Tiere rund um´s Wasser: Der Biber

Mittlerweile sieht man ihn ja fast an allen Gewässern wieder mehr oder wenig zahlreich. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um ein Fließgewässer oder um ein stehendes Gewässer handelt. Die Rede ist vom Biber (Castor fiber). Viele Angler kennen den Unterschied zwischen Biber, Nutria und Bisam nicht. Sehen sie dann mal eines der Tiere, wird anschließend im Bekanntenkreis erzählt man hätte einen Bisam gesehen. Zugegeben, einen schwimmenden Biber von einem Nutria oder einer Bisamratte auf größere Entfernung zu unterscheiden ist gar nicht so einfach. In der Regel kann man als nicht Fachmann die eine oder andere Tierart anhand der Größe und des Schwanzes ausschließen. Biber haben als einzige einheimische Tierart ein Paddel (Kelle). Sowohl Nutria als auch Bisamratte verfügen zwar auch über ein Schwänzchen aber dieses ist nicht platt sondern eher länglich gezogen.

Nachfolgend noch ein paar interessante Fakten über den Biber:

  • Es gibt keinen Geschlechtsdimorphismus. Männliche und weibliche Tiere sehen von außen gleich aus. Einziger Unterschied ist die Gesäugeleiste am Bauch des Weibchens. Möchte man das Geschlecht eines Bibers sicher bestimmen geht dies am besten wenn man über die Kloake versucht den Penisknochen zu erstasten. Es bietet sich an dies nur bei toten oder sedierten Tieren zu machen da es ansonsten zu Unannehmlichkeiten kommen kann…

  • Biber können bis zu 20 Minuten die Luft anhalten.
  • Das durchschnittliche Gewicht liegt bei europäischen Bibern bei ca. 20kg (+/- 5kg)
  • Pro Quadratmillimeter hat der Biber bis zu 230 Haare (vgl der Mensch hat nur bis zu 6 Stück)
  • Eine Biberfamilie besteht meist aus zwei Generationen + den Elterntieren.
  • Der Eingang zu den Biberbauten liegt stets unter Wasser. Der Wohnkessel selbst liegt aber oberhalb der Wasserlinie.
  • Biber leben monogam.

  • Jungbiber werden mit ca. 3 Jahren geschlechtsreif. Danach werden sie aus dem elterlichen Revier vertrieben.
  • Das Revierverhalten der Biber ist stark ausgeprägt. Setzt man z.B. einen gefangenen „Problembiber“ in das Revier eines anderen Bibers, kann es zu Kämpfen kommen die nicht selten mit dem Tod eines der beiden Tiere enden.
  • In Deutschland unterliegt der Biber (noch) nicht dem Bundesjagdgesetz.
  • Mittlerweile erholen sich vielerorts die Biberbestände wieder was vor allem den Landwirten zu schaffen macht.
  • Die Körperlänge eines Bibers kann ohne Probleme auch mal 100cm betragen.
  • Der europäische Biber besitzt 48 Chromosomen.
  • Die Kelle (Schwanz) ist unbehaart.
  • Das fetthaltige Sekret zum imprägnieren des Fells und zur Markierung des Reviers wird Bibergeil genannt und stammt aus einer Drüse im Afterbereich. Man geht aktuell davon aus, dass das Bibergeil aus Sekundärmetaboliten des Biberurins gebildet wird. Sowohl männliche als auch weibliche Tiere verfügen über diese Drüsen.
  • In den USA wurde Bibergeil von der FDA als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen – Wohl bekomms…
  • In Schweden gibt es sogar einen Schnapps der Bibergeil enthält.

