D.A.M. Quo vadis?

Was ist eigentlich mit oder besser gesagt bei der Deutschen Angelgeräte Manufaktur, kurz D.A.M., DEM deutschen Angelgeräte Traditionsunternehmen aktuell los? Nach einigen finanziellen Problemen und der Übernahme durch einen ausländischen Investor scheint die Firma mittlerweile wieder halbwegs auf Kurs zu sein. Einen kurzen Abriss zur Firmengeschichte findet ihr übrigens hier.

Auch geht man bei der D.A.M. aktuell wohl mit der Zeit. So unterhält man einen YouTube Kanal auf dem die ProStuffer, pardon Teamangler, die Produkte der D.A.M bewerben. Besonders interessant scheint aktuell das Rollensortiment rund um das Modell Quick 7 zu sein. Auch einige gute Ruten konnte ich entdecken wenngleich diese zwar leicht aber nicht gut ausbalanciert sind. Der Trend geht mittlerweile ja bei allen Herstellern immer mehr dazu über sehr leichte und sehr dünne Ruten auf den Markt zu werfen. Hinzu kommen dann noch sehr leichte Rollen. Was man aber im unteren und mittleren Preissegment nicht beachtet hat, ist das Gewicht der Ringe und die allgemeine Kopflastigkeit der dünnen Blanks. Die Folge sind zwar Ruten mit einem geringen Gesamtgewicht aber leider auch teils extremer Kopflastigkeit. Nun, hiervon sind aber so ziemlich alle Rutenhersteller betroffen.

Die D.A.M. hat im Prinzip neben der Hauptrange vier große separate Produktlinien. Als da wären EFFZETT, Quick, MAD und MADCAT. Auf dem YouTube Kanal der D.A.M. werden übrigens alle Produktlinien zusammengefasst. Klickt euch doch einfach mal durch, vielleicht findet ihr ja was Ansprechendes für euch.

Neues Profi Blinker Video online

Wer kennt sie nicht, die DVD´s von Profi Blinker? Um die Jahrtausendwende liefen die Filme mit und um Roland L. und seinen Spießgesellen Mischa in fast jedem Angelgeschäft rauf und runter. Die Erfolgsgeschichte beginnt allerdings schon deutlich früher. Nachdem es jetzt einige Jahre etwas ruhiger um die Jungs von Profi Blinker geworden war, ballern sie aktuell ordentlich Filmmaterial raus. In den letzten 3 Jahren wurden einige neue Scheiben veröffentlich. Hier findet ihr den aktuellen „Horizontal, Vertikal, Scheißegal“ Film zum Download. Viel Spaß damit.

Existenzbedrohung durch den Fischotter

In einigen Teilen Bayerns lebt ein nicht unwesentlicher Teil der Menschen von der Teichwirtschaft. Soweit nicht ungewöhnlich, was aber in den letzten Jahren an Nachrichten aus der bayrischen Teichwirtschaft in den Medien verbreitet wurde ist besorgniserregend.

Viele Teichwirte mussten ihre teils schon seit Jahrhunderten von einer Familie bewirtschafteten Betriebe/Gewässer schließen/aufgeben. Wieso? Weil die Vogelschützer und vergleichbare „Ökofaschisten“ es so wollen. Nun, ganz so krass sollte man es vielleicht nicht formulieren, sind die Sachverhalte diesbezüglich doch recht vielschichtig. Ein nachdenklich stimmendes Video zu diesem Thema findet ihr nachfolgend.

Ein Blick hinter die Kulissen von VMC

Wie werden eigentlich Angelhaken hergestellt? Im nachfolgenden Film seht ihr (zumindest teilweise) wie das bei der Firma VMC in Frankreich so abläuft. Kleine Fussnote am Rande: Vielleicht bin ich etwas pessimistisch aber ich kann mir nicht vorstellen, dass VMC alle seine Produkte in dieser kleinen Kaschemme in Frankreich produziert….

Grausame Natur

In allen Epochen des Zeitalters spiegelt sich auch das vorherrschende Bild des Menschen der Natur gegenüber wieder. Jahrhunderte lang wurde die Natur als Feind des Menschen gesehen, dann aber gab es auch immer wieder Epochen in denen die Natur verklärt wurde. Romantische Gedichte wurden geschrieben, Mutter Natur wurde als etwas friedfertiges und liebenswertes „vermenschlicht“.

