Herbstdöbel

Kennt ihr das auch? Eigentlich sollte es auf Forelle gehen und – wie so oft- beißen nur die Döbel. Interessanterweise konnten wir bei einem Vergleichsfischen zwischen Spinner und Wobbler bzw. Gummifisch feststellen, dass die Döbel wohl eine Abneigung gegen Spinner haben – ganz im Gegensatz zu den Forellen. Kann natürlich sein, dass das nur an meinem Hausgewässer so ist. Wie sind eure Erfahrungen?

Einzelhaken Stinger Anti Fehlbiss System

Viel hilft viel…

Gerade jetzt im Herbst beißen die Fische etwas spitzer als sonst  -zumindest kommt es mir so vor. Gerade die Forellen die ja ohnehin dafür bekonnst sind, immer am Schwanz des gummifisches zu nuckeln, haben ihre Künste seit Beginn der Saison mittlerweile perfektioniert. Nachdem bei meinem Hausgewässer keine Drillinge erlaubt sind, muss ich mir anders behelfen, will ich meine Bißausbeute in halbwegs akzeptablem Bereich halten. Folglich werden alle Gummifische über 8cm mit einem zweiten Einzelhaken ausgestattet. Ist zwar etwas unfair aber wer fängt hat recht 😉 Allerdings erhöht sich mit diesem System auch die Anzahl an gefangenen Döbel drastisch. Auf eine Forelle kommen erfahrungsgemäß nun mindestens 2-4 Döbel… Und so geht´s:

Alles was wir brauchen ist eine Zange, Dentaldraht in 0,5mm, Sprengringe (optional), einen Bindestock (optional), Einzelhaken und Sekundenkleber.

UV-Aktivität bei Angelködern

UV aktiver Köder

Seit einiger Zeit geistert der Begriff UV-Aktivität bei Angelködern durch die einschlägigen Angelmedien. Nicht zuletzt dank Anglern wie Uli Beyer hat mittlerweile auch der letzte Wurmbader verstanden worum es sich hierbei handelt. Aber sind UV-aktive Köder wirklich so eine Wunderwaffe die immer und überall ihre Fische fangen? Nun, nach eigener Erfahrung kann ich das ganz klar verneinen. Vor allem an klaren Gewässern die mit Augenräubern wie Hecht und Forelle bewohnt sind, kann es hier durchaus zu fangeinbrüchen kommen. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass die Fische, sofern sie ein bestimmtes Alter und damit eine gewisse Erfahrung haben, sehr vorsichtig geworden sind. Wenn dann ein Petrijünger einen stark UV aktiven Köder durchs Wasser zieht und damit unter Wasser ein wahres Feuerwerk zündet, legen die Fische den Rückwärtsgang ein. Dies konnte ich besonders bei Forellen hautnah beobachten. Diese stoben teils panikartig auseinander als ich einen kleinen UV aktiven Gummifisch durchs Wasser zog.

Dementsprechend bin ich, was UV-aktive Köder betrifft, mittlerweile sehr vorsichtig. Ein kleines bisschen schadet nicht aber wer meint die UV Blendgranate in Form eines hoch UV-aktiven Köders unter Wasser zünden zu müssen, nun, der darf sich nicht wundern wenn er nichts fängt.

Je nach Intensität des UV Lichts wirkt der Punkt an der Kehle des Gummis dezent bis grell.

Wer aber die Gegebenheiten am Wasser richtig deutet und seinen Köder (auch hinsichtlich der UV Aktivität) richtig wählt, kann wahre Sternstunden erleben. Ein klein wenig UV Aktivität ist auch in klaren Gewässern erlaubt, wer allerdings einen Köder in der Farbe Motoroil durch einen Forellenbach zieht, wird in der Regel das Nachsehen haben.

Richtig dosierte Menge an UV Aktivität ist das A und O.

Herbstzeit = Hechtzeit

An meinem Hausgewässer sind die ersten Herbsthochwässer inzwischen durch. Dies hat zur Folge, dass sämtliche gesetzten Forellen mittlerweile in Streckenabschnitten schwimmen, die mein Verein nicht bewirtschaftet. So viel zum Thema Nächstenliebe… Irgendwo im Norden freuen sich jetzt einige „Kollegen“ über wahrlich stattliche Regenbogenforellen. Es sei ihnen vergönnt.