  • Auch in der Parfümindustrie spielte Bibergeil eine Rolle.
  • Früher benutzte man Bibergeil bzw. die Drüsensäcke auch als Angelköder.
  • Die Kelle besteht fast nur aus Fett und dient als Steuer, Temperaturregulierung, Fettdepot und allgemein als Antriebsruder.
  • Beim Tauchen werden Nase und Ohren verschlossen.
  • Die Paarung findet im Winter statt
  • Biber sind das ganze Jahr über aktiv und halten keinen Winterschlaf.
  • Als natürliche Feinde gelten wildernde Hunde, Bär, Luchs und Wolf hierzulande.
  • Der längste jemals vermessene Biberdamm ist ca. 850m lang und befindet sich Kanada.

Der Grund wieso sich der Biber in vielen Regionen Deutschlands nicht gerade großer Beliebtheit erfreut, liegt an seiner Tätigkeit als Baumeister. Kein anderes Tier baut so exzessiv Dämme, staut Flüsse auf und gestaltet so nachhaltig die Landschaft wie der Biber. Das dies bei der mittlerweile in großen Teilen Deutschlands vorherrschenden Kulturlandschaft nicht gerade auf Gegenliebe stößt, ist nachvollziehbar. Für die einen sind die Biber nur ein Ärgernis, für die anderen stellen sie eine Bedrohung der eigenen Existenzgrundlage und einen immensen finanziellen Schaden dar. Eine ähnliche Situation haben wir aktuell in Deutschland auch mit dem Fischotter (Fischotter vs. Fischzüchter) und dem Wolf (Wolf vs. Schäfer).

Hier sieht man das getrocknete Fell eines Bibers (Verkehrsunfall). Besonders die Kelle schrumpft nach dem Ableben des Tiers enorm zusammen.

Neues Video von ProfiBlinker

Lorkowski is back – und wie. Es scheint fast so als ob Roland Lorkowski, der Firmengründer von ProfiBlinker das Internet, respektive Youtube, für sich entdeckt hat. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen stellt er auf dem YouTube Kanal der Firma ProfiBlinker seine Fang- bzw. Werbevideos online. Mittlerweile kann man übrigens die gesamte Diskographie der ProfiBlinker Jungs auch von deren Homepage direkt herunter laden – gratis natürlich. Dahinter steckt natürlich auch ein gewisses Kalkül, schließlich handelt es sich bei den Videos auch um Werbevideos. Einerlei, unterhaltsam sind die Videos auf jeden Fall. Weiter so!

Umbau einer Savage Gear MPP Rute

Angelruten sind teuer. Und je teurer sie sind, desto besser sehen sie in der Regel aus. Natürlich fallen auch die verwendeten Komponenten ins Gewicht wenn es um den Endpreis geht. Sind SiC Ringe verbaut? Welche SiC Ringe? Fuji oder SeaGuide? Stainless Steel oder Titan? Und und und. Um den den Kohlefaserrohling (Blank) geht es meistens gar nicht mal so sehr. Zwar werben die Hersteller alle gerne mal mit dem Begriff Nano Tubes / Fibres , speziellen Harzen, einzigartigen hochgeheimen Ingredienzien bei der Herstellung usw. Im Endeffekt ist der Blank bei vielen hochwertigen Ruten dennoch eine der günstigeren Komponenten.

Es gibt aber auch günstige Rutenserien die ein sehr gutes Preis-Leistungs Verhältnis haben – aber leider oftmals Kacke aussehen oder schlecht ausbalanciert sind. Einen entsprechenden Artikel habe ich bereits vor einiger Zeit auf Angeln-24.de veröffentlicht. Den Artikel findet ihr hier.

