Streitpunkt Besatzfische

Seien wir doch mal ehrlich, kaum ein Gewässer, kein Verein, kein kommerziell bewirtschaftetes Gewässer kommt ohne Fischbesatz aus. Was die Wenigsten aber wissen: Besatzfische bieten nicht nur Chancen sondern auch erhebliche Gefahren für das Ökosystem in das sie verbracht werden sollen. Als da wären: Einschleppung von Neozoen, Fischkrankheiten und Parasiten, Besatz mit genetisch falschem Material und und und. Wusstet ihr z.B. das der Besatz mit Hechten zur Bestandsstützung nur kurzfristige Verbesserung der Situation bringt? Über den Daumen gepeilt kann man sagen, dass beim Hecht lediglich der Erstbesatz Sinn macht, danach muss sich der Bestand selbst tragen. Ist dem nicht der Fall, muss an deren Schrauben gedreht werden z.B. Schonmaße, Schonzeiten, Schonbezirke usw.

Einen sehr guten Film zu dieser Problematik findet ihr nachfolgend.

Entnahmefenster – Sinnvoll oder Sinnfrei?

Mittlerweile haben sich die Wogen schon wieder etwas geglättet bei dem Thema Entnahmefenster. Die einen sehen darin eine weitere Gängelung durch den Gesetzgeber, die anderen vermuten eine Aufweichung bzw. Scheinlegalisierung des Themas Catch & Release.

Persönlich werde ich hier keine Stellung zu Catch & Release beziehen, dafür sind mir zu viele Pseudo-Tierrechtler, Bahnhofsklatscher und Ökonazis im Netz unterwegs deren Geld was juristische Streitereien betrifft, sehr locker sitzt (klar, wenn man das Geld nicht selbst durch harte Arbeit verdienen muss und von Spenden der Menschen aus dem Tal der Ahnungslosen lebt, hat man natürlich keinen Bezug zu Geld…). Eine Frage diesbezüglich möchte ich aber dann doch stellen: Was glaubt ihr wieso so viele Angler aus Deutschland mittlerweile nach Holland fahren um dort Angeln zu gehen? Richtig, weil die Fischbestände dort größtenteils deutlich besser sind als hier in Deutschland (abgesehen davon ist die Fischerei dort günstiger und mit weniger Aufwand, Stichwort Angelschein, verbunden). Und wieso sind die Fischbestände dort deutlich besser als in Deutschland? Richtig, weil dort die Fische größtenteils zurück gesetzt werden und weil die Entnahme der Fische streng reglementiert ist.

Aber zurück zum Thema. In Deutschland könnten fischtechnisch holländische Verhältnisse herrschen wenn, ja wenn, man sicherstellen könnte, dass der Laichfischbestand (das sind vornehmlich die größeren Fische einer Art) geschont bzw. erhalten bleibt. Ein Entnahmefenster hat genau dies als Ziel. Einen interessanten Beitrag zu dem Thema hat Prof. Dr. Robert Arlinghaus gehalten.

Darüber hinaus gibt es zu dem Thema einige interessante Publikationen, siehe hier und hier.

Frösche, Unken und was sonst so kreucht und fleucht

Gelbbauchunke

Gerade als Ansitzfischer kann man die Natur in Ruhe genießen und auch beobachten – sofern man offen dafür ist.

Zugegeben, ich bin fast immer mit der Spinnrute oder beim Schleppen mit dem Boot unterwegs. Die wenigen Male jedes Jahr bei denen ich im Klappstuhl vor meinen zwei Ruten sitze und die Natur auf mich wirken lasse sind normalerweise prozentual gesehen zu vernachlässigen. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht auch beim Spinnfischen die Eindrücke und die Natur allgemein auf mich wirken lasse.

 

Gelbbauchunke die gerade untertaucht

Auch abseits der Angelei kann man die Natur erleben und Kraft aus ihr schöpfen. Wer den Blog schon länger verfolgt, hat sicherlich schon mitbekommen, dass ich ein Faible für die einheimischen Amphibien hege. Egal ob Frosch, Lurch, Salamander, Kröte oder Unke. Ich finde diese Tiere einfach faszinierend. Von ihnen geht so etwas Friedliches und Zufriedenes aus. Außerdem lassen sich Frösche und Salamander im Gegensatz zu den einheimischen Reptilien noch vergleichsweise einfach ablichten.

Gelbbauchunke

Wer sich vorsichtig nähert und vor allem seine Griffel bei sich behalten kann, dem werden gute Aufnahmen gelingen. Besonders in den Vormittagsstunden wenn die Tiere aus ihrer nächtlichen Apathie erwachen und langsam wieder auf Betriebstemperatur kommen, sind gut Bilder möglich.

Gerade bei den wärmeliebenden Unken kann man, eine entsprechende Population vorausgesetzt, tolle Bilder schießen.