Nachdem es also mit den Forellen aktuell etwas mau aussieht, bleiben nicht mehr viele Alternativen übrig. Also muss es Meister Esox mal wieder richten. Da Hechte in einem Forellgewässer per Gesetz schon nichts verloren haben (wer denkt sich sowas eigentlich aus?), stellt Esox eine lohnende Alternative zu den Salmoniden dar. Aber wo soll man ihn suchen? Die Antwort ist recht einfach. Der Hecht ist relativ faul. Trotz seiner langen und schlanken Gestalt bewegt er sich nicht weiter als er muss. Nicht umsonst hat man uns im Vorbereitungslehrgang zur Fischerprüfung (ufff, das ist jetzt auch schon gut 20 Jahre her…) eingetrichtert, dass der Hecht ein Lauerjäger ist. Folglich benötigt er einen strömungsberuhigten Bereich an dem er ohne große Eigenbewegung verharren und auf Beute warten kann. Dies können Kehr- und Rückströmungen sein oder aber Kuhlen im Boden über die die Strömung hinweg schießt. Kommt dann mit der Strömung ein Beutefisch auf den Hecht zugetrieben, so schlägt er zu. So wie dieses Exemplar.

Döbel, Döbel und nochmals Döbel

Eigentlich darf man sich nicht beschweren wenn man einen Fisch fängt, schließlich ist das der Grund wieso man (zumindest laut den hier vorherrschenden Gedankengut des Gesetzgebers) ans Wasser geht. Allerdings kann man als Angler nur sehr geringfügig Einfluss darauf nehmen, welche Fischart genau den Köder nimmt. Fischt man mit einem mittelgroßen Gummifisch kann man quasi mindestens ein halbes Dutzend Fischarten wie z.B. Rapfen, Barsch, Zander, Hecht, Forelle, Döbel, Wels und Huchen fangen. Etwa die Hälfte der genannten Fischarten zählt nicht zu den Edelfischen bzw. ist vom kulinarischen Standpunkt aus gesehen minderwertig. Besonders Rapfen und Döbel sind Fische die ich nur ein Mal mit nach Hause genommen habe. Seitdem versuche ich den Fang dieser Fische weitestgehend zu vermeiden. Aber was will man machen, selektiv eine Fischart ausschließen um eine andere mit gleichem Beuteschema zu fangen ist leider (noch) nicht möglich. Ein Zurücksetzen solcher Fehlfänge gestaltet sich leider rechtlich gesehen schwierig da mittlerweile genügend selbsternannte Tierrechtler durch die heimische Flora streunern auf der Suche nach Ärger bzw. einem Opfer an dem sie sich abreagieren können….

Selbst auf einen 10cm Gummifisch beißen die kleinen Gierschlunde…

Der Paradiesvogel unter den Salmoniden – der Bachsaibling

Seit über 10 Jahren fische ich nun schon an meinem Hausgewässer. Bei den meisten Besatzaktionen war ich dabei, viele Arbeitseinsätze rund ums und am Gewässer stehen mittlerweile in meiner Arbeitsstundenkarte vermerkt und auch bei den elektrischen Abfischungen war ich oftmals als Anodenführer mit am Start. Einen Saibling konnte ich in all der Zeit aber nie sehen, geschweige denn fangen. An dieser Stelle sollte man vielleicht auch einfügen, dass der Verein bewusst keine Saiblinge besetzt. Wieso? Keine Ahnung. Irgendwie macht das keinen Sinn, schließlich wurde der Saibling bereits 1884 aus Amerika bei uns eingeführt, quasi ein jahr VOR der Regenbogenforelle –  und die besetzen wir in unserem Gewässer mehr als ausgiebig.

Umso erstaunter war ich, als ich diesen Herbst plötzlich beim Forellenfischen einen dieser tollen Salmoniden am Band hatte. So wirklich farbenprächtig wie ich den Saibling aus einschlägiger Literatur in Erinnerung hatte, war mein Exemplar leider nicht. Dennoch, ein toller Fisch über den ich mich sehr gefreut habe. Mal sehen ob es nochmal 10 Jahre dauert bis ich den nächsten ans Band bekomme.

