich ist der Versuch Hundekot (gilt auch für Katzen, Marder-, Fuchskot usw.) zu entfernen auf für den Menschen nicht ganz ungefährlich. Hunde und Katzen sind auch potentielle Träger diverser Bakterien und Parasiten die sich auch auf den Menschen übertragen lassen. Zu erwähnen sind hier neben den harmlosen Parasiten wie Spulwürmern, Hakenwürmern und anderen Endoparasiten auch die absolut lebensgefährlichen Fuchs- und Hundebandwürmer. Allein in München leben (nach Medienangaben) schätzungsweise 4000 Füchse. Es wäre wohl sehr blauäugig anzunehmen, dass die alle gegen Fuchsbandwurm geimpft sind. Noch blauäugiger wäre es anzunehmen, dass alle Tierhalter immer die Impfintervalle einhalten und mit ihren Fäkalschleudern regelmäßig zum Entwurmen und Impfen zum Tierarzt gehen…ohne jetzt Panik machen zu wollen muss man doch ganz klar sagen, dass jeder zurückgelassene Hundehaufen eine potentielle Infektionsquelle darstellt. Vor allem auch für Kinder die ja in ihrer Naivität so ziemlich alles in die Hand nehmen oder in ihre Futterluke stecken. Auch Schwangere sollten sich von Fäkalien fernhalten, Stichwort Toxoplasmose. Die Einführung dieser roten Hundehaufen Kotbeutel oder wie auch immer man die Dinger nennt, ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings sollte man die Geldstrafen für Wildscheißer/Aufhebeverweigerer deutlich anheben um einen raschen Lerneffekt zu erzielen. Wir für unseren Teil haben uns vorgenommen solche „Is mir doch egal wo mein Hund hinscheißt“ Personen öffentlich anzusprechen bzw. das Ganze (sollte es eskalieren und die Person handgreiflich werden was natürlich keiner von uns hofft bzw. will) mit unseren GoPro Kameras zu dokumentieren. Glücklicherweise ist auch in der Hundehalterszene der Ton gegenüber den Tütenverweigerern relativ ruppig, so dass früher oder später ein Großteil der Hundehalter die Tüten auch dauerhaft benutzen wird.

Für die zwei Paar Turnschuhe von Nils kommt das leider zu spät. Auf den Kosten wird er sitzen bleiben, ebenso wie der eine oder andere Geschädigte.

DSC01849

Anglerisch auf Achse?

NewsWer kennt sie nicht, die Bilder von bekannten Anglern mit mächtigen Fischen auf dem Arm. Die Angelindustrie bedient sich ja gerne solcher „Helden“ um ihre Produkte zu verkaufen. Dem Käufer wird mehr oder weniger direkt suggeriert, dass sie, wenn sie das beworbene Gerät kaufen, auch solche Fische fangen werden/können. Ob die Fische dann auch wirklich mit dem auf dieser Seite im Katalog beworbenen Ködern oder Ruten gefangen wurden, kann man durchaus anzweifeln. Genauso ob die Fische auch in Deutschland gefangen wurden.

 

Fakt ist: Deutsche Gewässer unterliegen einem starken Angeldruck, besonders in der Nähe von Großstädten.

 

Auf dem Land geht es da etwas moderater zu, keine Frage. Da aber ein Großteil der Angler kein Catch&Release betreibt, sind unsere Fischbestände in den letzten Jahrzehnten deutlich geschrumpft. Da hilft auch der Fischbesatz nicht wirklich, denn große Fische werden nur in seltenen Fällen besetzt. Interessant ist demzufolge auch die Überlegung ein Entnahmefenster für Fische einzuführen um ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen großen und kleinen Fischen mittelfristig herbei zu führen.

Aus diesen genannten Gründen (und aus noch einigen mehr) gehen viele Angler nicht nur in Deutschland sondern gerne auch im benachbarten Ausland auf die Jagd nach Flossenträgern. Wir vom Angeln-24.de/Angler-blog.de/angler-service.de/anglerportal.net Team waren in den letzten Jahren unablässig in Deutschland unterwegs und haben uns mehr oder weniger erfolgreich Gewässer in einigen Bundesländern genauer angesehen. Auffällig ist vor allem der Gradient zwischen Ost und West/Süd/Nord. Die Fischbestände im Osten der Republik fanden wir im Vergleich zu vielen anderen Gewässern die wir befischen durften, eher dürftig. Vielleicht sind die Fische im Osten auch einfach nur etwas heikler und entsprechend schwerer zu fangen, wer weiß.

klein_DSC00712_1

 

Kurzum, dieses Jahr ging unsere Teamreise nach Dänemark an einem der größten Binnenseen des Landes. Um es kurz zu machen, es ist wahr, die Fischbestände dort bzw. an diesem Gewässer sind deutlich besser als an den meisten deutschen Gewässern. Das liegt zum einen am geringeren Angeldruck, an vernünftiger Fischentnahmepraxis und am augenscheinlichen fehlen professioneller Berufsfischer. Außerdem stehen die Dänen der Natur oftmals respektvoller gegenüber als der deutsche Angler.