Besonders beeindruckend bei unseren Amphibien sind die Augen. Selbst bei Kröten die allgemeinhin ja nicht unbedingt als ein Sinnbild für Schönheit gelten, sind die kupferfarbenen Augen schon etwas Besonderes. Die größeren Froscharten wie z.B. der Seefrosch haben runde Pupillen, die Unken hingegen haben eine herzförmige Pupille.

Seefrosch mit runder Pupille

Gelbbauchunke mit herzförmiger Pupille

Neue Köder aus China eingetroffen

Wie das halt immer so ist mit dem Sammeln von Ködern, man kauft und kauft aber nass gemacht werden letztendlich die wenigsten Köder. Das liegt wohl auch daran, dass man die wenigen Stunden die einen die beruflichen und familiären Verpflichtungen  nicht in Anspruch nehmen mit den Ködern fischt, die sich bereits im Vorfeld bewährt haben. Das hat aber leider zur Folge, dass sich der Keller und die Geräteboxen ziemlich schnell und ziemlich stark mit Zeug anfüllen welches man vermutlich nie nass machen wird… so oder so ähnlich könnte man das Dilemma beschreiben.

Lange Rede, kurzer Sinn. Der Postbote war mal wieder da und hat mir neues, vielversprechendes Köderzeug aus China vorbei gebracht. Aber seht selbst. Preislich liegen diese Köder unter 3$ inklusive Shipping.

Neuer Wobbler aus China

Diesmal ein etwas anderes Dekor.

Eine schöne Imitation eines kleinen Weißfischchens.

Wichtiges Angelzubehör: Die Polarisationsbrille

Wieso gerade Spinnfischer eine Polarisationsbrille aufhaben sollten, sieht man auf diesen Bildern recht deutlich.

Hier ein Bild ohne Polarisationsbrille. Der Fisch ist kaum zu erkennen.

Dieses Bild wurde mit einem Polarisationsfilter vor der Kameralinse aufgenommen. Man erkennt recht schön die Forelle die sich in der Strömung an den Baumstamm schmiegt.

Für mich gehört die Polarisationsbrille mittlerweile zum festen Bestandteil meiner Angelausrüstung. Egal ob ich zum Schleppfischen oder zum Spinnfischen gehen, die Brille muss mit.

Der Hecht von Hermann Aldinger – Old but Gold

Der Hecht von Hermann Aldinger

Trotz all der Jahre die seit der ersten Veröffentlichung des Buches mittlerweile ins Land gezogen sind, war ich doch ziemlich erstaunt über den Umfang des Wissens der zur Zeit der Erscheinung des Buches auf dem Markt, bereits verfügbar war. Viele der darin genannten Fakten und Tatsachen besitzen auch heute noch, über ein halbes Jahrhundert später, ein gewissen Aktualität. Wirklich erstaunlich – oder sollte man sagen erschreckend? Viel hat sich ja im Bereich der wissenschaftlichen Untersuchung der Hechtbiologie nicht wirklich getan wie mir scheint. Klar, Arlinghaus, Pullen und Co. forschen fleißig weiter auf diversen Ichthyologisch interessanten Gebieten aber man kann das Rad nunmal nicht neu erfinden.

Hermann Aldinger – Der Hecht

Von dem her gesehen hat sich das Buch mittlerweile einen festen Platz in meiner Sammlung der diversen Angelbücher gesichert. Vielleicht sollte ich hier auch anführen, dass ich ein Exemplar der zweiten Auflage mein Eigen nenne. Soweit ich informiert bin, gibt es mittlerweile insgesamt drei Auflagen des Buches. Wer sich für Meister Esox interessiert und sich nicht zu fein ist, ein gebrauchtes Buch zu kaufen und ins Regal zu stellen, der tut gut daran dieses Buch gebraucht im Internet zu erstehen. Die Preise für alle Auflagen variieren je nach Zustand zwischen 2 bis ca. 28€.

Gamakatsu Fälschungen aus China

Gamakatsu Drillinge

Die Marke Gamakatsu sollte den meisten Anglern ein Begriff sein. Viele assoziieren diese Marke mit hochwertigen Haken, nur den Wenigsten ist allerdings bekannt, dass die Firma Gamakatsu auch sehr hochwertige Ruten fertigt.

Umso erstaunter war ich, als ich in einem fernöstlich geprägten Shoppingportal Haken von Gamakatsu entdeckte. Die Aufmachung entsprach dem Original, lediglich der Preis war unverschämt gering. Nun, manchmal hat man ja bei solchen Schnäppchen auch Glück wenngleich sich das eher selten bewahrheitet. Meistens bekommt man also gefälschte Ware zugeschickt. In diesem Fall wartete ich etwas mehr als 3 Wochen auf das kleine Päckchen.