Als es neulich eine Rute von Savage Gear aus der MPP Serie für schlappe 29,99€ gab, musste ich zuschlagen. Das Wurfgewicht von 7-23g erschien mir ideal für die Fischerei auf Forelle oder Barsch. Also schnell bestellt – und wie zu erwarten – von der Optik des Griffs ziemlich abgeturnt. Ich hatte bereits vor einigen Jahren mal die 8ft WG-90g Rute aus der MPP Serie umgebaut und war von dem Blank recht angetan. Für schlappe 60€ im VK war der Blank echt top für die schwere Fischerei auf Hecht. Leider ist Savage Gear mit der Nachfolgeserie, der MPP 2, dazu übergegangen ungewöhnliche Rutenlängen herzustellen die in keines der Standardfutterale so ohne weiteres rein passen. Sehr ärgerlich. Na wie dem auch sei, meine Neuerwerbung hatte eine relativ weiche Spitze was eigentlich gar nicht mein Fall ist. Allerdings kann man kleine Köder wie Mini Wobbler oder kleine Jigs damit gut auf Weite bringen. Ein weiterer Kritikpunkt ist der Startring…igitt. Der ist enger als die Harnröhre einer Blattlaus. Da nützt es nichts wenn man die Wurfweite theoretisch durch die Blankaktion erweitert aber im gleichen Atemzug einen Mini Startring verbaut… Sachen gibt’s….

Einerlei, für mich war erst mal wichtig den Griff zu entfernen und dabei möglichst den Blank darunter nicht zu verkratzen da ich mir bereits sicher war, hier einen Split Grip aufzubauen. Anschließend musste ich mich noch entscheiden ob die Ringe am Blank bleiben sollen oder nicht. Meiner Meinung nach könnte man sich durchaus einen oder zwei Ringe sparen da die Abstände auf dem Blank ziemlich eng gewählt sind. Außerdem war ich mir noch nicht ganz darüber im Klaren ob ich den Startring tauschen oder den Original Ring wieder mit aufbauen soll. Fragen über Fragen.

Um den Griff zu entfernen arbeitete ich mit einem scharfen Cutter Messer. Wichtig ist hier, dass man immer flach entlang des EVA Griffs schneidet und nicht schon bei den ersten Schnitten den Blank verunstaltet. Hat man den Griff vorsichtig vom EVA befreit, kommt als nächstes der Rollenhalter dran. Dieser ist meist stark verklebt und lässt sich nicht ohne eine gewisse Kraftanstrengung vom Blank lösen. Folglich müssen hier etwas gröbere Mittel aufgefahren werden. Ich benutze hierfür mittlerweile eine Laubsäge da mir ein Dremel einfach zu riskant ist. Der Dremel kommt nur zum Einsatz wenn es darum geht festsitzende Metallkomponenten wie z.B. Winding Checks und Hülsen vom Blank zu entfernen. Da kommt man mit der Laubsäge leider nicht sonderlich weit. Hierzu Ringle ich erstmal den Rollenhalter um ihn anschließend mit einem Cutter Messer Stück für Stück zu schälen.

Anschließend wird der gesamte Bereich des Griffs von Kleberesten entfernt. Hierfür kann man entweder ein Skalpell nehmen oder man arbeitet mit Schleifpapier. 240ger Krönung hat sich hier als gute Wahl herausgestellt.

Den Startring entfernt man indem man auf dem Ringfuss von unten nach oben schneidet. So verhindert man einen Schaden am Rutenblank.

Nachdem das Unterteil der MPP nun komplett gerippt war, begann ich mit dem Aufbau. Zuerst wurde der untere Teil des Split Grips samt goldenem Winding Check mittels 2K Kleber angebracht. Anschließend wurde der Rollenhalter mit Vor und Nachstück aus EVA auf dem Blank befestigt. Wichtig ist hier, dass man den Rollenhalter stramm mit Tape unterfüttert um ein Lösen oder Verrutschen später zu verhindern. Auf einen Hakenhalter habe ich bei dieser Rute übrigens verzichtet. Abschließend wurde dann der ursprüngliche Startring erneut auf den Blank verbracht, justiert, gewickelt und mit 2K Lack fixiert. Zusätzlich wurden vor den insgesamt drei verbauten Winding Checks noch Bindungen gewickelt und ebenfalls mit 2K Lack fixiert. Übrigens, das Savage Gear Logo sowie die Beschriftung habe ich auch komplett von der Rute entfernt. Diese Teil werde ich später noch colorieren und mit einer Widmung versehen.

