So possierlich er auch aussehen mag, er ist ein Raubtier – ein fischfressendes Raubtier das seinem Instinkt folgt. Was die Teichwirte hierzulande bereits seit einigen Jahren schmerzlich erfahren dürfen, ist einem Hotel in England dieser Tage auch schmerzhaft bewusst geworden. Ein Otter drang in den hoteleigenen Teich ein und tötete seelenruhig einige der wertvollen Koi Karpfen. Die angebrachten Sicherheitsmaßnahmen (Elektrozaun) schienen den Räuber in keinster Weise zu stören. Wieso auch, bei dem dichten Fell kommt kaum Strom durch. Diese Tatsache hat sich anscheinend nur noch nicht bis nach Deutschland herum gesprochen oder wieso wird Teichwirten nach wie vor empfohlen ihr Eigentum mit nutzlosen Elektrozäunen zu schützen? Den Bericht inkl. Video findet ihr hier.
https://www.angler-blog.de/bilder/DSC06676_1.jpg1080810Petehttps://www.angler-blog.de/bilder/logo.pngPete2023-08-26 16:54:452023-08-26 16:55:41Fischotter richtet 6-stelligen Schaden an
Der Eine oder Andere hat die Diskussion um den Kormoran und seinen Einfluss auf die Fisch / Fischerei in den letzten Jahren mehr oder weniger aktiv verfolgt. Mittlerweile ist es Mancherorts schon soweit gekommen, dass die Fische ihr Verhalten derart ändern, dass sie die Nähe des Menschen suchen um vermeindlichen Schutz vor dem Kormoran zu haben. Das funktioniert zwar anfangs, allerdings wird früher oder später auch der Kormoran seine Scheu vor dem Menschen verlieren (sofern er nicht bejagdt wird) und damit steigt dann auch wieder der Predationsdruck auf unser Flossenwild. Einen interessanten Artikel dazu findet ihr hier.
https://www.angler-blog.de/bilder/logo.png00Petehttps://www.angler-blog.de/bilder/logo.pngPete2023-08-26 16:48:262023-08-26 16:48:26Verhaltensänderung bei Fischen wegen Fraßdruck durch Kormoran
Ein Aufatmen geht durch die Reihen der bayerischen Fischzüchter. Es macht den Anschein, als ob die jahrelange Leidenszeit für die Inhaber und Angestellten von fischereilichen Betrieben endlich ein Ende hat. Die bayerische Staatsregierung hat beschlossen, dass künftig unter bestimmten Voraussetzungen und Auflagen die Entnahme des Wassermarders möglich sein wird. Wie lange dies möglich sein wird und ob dieser Vorstoß nicht wieder von den anderen Naturschutzverbänden torpediert wird, bleibt abzuwarten. Zumindest scheint in der Politik Einsehen bezüglich eines Managementplans bei der Fischotterpopulation angekommen zu sein. Mal sehen, wie lange dieses Einsehen Bestand hat und ob man sich auch dauerhaft zu einer Lösung bei anderen „Problemtierarten“ wie dem Wolf durchringen kann. Wünschenswert wäre es, geht es doch nicht darum besagte Arten wieder auszurotten, sondern auf ein erträgliches Niveau zu bringen, so dass eine gemeinsame Koexistenz möglich ist. Näheres hierzu findet ihr auch hier.
https://www.angler-blog.de/bilder/DSC06674_1.jpg1080810Petehttps://www.angler-blog.de/bilder/logo.pngPete2023-08-13 14:15:472023-08-13 14:16:26Fischotterentnahme in Bayern seit dem 1.8.23 theoretisch möglich.
Endlich ist es wieder soweit, die Tage werden länger und die Sonne gewinnt immer mehr an Kraft. Dies hat zur Folge, dass sich auch die flachen Bereiche der Gewässer langsam aber stetig erwärmen. Das wiederum zieht die weißfische magisch an, sie finden dort Nahrung, Deckung und beginnen alsbald mit dem Laichgeschäft. Dies wiederum hat zur Folge, dass sich auch die Hechte in unmittelbarer Nähe in den Flachwasserzonen einfinden. Einerseits weil sie selbst ablaichen wollen, andererseits weil dort aktuell ihre Nahrung ist. Es ist wirklich erstaunlich in wie flachen Wasser Hechte jenseits der Metermarke jetzt zu sehen sind. Erfahrungsgemäß sind die Hechte bis Ende des Laichgeschäfts bzw. bis Anfang – Mitte Juni im flacheren Uferbereich zu finden. Danach ziehen sie sich wieder in tiefere Gefilde zurück. Dies geht allerdings nicht schlagartig sondern erfolgt etappenweise. Ab Mitte Juni sind die Hechte oftmals noch an den Kanten zu finden bevor sie sich endgültig bis zum Herbst hinein ins tiefere Wasser zurückziehen.