 

Als Semi-Globetrotter gehe ich sogar soweit zu behaupten, dass ein Großteil der garstigen und unfreundlichen, notorisch schlecht gelaunten und absolut nicht hilfsbereiten Menschen in meiner Heimat Deutschland residiert….

 

Nichts desto trotz ist Deutschland ein wunderbares Land voller findiger Menschen und Tüftler, allerdings entgleitet uns die Menschlichkeit, der Respekt gegenüber anderen und die Liebe zur Natur zusehends. Anders ausgedrückt: Deutschland hat eine Ellenbogengesellschaft die ihre Anerkennung untereinander mit Missgunst und Neid zum Ausdruck bringt. Jeder will/muss besser sein als sein Nachbar… dieser soziale Schwanzvergleich, gepaart mit dem ruppigen Umgangston untereinander ist in heutiger Zeit leider eher die Regel als die Ausnahme. Woher kommen denn die ganzen psychosomatischen „Zvilisationskrankheiten“ der Neuzeit? Sicherlich nicht vom herzlichen und freundlichen Miteinander… Frägt man im Ausland nach „Burnout“ bekommt man im schlimmsten Fall ein unverständliches Kopfschütteln, im besten Fall einen hochprozentigen Cocktail.

klein_DSC00630_1

 

Nur wer im Leben was erreicht hat (in Form von monetären Statussymbolen) wird akzeptiert bzw. geachtet/beneidet, frei nach dem Credo: „Haste was, biste was“.

 

Irgendwo sehr befremdlich bedenkt man doch, dass der Mensch ein Herdentier ist. Selbst die Zugpferde der unterschiedlichsten Weltreligionen hatten ihre Anhänger z.B. auch Jesus mit seiner Crew von Aposteln die ihn umsorgten und begleiteten.

Es kann der reichste Pimpf nicht in Wohlstand leben wenn er nicht seine Mitmenschen um sich hat, die ihm das durch ihre Dienstleistungen ermöglichen. Dies sollten besagte Personen immer im Hinterkopf behalten. Natürlich kann man die letzten Phrasen nicht zu 100% pauschalisieren aber wenn ihr darüber nachdenkt, werdet ihr feststellen, dass ich so unrecht nicht habe mit meinen Aussagen.

Nachdem ich nun wieder ordentlich auf soziale und gesellschaftskritische Themen abgeglitten bin, geht es jetzt wieder zurück zum Thema Angeln. Wir waren also eine Zeit lang in Dänemark unterwegs…und haben ganz passabel gefangen. Das Wetter war uns leider nicht ganz so freundlich gesonnen, mal Regen, mal Sonnenschein, mal 28°C und brütende Hitze, mal 12°C und steife Nippel. Eine Temperatur von 20°C und eine isobare Situation wären für unser Vorhaben optimal gewesen, leider sollte es nicht so sein. Aber mit etwas Anstrengung und viel Optimismus konnten wir einen doch ganz interessanten Eindruck vom Potential dieses Sees erhaschen. Ein kleiner Bericht wird demnächst auch auf Angeln-24.de erscheinen.

klein_DSC00649_1klein_DSC00538_1klein_DSC00673_1

 

klein_P1020437_1 klein_P1020321_1 klein_P1020361_1 klein_DSC00644_1 klein_P1020429_1

klein_P1020355_1

 

Wettbewerb Unterwasserfotographie

NewsLebendige Unterwasserfotographie -  Unter diesem Credo wird in der aktuellen Verbandszeitschrift des LFV Bayern für einen (wie ich finde sehr interessanten) Fotowettbewerb geworben. Gerade zu Zeiten von Smartphones, Action Cams und allerlei anderen aufnahmefähigen Digitalgeräten ist dies eine angenehme Abwechslung auf dem Sektor der Naturfotographie. Ein kleines Manko hat das Ganze aber: Es können nur Vereine und Jugendgruppen mitmachen und die Anzahl der einzureichenden Bilder (und Videos) ist auf 5 Stück pro Verein beschränkt. Weitere Infos entnehmt ihr bitte der aktuellen Verbandszeitschrift oder der Homepage des LFV Bayern.

Neue Anglersendung auf DMAX

NewsAngeln wird immer gesellschaftstauglicher…zumindest wenn man den Medien glaubt. So wundert es auch nicht weiter, dass DMAX nach der Serie Fish´N´Fun mit einem neuen Format an den Start geht. Das „Angel-Duell“. Inhaltlich dürfte es aber keinen großen Unterschied zum alten Format geben. Wie der Trailer verrät gibt es wieder zwei Gruppen, die eine wird von Auwa betreut, die andere von Babs. Wenig Neues also. Ein netter Zeitvertreib dürfte es trotzdem sein und das nicht nur wegen Wirbelwind Babs. Viel Spaß, weitere Infos findet ihr hier. http://www.dmax.de/programme/angel-duell-zwei-profis-am-haken/

Hausmesse beim Anglerservice Oberbayern

NewsWie in den letzten Jahren auch, findet 1014 wieder die allseits beliebte Hausmesse beim Anglerservice Oberbayern statt. Die Schleppprofis, die sich in den letzten Jahren besonders durch Kapitale Fänge und innovative neue Schleppsysteme hervorgetan haben, laden also wieder ein.