In Summe hat mich der Ab- und Aufbau sowie das Lackieren (ohne Trockenzeiten) in Summe etwa 2-2,5h gekostet. Materialkosten hier schwer zu betiteln da ich immer einen gewissen Vorrat an Material hier habe. Schätzungsweise beliefen sich die Kosten für Rollenhalter, EVA Grips und und und auf etwa 12€. Gleich nachdem die Bindungen getrocknet waren, führte ich mein neues Baby gleich mal Gassi – mit Erfolg wie man sieht.

Und hier ist sie nun, die umgebaute Savage Gear MPP Rute mit Split Grip und Beute im Vordergrund.

Köder aus Perlmutt -schön, teuer und exklusiv

Perlmutt Blinker – eine kleine Auswahl

Angelköder aus Perlmutt waren schon seit jeher etwas Besonderes. Einerseits weil es sich hierbei um ein halbwegs seltenes, nicht für Jedermann zugängliches Material handelt und andererseits weil jeder Köder ein Unikat darstellt. Diese Köder sind 100% Handarbeit. Kein Köder gleicht dem anderen. Das hat aber auch zur Folge, dass nur ein gewisser Prozentsatz der Perlmutt Blinker auch wirklich gut läuft. Die Ausschussrate ist entsprechend hoch. Bei Ködern in der Preisklasse 30€ und mehr ist das natürlich ziemlich ärgerlich wenn man als Endverbrauchter für teuer Geld einen nicht laufenden Köder erwirbt.

Dies führte dazu, dass Perlmuttköder immer schon zu entsprechenden Preisen gehandelt wurden und somit nur einem kleinen elitären Kreis an angelnden Besserverdienern vorbehalten waren. Diese Tatsache führte über kurz oder lang zu einer gewissen Legendenbildung um diese Köder. Ob man mit diesen Ködern um so vieles besser fängt als mit normalen Kupfer oder Stahlblinkern wage ich dann doch zu bezweifeln…aber der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge.

Nüchtern betrachtet handelt es sich bei Perlmutt um eine Verbindung aus Calciumcarbonat, sprich normalen Kalk, in Kombination mit organischen Substanzen. Der schillernde Effekt der typisch für Perlmutt ist, tritt immer nur im Inneren der Muschelschale auf. Kalk selbst ist recht empfindlich gegenüber mechanischen Belastungen und Stößen. Dies führt relativ schnell zu Brüchen und Absplitterungen des Materials.

 

 

 

 

 

Auf den Ersten Blick gewinnt man hier doch ziemlich schnell den Eindruck, dass dieser Werkstoff eher ungeeignet ist um als Angelköder verwendet zu werden. Allerdings gibt es durchaus ein paar Methoden mit denen man den Köder etwas robuster gegenüber mechanischen und chemischen Einflüssen machen kann. Eine Möglichkeit ist beispielsweise die Behandlung der Schale mit Epoxid Harz. Dieses verleiht dem Köder eine größere Robustheit gegenüber chemischen und mechanischen Einflüssen. Außerdem wird so der für Perlmutt typische Glanz konserviert. Eine weitere Möglichkeit ist auf der Innenseite des Blinkers eine zusätzliche Lage Kupfer anzunieten. Dies sorgt für eine akzeptable Stabilität und Haltbarkeit des Köders und verleiht ihm durch das zusätzliche Gewicht auch noch eine weitere Wurfweite.

Grundsätzlich sollte man bei Perlmutt Blinkern immer darauf achten, dass die Löcher für die Sprengringe vernietet sind. Dies nimmt bei Zug den punktuellen Druck weg und verteilt diesen auf eine größere Fläche. Nichtsdestotrotz stellen die Löcher immer auch Schwachstellen dar.