Nach dem Öffnen kam, wie schon fast zu erwarten war, die große Ernüchterung. Die Umverpackung sah auf den Bildern im Internet zwar hochwertig und absolut authentisch aus, was sich mir allerdings aus dem Päckchen entgegen streckte war keinesfalls mit der optischen Qualität der Ware aus dem Angebot vergleichbar. Die Umverpackung ist absolut windig, dünnstes Plastik mit vielen Dellen. Lediglich das gedruckte Inlay sah bzw. kam dem Original nahe. Soweit so gut, in der Regel kauft man solche Produkte ja auch nicht um sie sich in den Schrank zu stellen oder die Verpackung zu bewundern. Wie beim Menschen auch zählen hier die inneren Werte – sagt man ja immer so schön. Darum sind die Dating Portale auch voll von Röntgenbildern…

Gamakatsu Drillinge – schlechte Fälschungen aus Fernost

Nun, ich sage mal so: Der Wert der Umverpackung spiegelt den Wert des Inhalts wieder. Ähnlich wie bei den kürzlich erworbenen Owler Haken hat man auch hier typische chinesische Massenware vor sich. Selbst dafür sind die 2$ pro Packung noch zu viel. Alleine schon die Lötstellen an denen die dritte Fluke an den Zwilling „geklebt“ wurde, ist stark porös und allgemein unsauber ausgeführt. Hier steht zu befürchten, dass es im Drill zu einer Materialermüdung und dann zum Bruch kommt. Aber was will man erwarten? Ich verbuche die Ausgaben hierfür mal wieder unter die Kategorie „Lehrgeld“.

Wir brauchen mehr Seeadler…

Wir brauchen mehr Seeadler! Wieso wird sich der eine oder andere jetzt fragen. Ganz einfach. Der Seeadler ist einer der wenigen natürlichen Feinde des Kormorans. Nachdem es die Politik einfchc nicht auf die Reihe bekommt den schwarzen Vogel in seiner Population zurück zu stutzen, muss versucht werden hier ein Räuber Beute Gleichgewicht herzustellen. Ein nettes Video hierzu habe ich auf YouTube gefunden. Aber seht selbst.

Tiere rund um´s Wasser: Die Erdkröte

Name: Erdkröte, (bufo bufo)
Verbreitung: Mitteleuropa bis Asien
Größe: 8-13cm wobei die Weibchen oft deutlich größer sind als die Männchen
Nahrung: Würmer, Schnecken, Insekten
Paarungszeit: Ab März bis April/Mai
Lebensraum: Flache Gewässer, Tümpel. Diese Art ist nicht sonderlich anspruchsvoll was die Wahl des Gewässers betrifft.

Besonderheiten:

  • Nach der Eiablage verlassen die Alttiere das Gewässer wieder.
  • Diese Art ist vorwiegend in der Dämmerung und nachts aktiv.
  • Auf ein Weibchen kommen in der Paarungszeit meist mehrere Männchen.
  • Der Paarungsgriff (Amplexus) der Männchen kann sogar soweit führen, dass die Weibchen ertrinken. Grundsätzlich umklammern die Männchen während der Paarungszeit alles was sie in die Finger bekommen. Das können auch Feuersalamander oder sogar Fische sein.
  • Der Laich besteht aus galertartigen langen Schnüren die sich wie Spinnfäden durchs Gewässer ziehen.
  • Nach der Paarungszeit findet man Erdkröten meist im Wald unter umgefallenen Baumstämmen, in Laubhaufen oder unter Moos.
  • Besonders der zunehmende Straßenverkehr sowie die Verbauung zu den Laichgewässern machen dieser Art das Leben schwer und sorgen für einen steten Bestandsrückgang.

Der Frühling kommt

Nun, auch wenn man es angesichts der aktuell noch vorherrschenden Temperaturen kaum glauben mag: Der Frühling rückt näher. Die Tage sind mittlerweile doch merklich länger geworden, die Temperaturen haben davon aber noch nicht wirklich viel mitbekommen und auch das Wetter weiß aktuell noch nicht wirklich, was es will. Bei den Pflanzen merkt man aber schon recht deutlich, dass der Frühling mit großen Schritten naht. Der Saftdruck in den Knospen steigt täglich mehr an und auch die Insekten haben ihre Winterpause beendet. Vereinzelt hört man sogar schon wieder von aktiven Zecken. Auch der kleine Mikrokosmos auf meinem Balkon beginnt sich langsam wieder zu regen.

Stinkwanze

Rüsselkäfer

Stinkwanze

 

 

 

 

 

 

Die ersten Rüsselkäfer sind bereits aktiv und auch die Wanzen haben nicht lange auf sich warten lassen. Wie die Insekten und vor allem die Obstbäume dieses Jahr auf die Wetterkapriolen reagieren, bleibt abzuwarten.