Einheimsiche Krebse

Hand aufs Herz, wer von euch Angler kann, 10 Jahre nachdem er den Fischereischein gemacht hat, immer noch einheimische Krebse von Neozoen unterscheiden? Wer kann einen Männlichen von einem Weiblichen Krebs unterscheiden? Ausgenommen von dieser Fragestellung sind all jene die bereits auf Krebse gefischt haben oder aktiv auf Krebse fischen.

Von so einer Pfanne könnte man schon satt werden. Übrigens, die Tiere wurden nur zu Hälterungszwecken kurz in die (kalte) Pfanne gesetzt.

Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich es 20 Jahre nach erfolgreichem Ablegen meiner Fischereiprüfung nicht mehr schaffen würde die einheimischen Krebsarten von den Eingeschleppten mit Sicherheit unterscheiden zu können. Woher auch, schließlich gab es in den letzten 20 Jahren nur eine Hand voll Berührungspunkte zwischen den Krustentieren und mir. Nachdem Krebse ohnehin nicht besonders beliebt innerhalb meines Speiseplans sind, wurden diese Tierchen mehr oder weniger komplett ausgeklammert wenn es um das Thema Nahrungserwerb bzw. Nahrungsbeschaffung aus der Natur ging.

Achtung, schlechtes Wortspiel. Rauchen verursacht Krebs.

Nachdem die beiden einheimischen Krebsarten durch die Krebspest stark dezimiert wurden, stellte sich für mich auch nie die Frage den Krustentieren aktiv nachzustellen. Was selten ist, soll bewahrt und geschützt und nicht noch weiter dezimiert werden. Darum ist es für mich auch unverständlich wieso seltene Tierarten in dieser Hinsicht nicht einen kompletten und allumfassenden Schutzstatus genießen. Genausowenig kann ich nachvollziehen wieso man nach wie vor auf Huchen fischen darf. Der Rotfisch hat im letzten Jahrhundert einen massiven Bestandseinbruch erfahren, steht auf der roten Liste und darf immer noch befischt, gefangen und entnommen werden. Wie ist das zu rechtfertigen? In meinen Augen gar nicht. Zumal es genug Angler gibt, die einen jungen Huchen nicht von einer Regenbogenforelle unterscheiden können…. Anders sieht es hier z.B. bei einstmals geschützten Tieren aus deren Population mittlerweile Ausmaße erreicht haben, die einen Schutzstatus nicht mehr rechtfertigen. Gemeint ist hier der Kormoran. Zwar darf mittlerweile wieder Jagd auf den schwarzen Geier gemacht werden aber die Vorraussetzungen hierfür sind sehr hoch.

Nun aber wieder zurück zu den einheimischen Krebsen. Der bayrische Rundfunk veröffentlichte vor kurzem ein nettes kleines Filmchen zum Thema Steinkrebs welches ich euch nicht vorenthalten möchte.

Falscher Artenschutz und die Folgen

Des einen Freu(n)d, des anderen Leid. So könnte man die Geschichte des erfolgreichen und doch zugleich fatalen Artenschutzes bei zwei fischfressenden Spezies hierzulande bezeichnen. Die Rede ist vom Kormoran und vom Fischotter. Einst am Rande der Ausrottung haben sich bei beiden Tierarten die Bestände mehr als sehr gut erholt. Ein interessanter Beitrag zu dem Thema findet ihr nachfolgend.

Nachhaltigkeit in der Fischzucht / Aquakultur?

Nachhaltigkeit ist ja gerade wieder mal in, warum auch nicht, schließlich geht es um Ressourcenschonung. Gerade Für Menschen die nicht von Luft und Liebe leben können und auf tierische Erzeugnisse angewiesen sind, ist dies oft ein heikles Thema. Wer sich ein bisschen mit der Haltung und vor allem mit dem Kraftfutter für Tiere, insbesondere Schweine, Rinder und Fische auskennt, der weiß, dass dieses Futter oft einen hohen Anteil an tierischem Eiweiß enthält. Aber woher kommt das Eiweiß? Nun, hier möchte ich dem geneigten Leser nicht vorgreifen und ihn bitten hierzu die Suchfunktion von Google oder ähnlichen Datenkraken zu nutzen. Nur soviel vorweg: Es wird euch nicht gefallen was ihr bei dieser Recherche heraus finden werdet. Aber im Ernst, ich rechne nicht damit, dass irgendjemand von meinen Lesern sich die Mühe macht hier eine Background Recherche zu betrieben… das würde nicht dem schnelllebigen Zeitgeist entsprechen.