Wer halbwegs handwerklich begabt ist, kann sich seine Perlmutt Blinker auch selbst herstellen. Viel Werkzeug ist dafür nicht nötig. Lediglich die Beschaffung des Rohmaterials kann Otto-Normalverbraucher vor unüberwindbare Schwierigkeiten stellen.

 

Chinesische Schnüre…

Bei kaum einem anderen Produkt in der Angelwelt wird so oft und frech beschissen und geschummelt wie bei Schnüren. Klar, wer ich China eine Spule geflochtene Schnur mit 100m für 3$ inklusive Shipping kauft, braucht sich nicht wundern, wenn er ein Produkt erhält bei dem weder Tragkraft noch Durchmesser stimmen. Nach wenigen Tagen ist dann vermutlich auch die Farbe ausgewaschen und die Schnur hat verschleißbedingt schon ordentlich Ausfransungen wegen des Ringabriebs. Sowas kommt vor… Mittlerweile haben sie einige große internationale Firmen sogar auf ein Gentlemen´s Agreement geeinigt haben künftig die wahren Performance Daten auf der Umverpackung anzugeben.

Leider scheint das noch nicht bis zu den chinesischen OEM Herstellern vorgedrungen zu sein. Immer wieder wenn ich mir mal was zum Testen besorge, stoße ich auf große Diskrepanzen bei Durchmesser, Tragkraft und allgemein der Verarbeitung. So auch bei diesen beiden Schnüren hier.

Monfile Schnur aus China

Die Tragkraftwerte sowie der Durchmesser korrelierten leider nicht mit den Angaben des Herstellers. Als Verbindungsschnur zwischen der geflochtenen Hauptschnur und dem FC oder Stahlvorfach bei der Schleppfischerei sollte die 0,60mm (gemessen 0,47mm) Version wohl ausreichen. Die 0,20mm Schnur werde ich dieses Jahr bei der Forellenpirsch vor die geflochtene Hauptschnur vorschalten. Mal sehen was die Forellen dazu sagen

Petri Dank! Sternstunden eines Anglers von Joachim Eilts

Zum Thema Angeln gibt es ja mittlerweile jede Menge Literatur. Sei es nun Sachliteratur in Form von Büchern über das Fliegenfischen oder das Karpfenangeln oder aber Bücher die eher dem Genre Belletristik zugeordnet werden müssen. Zugegeben, ich bin eher ein Fan von Sach- und Fachbüchern wenngleich diese in den letzten Jahren nichts Bahnbrechendes mehr enthalten. Zwar hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten der Fischerei durchaus noch etwas getan aber der Fortschritt hier ist eher gemächlich und beschränkt sich mehr auf Gerät und Köder als auf Angeltechniken oder sonstige angeltechnisch Interessante Dinge.

Joachim Eilts Petri Dank! Sternstunden eines Anglers

Heute soll es also um das mittlerweile nicht mehr ganz taufrische Buch von Joachim Eilts, seinerzeit Blinkerurgestein, Jäger und Angler, gehen. Vielen älteren Anglern dürfte Joachim „Akki“ Eilts noch ein Begriff sein, prägte er den Blinker (Zeitschrift) mehrere Jahrzehnte lang. An dieser Stelle sei erwähnt, dass es wohl wenig überraschend ist, dass Akki mehrere Bücher zum Thema Angeln/Jagen geschrieben hat. Damit reiht er sich nahtlos in die schriftstellerischen Umtriebigkeiten seiner Kollegen vom Blinker ein. Wulf Plickat, Jörg Strehlow, Andreas Janitzki, Jan Gutjahr, Florian Läufer und wie die (freien) (Ex) Mitarbeiter vom Blinker alle heißen, haben sich ebenfalls als Schriftsteller versucht. Es ist wohl nur noch eine Frage bis Johannes Radtke und Florian Pippardt auch ein Buch heraus bringen… Aber sei es drum, man kann das Rad halt nicht jeden Tag neu erfinden und Standardwerke wachsen halt nicht auf Bäumen. Dementsprechend sollte man auch nicht zu viel erwarten wenn gehypte Angelautoren plötzlich ein Buch heraus bringen.