Sicherlich, die Natur ist eines der wertvollsten Güter die wir haben. Aber als friedfertig oder gar friedlich und harmlos würde ich die Natur nicht bezeichnen. Die Natur ist faszinierend, keine Frage. Sie nährt uns, schützt uns und ermöglicht unser Leben aber schaut man einmal etwas genauer hin und bricht die Eindrücke auf ein Resultat herunter, so sieht das eher wie folgt aus: Natur ist fressen und gefressen werden, ein ständiger Wettkampf ums Überleben. Das eigene Überleben sowie die Weitergabe der Gene an die nächste Generation stehen im Vordergrund. Wer darin etwas romantisches sieht hat die Zusammenhänge nicht verstanden. Selbst der Vegetarier muss den Salatkopf vom Wurzelgeflecht schneiden und die Pflanze somit TÖTEN damit er satt werden kann.

Rupfung

Ist man öfters in der Natur unterwegs findet man, offene Augen und etwas Wissen vorrausgesetzt, immer wieder solche „Tatorte“an denen sich solche natürlichen Dramen im Rahmen von fressen und gefressen werden abgespielt haben. Die nachfolgenden Bilder zeigen eine Rupfung, quasi den Platz wo ein Greifvogel einen anderen Vogel rupft bevor er ihn frisst. Der verklärte Romantiker würde hier vermutlich sagen, dass sich hier ein Vogel gemausert, sprich sein Federkleid gewechselt hat. Aha – is klar. Der Vogel rennt, bei der Menge an Federn die man auf den Bildern sieht, jetzt vermutlich nackert durchs Revier. Schon klar.

Rupfplatz eines Blässhuhns

Intelligente Krähen

Nanu, wo ist mein Gehänge hin?

Rabenvögel gehören zum klügsten Federwild unserer Breitengrade. Sie haben sogar die Fähigkeit entwickelt, Werkzeuge zu benutzen um an Nahrung zu gelangen. Als ich neulich beim Fischen war, viel mir eine junge Krähe auf, die mit einer kleinen Plastikflasche, vermutlich Augentropfen oder so etwas in der Art, herumspielte. Zwar konnte sie den Verschluss nicht öffnen, aber das hielt die Krähe nicht davon ab mit dem kleinen Fläschchen fast eine geschlagene Stunde lang herum zu werkeln. Ein ähnliches Verhalten kenne ich sonst nur wenn diese Vögel versuchen eine Nuss zu knacken und sie von weit oben herabwerfen bis die Schale springt oder sie einfach auf die Straße werfen und warten bis ein Auto drüber fährt. War auch jeden Fall eine spannende Erfahrung, dem Vogel beim Tüfteln zuzusehen.

„Dieses verdammte Ding muss man doch irgendwie öffnen können?“

Schluck-Specht

„Wirst du wohl aufgehen?“

„Ach Scheiße, ich nehm das Teil jetzt einfach mal mit heim“

Neues von Svartzonker

Claes Claesson und seine Köder der Marke Svartzonker kennt mittlerweile jeder halbwegs ambitionierte Raubfischangler. Da wundert es dann auch nicht weiter, dass der gute Claes auch eine entsprechende Reichweite in den sozialen Medien hat. Heute bin ich über einen längeren Beitrag gestolpert in welchem er und seine Freunde ins gelobte Hechtland, sprich über den großen Teich, fahren und dort den Esoxen nachstellen. Ziemlich bildgewaltig, keine Frage. Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es an dieser Stelle aber leider doch: Der Film ist nur teilweise auf Englisch verfügbar. Der Rest müsste Schwedisch sein. Trotzdem, viel Spaß beim Gucken.

Das Teichhuhn

Männliches Teichhuhn auf Nahrungssuche

Wer oft am Wasser unterwegs ist, wird früher oder später auch mit Wasservögeln „konfrontiert“ werden. Früher, beim Karpfenangeln, sah ich die diversen Enten, Rallen und Schwäne immer als lästiges Ärgernis, mittlerweile finde ich es spannend zu sehen wie viele verschiedene Vogelarten so in und um unsere heimischen Gewässer herum wuseln.