Ein interessanter Beitrag der zeigt, dass es es auch anders geht, habe ich nachfolgend für euch angehängt. Have fun.

Hybrida Wobbler

Hybrida Wobbler

Hybrida Wobbler galten lange Zeit als echter Geheimtipp unter den Raubfischangler. Mittlerweile hört man gefühlt nicht mehr so viel von der Firma Hybrida. Woran das wohl liegt? Schlechtes Marketing? Sind die Köder nicht mehr fängig?

Nun, schauen wir uns mal die Fakten an. Die Homepage ist nur rudimentär aufgebaut. Es sind zwar einige Bilder darauf zu finden, allerdings bekommt man nirgends eine Gesamtübersicht über das vorhandene Produktportfolio. Man findet weder Infos zu den einzelnen Wobblertypen noch zu den erhältlichen Farben.

Klickt man auf der Homepage auf „Shop/Vertrieb“ wird man auf einen nicht fertiggestellten Shop umgeleitet. Sehr schade. Aus meiner Sicht macht es wenig Sinn ein Produkt zu hypen aber im gleichen Atemzug dem Kunden den Zugang zu wichtigen Informationen zu verwehren.  Wie soll man denn als Endverbraucher an Infos bzgl. der Produkte dieser Firma kommen?

Hybrida Wobbler

Hybrida Wobbler

Grundsätzlich hat die ganze Geschichte leider einen faden Beigeschmack. So gut die Wobbler meiner Erfahrung nach sind, der Internetauftritt der Firma Hybrida ist leider das genaue Gegenteil. Seit 2018 (?) wurde wohl auf der Homepage nichts mehr gemacht.

Wird der Besitzer (Gregor B.) von einem Fachhändler angeschrieben, bekommt dieser Rückmeldung. Nur nützt das dem Endkunden nichts. Als Endkunde möchte man sich doch direkt beim Hersteller über ein Produkt informieren können und nicht dem Gesabbel seines örtlichen „Fachhändlers“ lauschen der oftmals nur seinen eigenen Gewinn im Hinterkopf hat und nicht zwingend fachlich kompetent sein muss was die Fischerei mit Wobbler betrifft. Ich kauf ja meine Kunstköder nicht in einem Fachgeschäft für Karpfenangler…

Hybrida Wobbler

Hybrida Wobbler

Einerlei, für mich zählen Hybrida Wobbler zu den fängisten Wobblern auf dem Markt. Ähnlich wie (ursprünglich) Rapala, verfügen die Hybrida Wobbler über keine Geräuschkugeln im Inneren und erwecken so nicht den Argwohn der kapitalen Exemplare.

Gerade in letzter Zeit habe ich viel mit dem Modell M1 auf Forellen fischen können. Als großer Vorteil hat sich hier die besonderes Laufstabilität in starker Strömung herauskristallisiert.

50+ Forelle gefangen

Richtig dicke Forellen sind relativ selten, mal abgesehen in den sogenannten Forellenpuffs. Aber selbst dort muss man die geschuppten Luder erstmal ans Band bekommen. Als ich gerade meine Aufnahmen aus der Vor- Corona Ära durchgegangen bin, bin ich über ein Drillvideo eines wirklich guten Fisches gestolpert, welches ich euch nicht vorenthalten möchte.

Herstellung von Filetiermessern

Marttiini Messer

Marttiini Messer

Das Messer ist eines der wichtigsten Werkzeuge des Anglers neben Rute, Rolle, Schnur und Köder. Ähnlich wie bei einem Chirurgen sollte auch der Angler großen Wert auf ein hochwertiges, scharfes und gut zu führendes Messer legen. Die meisten Verletzungen im Umgang mit dem Messer enstehen aus Leichtsinn, Unachtsamkeit oder, man höre und staune, durch stumpfe Messer. Wenn ein stumpfes Messer beim Waidhandwerk verwendet wird, muss die führende Person mehr Druck auf die Klinge ausüben. Mehr Druck bedeutet aber auch weniger Kontrolle bzw. zeitweisen Kontrollverlust wenn der zu schneidende Gegenstand plötzlich nachgibt, verrutscht oder durch ist. Macht Sinn, oder?

Wer sich also schon immer mal gefragt hat woher die legendären scharfen aber irgendwie antiquiert aussehenden Filetiermesser von Rapala/Marttiini kommen bzw. hergestellt werden, bekommt hier seine Fragen beantwortet.