Bei Akki sieht das nun wieder etwas anders aus. Seine Belletristischen Umtriebe wurden erst in seiner zweiten Lebenshälfte zu Papier gebracht. Warum ich das erwähne? Nun, ganz einfach. Je älter ein Autor ist, desto mehr kann er (hoffentlich) von seiner Lebenserfahrung berichten und wir, respektive ich, als Leser davon profitieren. Ein Buch von einem Jungspund kann zwar auch gut sein aber es fehlt meist die Erfahrung, der Intellekt und der Charme wie man ihn oftmals nur bei alten Haudegen findet. Aber gut, nu ma Budde bei de Fische.

Gute 190 Seiten mit gut 50 Farbbildern von sich und seinen Kollegen kann man in dem Buch „Petri Dank! Sternstunden eines Anglers“  bewundern. Um es kurz zu machen: Eine recht nette und teils unterhaltsame Abendlektüre, allerdings ohne besonders viel Witz und rhetorischem Charme. [Als Maßstab setze ich hier das Werk von Erwin Felsmann „Borsten, Grannen & Federn“ an]. Die Geschichten plätschern halt so dahin, Spannungsbogen, dramaturgische Elemente? Eher selten. Akki erzählt eher nüchtern und bescheiden von seinen Erlebnissen. Zugegeben, das scheint wohl seinem Naturell und dem Alter geschuldet zu sein. Nichtsdestotrotz ein nettes Buch für besinnliche Abende mit einem Glas Whiskey und einer guten Zigarre vor dem Kamin…

Tag der Versehrten

Wir schreiben mittlerweile Mitte Juli. An meinem Forellengewässer war ich dieses Jahr bisher erst ein Mal. Die Gründe für meine anglerische Abstinenz an diesem Gewässer sind vielfältig. Glücklicherweise konnte ich es heute dann doch noch einrichten, mich gemeinsam mit einem Spezl ans Wasser zu begeben.Nach kurzer Zeit zappelte ein schöner 43cm langer Saibling am Ende der Rute. Bei genauer Betrachtung konnte man Verletzungen auf beiden Seiten des Fisches exakt auf der gleichen Höhe feststellen. War hier der Kormoran oder gar der Gänsesäger am Werk? Vielleicht auch ein Fischotter? Alle drei Verdächtigen kommen in Betracht da sie alle in meinem Hausgewässer nachgewiesen wurden

Saibling mit Verletzung

Nach dem Saibling war bei mir erstmal Pause – nichts biss mehr. Mein Kollege konnte dafür ordentlich abräumen. Innerhalb weniger Minuten fing er einen 48 cm Langen Regenbogen und wenig später ein 54cm langes Exemplar. Bei mir war immer noch tote Hose. Nachdem sich die Sonne dann vor die Wolken schob, begann es plötzlich auch wieder bei mir zu beißen. Innerhalb weniger Minuten konnte ich drei ordentliche Döbel bis 40cm landen. Wenig später war dann auch meine Rute erneut ordentlich krumm. Eine schöne Forelle hatte sich den kleinen Wobbler geschnappt. Aber was war das? Der Kopf der Forelle war total deformiert. Nach der Landung schaute ich mir das Tier genauer an. Tatsächlich, ich hatte einen Mopskopf gelandet. Was für ein Tag…

Mopskopf Regenbogenforelle

Neue Köder von lureshop.eu

Bei Savage Gear muss wohl was Neues in der Pipeline sein, nicht umsonst gibt es aktuell überall die Line Thru Köder in 3D und 4D zu Abverkaufspreisen. Persönlich habe ich die ersten Line Thru Trouts bereits vor gut 8 Jahren gekauft aber nur selten gefischt. Das lag daran, dass ich in meinem Hechtgewässer meist mit Swimbaits gefischt habe, die eine Tauchschaufel haben und so auf 3m Tiefe laufen.