Schöner Hecht im Flachwasser
https://www.angler-blog.de/bilder/klein__C310416.jpg10801440Petehttps://www.angler-blog.de/bilder/logo.pngPete2023-04-08 20:50:132023-04-08 20:50:13Hechte unter Wasser
In den letzten Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten ist der Bestand der Störartigen stark zurück gegangen. Die Ursachen hierfür sind mannigfaltig. Gewässerverbauung, Überfischung, Umweltverschmutzung usw. sind unter anderem daran Schuld. Umso erfreulicher ist es, dass es in Bayern mittlerweile Ansiedlungs- bzw. Auswilderungsprojekte für Sterlets gibt.
Geflochtene Schnüre sind ja seit ca. zwei Jahrzehnten kaum mehr aus der Spinnfischerei wegzudenken. War es am Anfang noch die legendäre amerikanische Fireline sowie die PowerPro, kamen in den letzten Jahren immer mehr geflochtene Schnüre mit gar wahnwitzigen Werbeversprechungen auf den Markt. Wer sich für die Qualität und Verarbeitungskriterien von geflochtenen Schnüren interessiert findet bei der Firma ProfiBlinker ein interessantes Erklärvideo. Einfach mal die „alten“ Fisch- und Werbevideos von Profiblinker ansehen und genießen.
In den letzten Jahren war ja eines der Marketing Argumente von geflochtenen Schnüren die Anzahl der Weaver, also der verflochtenen einzelnen Stränge. Je mehr Stränge, desto runder und smoother die Schnur. Einziger Nachteil: Die Schnur wurde ziemlich dick. Vier Stränge gelten mittlerweile als low budget Standard, acht Stränge sind normal, 9 Stränge ein Werbegag einer amerikanischen Firma, zwölf Stränge stellen den Premiumsektor dar. So weit so gut. Ein gravierender Nachteil der Schnüre mit mehr als vier Strängen ist, dass sie gerne dazu neigen durch die Knoten zu rutschen. Wer bisher mit den Knoten seiner vierfach geflochtenen Schnur zurecht kam, hat gute Chancen eine negative Überraschung zu erleben wenn er plötzlich mit einem achtfach Geflecht seine teuren Swimbaits gen Horizont feuert. So erging es auch mir, plötzlich flog dann der sündhaft teure Swimbait in Richtung Flussmitte und ward seither nichtmehr gesehen. Shit happens. Also Klartext: Wer sich Schnüre mit mehr als vier Strängen zulegt, sollte immer erst ein paar Trockenzugtests am Ufer oder am besten daheim durchführen. Das spart Geld und Nerven. Ich für meinen Teil sichere nach Möglichkeit meine Knoten immer noch mit Sekundenkleber bzw. verwende mittlerweile für meine Leader nur noch etwas aufwändigere Knoten wie den FG Knot. Aber Vorsicht, der Sekundenkleber kann die Schnur brüchig machen.
Soviel zur Theorie. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, habe ich mir immer mal wieder Schnüre aus China bestellt um zu testen, wie diese verarbeitet sind und ob es sich nicht um OEM Produkte (ein Hersteller welcher als Eigenmarke von vielen anderen großen Marken vertrieben wird) handelt. Fazit bisher: Unter 5€ inkl. Porto findet man kaum etwas Brauchbares. Das war zumindest die Quintessenz aus den Testungen bis zum Jahre 2021. Mittlerweile haben wir 2023 und die achtfach bis zwölffach geflochtenen Schnüre haben Einzug in die Fischerei gehalten und natürlich auch auf einschlägigen Online-Handelsplattformen. Kurzum, für die nächsten zwei Jahre habe ich mittlerweile ausreichend Schnurmaterial im Keller stehen, man darf also gespannt sein ob sich hier das eine oder andere Schnäppchen verbirgt oder ob es nur der Standardramsch aus Fernost ist.
https://www.angler-blog.de/bilder/2250332_1.jpg10801440Petehttps://www.angler-blog.de/bilder/logo.pngPete2023-02-25 17:47:362023-02-25 17:47:36Geflochtene Schnüre aus China
Verglichen mit vor 20 oder 30 Jahren sind unsere Winter deutlich milder geworden. Wenn ich an meine Kindheit in den 80gern und 90gern denke und mit den heutigen Wintern vergleiche, kann ich aus eigener Erfahrung den Klimawandel bestätigen.
Winterpanorama, noch liegt kein Eis aber es kann nicht mehr lange dauern…
Damals gab es oftmals schon im November Schnee in den tieferen Lagen und dieser hielt sich teilweise bis Ende Februar oder sogar bis in den März hinein. In Erinnerung ist mir der eine oder andere Saisonstart auf Bachforelle am 1. März geblieben als man sich noch mit langer Unterhose und Schal in Richtung Bach kämpfen musste. Die Zeiten sind aber mittlerweile schon lange vorbei. Ab und an sucht uns der Winter noch heim und überrascht den einen oder anderen. Auch die Tierwelt unterliegt dem Klimawandel. Besonders auffällig ist dies bei den Zugvögeln. Früher zogen z.B. die Bachstelzen geschlossen gen Süden, ebenso die Rotmilane.