Savage Gear 4 Play v2

Savage Gear 4 Play v2

Savage Gear 4 Play v2

Die Firma Savage Gear kennt mittlerweile jeder halbwegs ernsthafte Raubfischangler. Egal ob man mit den guten aber günstigen Ruten der MPP2 Serie fischt oder den hochpreisigeren Modellen, egal ob man den halbwegs günstigen Cannibal Shad oder die Line Thru Trout in den Snap einklinkt, Savage Gear hat gefühlt in den letzten Jahren ordentlich Aufwind gehabt.  Aktuell scheint die skandinavische Marke aber etwas zu schwächeln. Viele der Köder kann man gerade zu richtig guten Preisen erwerben.

 

Savage Gear 4 Play v2

Savage Gear 4 Play v2

Ich für meinen Teil habe mir aus emotionalen Gründen mal zwei der 4 Play v2 Wobbler gegönnt. Als die ersten Modelle der 4 Play Reihe vor einigen Jahren auf den Markt kamen, galten sie als Novum. Realistische, mehrgliedrige Wobbler gab es höchstens von einigen Hinterhofwobbler Schnitzern käuflich zu erwerben. Diese Wobbler wurden dann zu horrenden Preisen teils auch unter der Ladentheke gehandelt – bis der 4 Play Hardbait kam. In den ersten Monaten nach der Markteinführung waren die Angelmagazine voll mit Fangmeldungen und Testberichten zu diesen Ködern. Ein Schelm wer hier Böses vermutet… Ich selbst hatte auf die Köder der ersten Generation relativ wenig gefangen was aber wohl daran lag, dass ich selten einen dieser Köder im Wasser hatte. Bei der aktuellen Generation soll sich dies aber ändern. Ob diese Köder fängig sind und das halten was sie versprechen, bleibt abzuwarten. Ich werde berichten…

Weitere Miniwobbler

So, erneut haben ein paar kleinere Wobbler für Forelle und Co den Weg zu mir gefunden. Leider, das muss man hier auch ganz klar sagen, haben alle diese kleinen Schmuckstücke meiner Meinung nach auch ein paar nicht zu vernachlässigende Nachteile. Einerseits sind die meisten Wobbler aus China sinkend. Das ist gerade für die Fischerei in Flüssen in meinen Augen ein ziemlicher Nachteil. In Stillgewässern ist das normalerweise aber kein Problem.  Außerdem kommt leider oftmals noch hinzu, dass die Wobbler im Inneren Geräuschkugel/Rasseln verbaut haben. Das schreckt mittlerweile viele Fische, vor allem Forellen, recht zuverlässig ab.

Sieht er nicht nett aus? Die Geräuschkulisse ist eher dumpf/Tieftöner bei diesem Exemplar

Die Form kommt mir irgendwie bekannt vor. Glaube Askari oder ein anderer Discounter hat solche Modelle bereits bei sich im Sortiment – zum doppelten Preis versteht sich… Die Haken machen auf den ersten Blick einen salzwasserfesten Eindruck

Test

Dieser Wobbler hier erinnert mit seiner Form an ein anderes Modell eines hier nicht näher zu spezifizierenden Nobelherstellers. Leider ist der Wobblerkörper so randvoll mit Metallkugeln, dass seine Geräuschkulisse unter Wasser an einen Steinrutsch in den Alpen erinnert…

Erneuter Hechtfang

Manchmal läufts halt. Anders kann man es nicht sagen. Dieses Mal ankerten wir vor einem ausgedehnten Krautfeld und feuerten unsere Köder rechts und links davon an den Kanten entlang. Nachdem mein Kollege bereits einen Fehlbiss zu verbuchen hatte, konnte ich den Übertäter wenig später dingfest machen. Ein recht ordentliches Exemplar mit einem ausgeprägtem Bauchansatz. Anglerherz, was willst du mehr?

Neues Modell bei Rapala: Der Super Shadow Rap 11

Die Marke Rapala kennt mittlerweile jeder Spinnfischer. Früher waren die Wobbler aus Holz, mittlerweile sind viele der neuen Rapala Wobbler (leider) aus Plastik und mit Rasseln. Sehr schade, war es doch gerade der Mangel an Rasseln der Rapala Wobbler zu einem echten Erfolgsgaranten gemacht hat.

Einerlei, das Modell Super Shadow Rap 16 konnte auf der Efttex 2018 ordentlich abräumen. Nun scheint es so zu sein, dass Rapala den Super Shadow Rap auch in einer kleineren Größe auf den Markt bringen wird. Das Modell Super Shadow Rap 11 sollte demnächst in den Handel kommen. Ihr dürft also gespannt sein. Ein kleines Promo Video hierzu haben die Rapala ProStuffer mittlerweile auch schon veröffentlich.