Bastelzeit – Raubfischvorfächer selbst gemacht

Eine ordentliche Auswahl an hochwertigem Zubehör für die Herstellung von Raubfischvorfächern.

Gerade in den dunklen und kalten Monaten des Jahres widment man sich vermehrt der Reparatur, Neuanschaffung und Pflege seines Angelgeräts. Ich für meinen Teil fertige in dieser Zeit vor allem meine Raubfischvorfächer oder bauen aus einem Blank eine neue Rute auf. Vorfächer kann man nicht genug haben. Ich habe schon Tage erlebt an denen Abrisse im zweistelligen Bereich eher Regel als Ausnahme waren. Das geht natürlich ins Geld, egal ob man die Vorfächer selbst fertigt oder beim Händler kauft. Grund genug sich also genauer mit dem Thema auseinander zu setzen. Einige Impressionen sowie den gesamten Bericht findet ihr wie immer auf Angeln-24.de. Viel Spaß beim Lesen.

Daiwa Prorex Crimper Zange / Quetschhülsenzange

Daiwa / Prorex Zange – Seitenansicht

Spätestens wenn man zum X-ten Mal am Wasser beim Spinnfischen abgerissen hat, muss man sich früher oder später entscheiden ob es nicht doch Sinn macht seine Vorfächer selber zu bauen. Schwer ist das wahrlich nicht aber man braucht eine gewisse Grundausstattung dafür. Die Qualität und Haltbarkeit eines selbstgemachten Stahl- oder FC Vorfachs steht und fällt mit der Qualität der Quetschungen, also mit der Quetschhülsenzange. In den letzten beiden Jahrzehnten durfte ich so einige Crimper Zangen mein Eigen nennen.

Bei einigen war es aber ein kurzlebiges Vergnügen. Seit einiger Zeit habe ich die Zange von Prorex in meiner Vorfachtasche. Was soll ich sagen, bisher hat sie mich noch nicht enttäuscht. Das Quetschbild ist sehr sauber, die Zange selbst robust und das für einen auf dem deutschen Markt unschlagbaren Preis von ca. 10€. Einen ausführlichen Testbericht findet ihr auf unserer Hauptseite. Viele Vergnügen beim Lesen.

Daiwa Caldia Rolle

Rollen gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer – in allen Formen, Farben und Preisklassen. Aber ganz ehrlich, was taugen denn Rollen um die 40€? Beim Ansitzangeln mögen diese günstigen Plastikbomber oftmals ihre Berechtigung haben, aber beim Spinnfischen? Wenn man an einem Tag mehrere Kilometer Schnur eurch die Ringe kurbelt, dann trennt sich die Spreu vom Weizen recht schnell. Shimano Rollen haben in Anglerkreisen einen recht guten Ruf, aber wie sieht es z.B. mit Daiwa Rollen aus?

Vor etwas mehr als einem Jahrzehnt hatte ich mal eine Daiwa Samurai an meinen Ruten. Eine Rolle die unter 50€ zu haben war. Eigentlich ein klarer Fall von Billigrolle – möchte man meinen. Zumindest suggeriert einem der Preis das. Aber die Rolle war einfach nicht klein zu bekommen. Irgendwann war es aber dann doch soweit, allerdings eigenverschuldet.

Nachdem ich dieses Jahr noch auf der Suche nach einer Allroundspinnrolle war, fiel die Wahl auf die Daiwa Caldia 3000. Eine Gute Wahl wie sich herausstellte. Eine kleine Vorstellung der Rolle findet ihr hier.

Test Daiwa Powermesh Spin 2,1m 7-28g Wurfgewicht

Wer meine Fangbilder in letzter Zeit aufmerksam betrachtet hat, wird feststellen, dass es eine neue Rute in meinem Geräteportfolio gibt. Es handelt sich hierbei um die Daiwa Powermesh Spin in der 2,10m Ausführung. Nach einem halben Jahr aufreibender Praxistests habe ich die Ergebnisse nun endlich zu Papier, pardon, in schriftlicher Form niedergelegt.

Das ich während des Tests mit der Rute meine persönliche Rekordforelle gefangen habe, spielt bei der objektiven Bewertung der Rolle eine untergeordnete Rolle. Den ausführlichen Test findet ihr hier.