See im Winter
Heute ist zu beobachten, dass immer mehr der Vögel auf die beschwerliche Reise verzichten und einfach hier bleiben. Sicherlich, wenn man sich die anstrengende Reise spart, setzt man sich weniger Stress und Gefahren aus und ist in der Lage sehr zeitnah die besten Brutgebiete und Nester zu besetzen. Aber was passiert wenn es dann doch mal zu einem etwas strengeren Winter kommt? Im schlimmsten Fall rafft es dann einen Großteil der Population dahin. Aber die Vögel dann aber in den kommenden Jahren ihren Zug gen Süden wieder aufnehmen bleibt abzuwarten.
Dieses Jahr konnte ich trotz Frost und Schnee am Wasser relativ wenige Opfer der Kälte finden. Eines davon war ein Blässhuhn, also eine ohnehin recht reichlich vertretene Art.
Totes Blässhuhn
https://www.angler-blog.de/bilder/DSC06608_1.jpg10801440Petehttps://www.angler-blog.de/bilder/logo.pngPete2023-01-21 23:29:282023-01-21 23:29:28Der Winter ist da...oder doch nicht?
Nachdem sich das Jahr mit großen Schritten dem Ende neigt, habe ich mal die Speicherkarte der Kamera wieder ausgelesen und bin über das eine oder andere Fangbild gestolpert. Dieses Jahr waren aufgrund Zeitmangels keine wirklichen Ausnahmefische dabei, aber der eine oder andere Prachtkerl ist mir doch in den Kescher gesprungen. Die letzte Forelle des Jahres hatte sich entschieden auf eine Fliege zu beißen.
Regenbogenforelle auf Fliege
Eigentlich bin ich ja kein großer Fliegenfischer wenngleich ich nicht unbedingt der Schlechteste in dieser Disziplin bin. Mich nervt nur immer immens, dass ich ne Wathose mit ans Wasser schleppen muss und man bei Wind kaum werfen kann. Außerdem braucht man relativ viel Platz zum Werfen.
Regenbogenforelle auf Fliege
Im Winter ist die Sache dann doppelt unangenehm weil die Flossen ständig nass sind wenn man die Schnur durch die Finger gleiten lässt. Ich würde mich daher eher als Gelegenheits-Sommer Fliegenfischer bezeichnen. Dieses Jahr war es aber etwas anders. Wind wehte keiner und die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt. Hinzu kommt, dass die Forellen auf Wobbler und Gummifisch nicht wirklich gebissen haben…also blieb mir quasi nichts anderes übrig als auf die Altherrenfischerei umzusteigen – mit Erfolg wie man sieht.
Regenbogenforelle
https://www.angler-blog.de/bilder/PC129971_1.jpg10801440Petehttps://www.angler-blog.de/bilder/logo.pngPete2023-01-08 16:28:502023-01-08 16:28:50Letzte Regenbogenforelle für 2022
Als ich neulich mein Fotoarchiv auf der Suche nach passenden Unterwasseraufnahmen durchging, stolperte ich über das Foto eines toten und steif gefrorenen Steinmarders. An und für sich nichts ungewöhnliches, wenn sich seit jenen Tagen, an denen die Aufnahme entstand mein Wissen bezüglich des einheimischen Haarraubwilds nicht doch etwas erweitert hätte.
Ich erinnere mich noch recht genau an die Worte unseres Referenten für Haarwild während der Jägerausbildung. Der Baum- und der Steinmarder haben kaum bzw. keine überschneidenden Lebensräume da der Baummarder ein Kulturflüchter ist, während der Steinmarder eher ein Kulturfolger ist. Den Steinmarder findet man immer in der Nähe menschlicher Behausungen, Wälder liegen ihm nicht. Der Baummarder hingegen meidet den Menschen, sein Lebensraum sind Wälder, ne natürlicher und weiter vom Menschen entfernt, desto besser.
Toter Steinmarder
So weit so gut. Das Foto entstand damals während einer Beizjagd in einem von Kiefern dominierten Mischwald weit ab von menschlichen Siedlungen oder Gehöften. Geht man nach der Lehrmeinung (Heintges) hätte es diesen toten Marder an dieser Stelle eigentlich nicht geben dürfen. Was lernen wir daraus? Theorie ist schön, Praxis ist besser.
https://www.angler-blog.de/bilder/klein_IMG_8540.jpg10801620Petehttps://www.angler-blog.de/bilder/logo.pngPete2022-12-24 21:03:392022-12-24 21:03:39Erste Frostopfer - Ein toter Steinmarder und die eine oder andere Frage
Das Thema Artenschutz geht uns alle etwas an, besonders jene die von und mit der Natur leben. Gemeint sind hier vor allem Jäger und Angler. Einen interessanten Beitrag zu dem Thema habe ich kürzlich auf Servus TV gefunden. Hier wird auf die gängigen „Übeltäter“ wie Fischotter, Kormoran, Wolf & Co eingegangen. Die Sendung findet ihr hier.
https://www.angler-blog.de/bilder/6065092.jpg10801440Petehttps://www.angler-blog.de/bilder/logo.pngPete2022-11-04 12:13:462022-11-04 12:14:07Artenschutz auf Abwegen