Heute konnte ich ein paar halbwegs brauchbare Aufnahmen von Teichhühnern machen. Die Tiere sind deutlich scheuer als Enten und lassen den Menschen normalerweile nicht an sich heran. Sitzt man aber still und bewegt sich nur sehr langsam und vorsichtig, kommen die Vögel oftmals von selbst zu einem hin.

Weibliches Teichhuhn (Mitte), schlicht und weniger auffällig gefärbt als das Männchen (Links)

Besonders auffällig sind sind der markante Ruf und die Farbe des Schnabels beim Männchen. Die Weibchen sind, wie bei den Amseln beispielsweise auch, vom Gefieder her deutlich blasser und unauffälliger. Das kommt ihnen z.B. während der Brutsaison entgegen wenn sie die meiste Zeit auf dem Gelege verbringen.

Weibliches Teichhuhn

Einheimsiche Krebse

Hand aufs Herz, wer von euch Angler kann, 10 Jahre nachdem er den Fischereischein gemacht hat, immer noch einheimische Krebse von Neozoen unterscheiden? Wer kann einen Männlichen von einem Weiblichen Krebs unterscheiden? Ausgenommen von dieser Fragestellung sind all jene die bereits auf Krebse gefischt haben oder aktiv auf Krebse fischen.

Von so einer Pfanne könnte man schon satt werden. Übrigens, die Tiere wurden nur zu Hälterungszwecken kurz in die (kalte) Pfanne gesetzt.

Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich es 20 Jahre nach erfolgreichem Ablegen meiner Fischereiprüfung nicht mehr schaffen würde die einheimischen Krebsarten von den Eingeschleppten mit Sicherheit unterscheiden zu können. Woher auch, schließlich gab es in den letzten 20 Jahren nur eine Hand voll Berührungspunkte zwischen den Krustentieren und mir. Nachdem Krebse ohnehin nicht besonders beliebt innerhalb meines Speiseplans sind, wurden diese Tierchen mehr oder weniger komplett ausgeklammert wenn es um das Thema Nahrungserwerb bzw. Nahrungsbeschaffung aus der Natur ging.

Achtung, schlechtes Wortspiel. Rauchen verursacht Krebs.

Nachdem die beiden einheimischen Krebsarten durch die Krebspest stark dezimiert wurden, stellte sich für mich auch nie die Frage den Krustentieren aktiv nachzustellen. Was selten ist, soll bewahrt und geschützt und nicht noch weiter dezimiert werden. Darum ist es für mich auch unverständlich wieso seltene Tierarten in dieser Hinsicht nicht einen kompletten und allumfassenden Schutzstatus genießen. Genausowenig kann ich nachvollziehen wieso man nach wie vor auf Huchen fischen darf. Der Rotfisch hat im letzten Jahrhundert einen massiven Bestandseinbruch erfahren, steht auf der roten Liste und darf immer noch befischt, gefangen und entnommen werden. Wie ist das zu rechtfertigen? In meinen Augen gar nicht. Zumal es genug Angler gibt, die einen jungen Huchen nicht von einer Regenbogenforelle unterscheiden können…. Anders sieht es hier z.B. bei einstmals geschützten Tieren aus deren Population mittlerweile Ausmaße erreicht haben, die einen Schutzstatus nicht mehr rechtfertigen. Gemeint ist hier der Kormoran. Zwar darf mittlerweile wieder Jagd auf den schwarzen Geier gemacht werden aber die Vorraussetzungen hierfür sind sehr hoch.

Nun aber wieder zurück zu den einheimischen Krebsen. Der bayrische Rundfunk veröffentlichte vor kurzem ein nettes kleines Filmchen zum Thema Steinkrebs welches ich euch nicht vorenthalten möchte.

Falscher Artenschutz und die Folgen

Des einen Freu(n)d, des anderen Leid. So könnte man die Geschichte des erfolgreichen und doch zugleich fatalen Artenschutzes bei zwei fischfressenden Spezies hierzulande bezeichnen. Die Rede ist vom Kormoran und vom Fischotter. Einst am Rande der Ausrottung haben sich bei beiden Tierarten die Bestände mehr als sehr gut erholt. Ein interessanter Beitrag zu dem Thema findet ihr nachfolgend.