Savage Gear Line Thru Trouts

Das Einsehen kam erst ein paar Jahre später und seitdem habe ich mir eine ordentliche Sammlung dieser Köder zugelegt. Meine neuesten Erwerbungen habe ich diesmal von lureshop.eu aus Estland bezogen. Das Porto für einen mittelgroßen Karton via DHL unversichert betrug schlappe 5,99€. Die Laufzeit des Pakets war ca. 14 Tage. Passt also preislich auf jeden Fall.

Savage Gear Lip Skulls

Bestellt wurden hauptsächlich Line thru Trouts von Savage Gear in 3D und 4D Ausführungen. Zusätzlich kamen dann noch ein paar Lip Skulls mit dazu. Ich muss sagen, ich bin positiv überrascht von dem Laden.

 

18 Daiwa Ninja LT 2500 D

Es müssen nicht immer teure Rollen für 100+€ sein. Sagt man… Erfahrungsgemäß ist jeder mehr in eine Rolle investierte Euro ein gutes Geschäft – vor allem für den Spinnfischer. Bei kaum einer anderen Angelart hat man die Rolle so oft und so lange in der Hand, kurbelt an jedem Angeltag so viele Kilometer herunter wie bei der Spinnfischerei. Wer behauptet hier sei die Qualität der Rolle nebensächlich lügt oder hat einfach keine Ahnung. Aber es gibt auch Angelarten bei denen die Rolle eine untergeordnete Rolle spielt z.B. bei der Renkenfischerei. Hier ist die Bremse aber nicht das Getriebe wichtig. Und selbst die Bremse kann man hier ausklammern wenn man die Rücklaufsperre aus macht.

Daiwa Ninja LT 2500D

Daiwa Ninja LT 2500D Lieferumfang

Daiwa Ninja LT 2500D

Um es kurz zu machen: Ich habe mich entschieden die Daiwa Ninja LT 2500 einer Junganglerin zu empfehlen und diese auch für sie zu kaufen. Natürlich kam ich nicht umhin das Gerät zu befummeln (also die Rolle, nicht die Junganglerin) und  mit ihrer Erlaubnis mit Schnur zu bespulen. Nun, ich bin wirklich beeindruckt. Für gute 40€ bekommt man hier ein echt solides und gut laufendes Gerät. Der Bremsknopf ist groß und griffig, die Rolle läuft ruhig und die Schnurverlegung ist auch sauber. Wirklich erstaunlich. Sollte ich nochmal eine Rolle für die Renkenfischerei brauchen, so werde ich die Ninja Serie von Daiwa nochmal genau unter die Lupe nehmen.

Daiwa Ninja LT 2500D

Renkengigant – Unverhofft kommt oft.

„Unverhofft kommt oft“ sagt eine Redewendung. Kaum ein Jahr wird dieser Aussage so gerecht wie 2020. Sowohl aus fischereilicher Sicht aber auch aus allgemeiner Sicht (Corona) war dieses Jahr bisher extrem.

Was für ein Brocken. Richtig fett!

In die Futterluke passt ein Daumen auch ohne Probleme. Man beachte dieschönen Punkte im Kopfbereich.

Als ich dieses Jahr eine Junganglerin mit an Bord hatte und eigentlich gar nicht mit einem großen Fisch gerechnet hatte, fand eine extrem kapitale Renke ihren Weg zu uns ins Boot. Mit guten 67cm war das bisher die größte und vor allem auch fetteste Renke die ich live bewundern durfte. Ein unglaublich dickes und kompaktes Exemplar seiner Art.

Was für ein Eumel – der Fisch ist aber auch ganz nett 🙂

Nach dem Waidwerken kommt die rote Arbeit. In diesem Fall wurde das von meiner Begleitung erledigt. Hier sieht man recht gut die Ausmaße des Fisches – und ein nettes Paar fettummantelter Milchdrüsen im Hintergrund 🙂