Beginn ist um 9:00, Ende gegen 17:00. Viele Bekannte Gesichter aus der Szene werden auch dieses Jahr wieder mit dabei sein. Zusätzlich gibt es auf einige Artikel 20% Vergünstigung. Also nichts wie hin.

Für nähere Informationen klickt einfach hier: PDF

Catch & Release ?

Catch & RDCIM100GOPROelease? – Kaum ein Thema spaltet die Anglergemeinschaft (Gemeinschaft?? Schön wärs…) seit Jahren so stark wie dieser mittlerweile eingedeutschte Anglizismus. Für die Einen ist es eine Lebenseinstellung bzw. der Vorwand (und in der Tat auch die Absicht) die bereits gefährdeten Fischbestände zu schonen, für die Anderen ist es schlichtweg vorsätzliche Tierquälerei. Betrachtet man das Thema nüchtern, so haben beide Seiten durchaus recht mit ihrer Argumentation. DCIM100GOPROWirft man einen Blick hinaus über die Grenzen der Bundesrepublik und schaut sich die Regelung bei einigen unserer Nachbarländer an, stellt man fest das es durchaus auch anders funktioniert. Dort wird zurück setzen gerne gesehen. Sei das nun in Irland, Skandinavien oder in Holland. Hier läuft man Gefahr eine Anzeige wegen Tierquälerei zu bekommen…eins scheint klar zu sein, es muss ein Mittelweg her.DCIM100GOPROPersönlich finde ich das vorsätzliche/grundsätzliche Zurücksetzen von allen gefangenen Fischen nicht richtig. Klar, es gibt Studien die belegen, dass Fischen ein bestimmter für Schmerz zuständiger Teil im Gehirn fehlt und diese lediglich Stress empfinden können. Aber jeder Arbeitnehmer wird wohl wissen, dass Stress nicht unbedingt etwas Positives ist (wir lassen den Eustress jetzt mal bewusst außen vor…). Allerdings spricht doch wirklich nichts dagegen wenn man einen ungewollten Beifang zurück setzt, sei es jetzt die Brachse die beim Karpfenangeln gebissen hat oder den 220cm langen Ebro Wels (mal ganz ehrlich, wer will denn den essen?? Lebensmüde oder wat?). Etwas grenzwertiger ist das gezielte Fischen auf besonders große Exemplare und das anschließende Zurücksetzen. Ich will jetzt nicht mit dem Finger auf die Carp Fraktion zeigen (zumal ich auch jahrelang auf Karpfen gefischt habe…) aber aus Sicht des Tierschutzes ist das nicht wirklich schön. DCIM100GOPROZu deren Verteidigung muss man aber klar sagen, dass es wohl keine Anglergruppe gibt, die sich so um das Wohl seiner Schützlinge kümmert wie die Carper. Sie werden auf Abhakmatten gewuchtet, Einstichwunden werden oft mit einem Antiseptikum behandelt und und und. Allerdings gibt es auch hier einige weniger schöne Aspekte. Oftmals werden die Fische „eingesackt“, sprich in einem sogenannten Karpfensack über mehrere Stunden hinweg gehältert um später Fotos von ihnen machen zu können. Das bedeutet für das Tier unnötigen Stress und birgt trotz des weichen Gewebes des Sacks ein Verletzungsrisiko. Außerdem, mal Hand aufs Herz, wer will denn von euch gerne für mehrere Stunden in ein enges Rohr gesteckt werden in dem man weder vor noch zurück kommt? Ich nicht… Würde man den Karpfen sofort wieder zurück setzen sähe die Sache wieder etwas anders aus.DCIM100GOPROLeider sind beide Lager ziemlich engstirnig und jede Seite beruht auf der Richtigkeit seiner Thesen. Schade, denn so kommt man auf keinen grünen Zweig.

Aus ökologischer/ökonomischer Sicht ist das zurücksetzen von großen Fischen durchaus vertretbar. Bei den meisten Fischen richtet sich die Reproduzierrate nach dem Gewicht, soll heißen: Je dicker der Fisch desto mehr Eier produziert er. Betrachtet man die Tatsache, dass nahezu alle heimischen (vor allem die kleineren Gewässer) ohne den unterstützenden Besatz der bewirtschaftenden Angelvereine nahezu fischleer wären, scheint es sinnvoll große Fische zurück zu setzen sofern diese „lebensfähig“ (Definitionssache…) sind. Andererseits macht es wenig Sinn einen 1,20m langen Hecht zurück in den Forellenfluss zu setzen…DCIM100GOPRONatürlich gibt es noch viele weitere Facetten und Argumente die sowohl für das Pro als auch für das Contra von Catch&Release sprechen aber alle hier aufzuschreiben würde den Umfang dieses Posts sprengen.

Einen interessanten Ansatz findet ihr auch hier. http://www.fischundfang.de/Service/Aktuelle-Meldungen/Entnahmefenster-statt-MindestmassDCIM100GOPRO