Artifishal – Ist Fischbesatz wirklich sinnvoll oder gibt es Nebenwirkungen?

Die Stützung der Fischbestände durch Besatzfische ist gängige Praxis. Aber helfen wir damit wirklich den Fischen? Eine sehr gute wenn auch kritische Betrachtung der Sachlage findet ihr im Film Artifishal.

Neuer Wobbler bei Krakusek – Welcome No 7

Krakusek No 7

Vor ca. 20 Jahren hat der erste Köder der Firma Krakusek bei mir im Gerätekasten Einzug gehalten – und wie. Zur damaligen Zeit gab es gerade im Bereich der Mini Wobbler nicht allzu viel Auswahl. Dementsprechend eintönig sahen die Köderkisten aus. Fast nur Rapala Count Down Wobbler, ab und an mal ein Ugly Duckling oder ein Mosâ Wobbler. Sehr viel mehr war da nicht drin.

Dann aber, mit dem Erreichen der Volljährigkeit und der ersten eigenen Kreditkarte erschlossen sich ganz neue Möglichkeiten für mich als Tackle Junkie. Da wurde dann das Augenmerk auch mal gen Osten gerichtet. Den Polen sagt man ja so einiges nach, vor allem was Eigentumsdelikte betrifft. Auch der Begriff Goldzahnkormoran wird überwiegend für Personen aus östlichen Gefilden benutzt. Aber wieso sind diese Leute so erfolgreich im Fischfang? Nun, zum einen liegt das daran, dass die Menschen in Osteuropa eine von Armut und harter Arbeit geprägte Vergangenheit haben. Dadurch wurde gerade beim Nahrungs- und Gelderwerb, was per se nicht gleichzusetzen ist, eine Tugend. Die Leute wurden erfinderisch, machten sich Gedanken und lernten zu improvisieren. Und genau aus diesen Voraussetzungen heraus, entstanden einige der besten und fängigsten Köder überhaupt.

Aber genug der geschichtlichen Exkurse. Die Wobbler von Krakusek, vor allem das Modell No 2 bescherten mir viele wirklich sehr schöne Fische. Seinerzeit gab es nur Modelle No 1- 6. Als ich vor kurzem wieder mal durch den einen oder anderen osteuropäischen Angelshop scrollte, fand ich plötzlich neue Modelle, nämlich No 7 und No 12. Mit Modell No 12 scheint der Hersteller endlich einen größeren Wobbler auf den Markt gebracht zu haben. Dieser ist allerdings im Preis auch etwas über dem der anderen sieben angebotenen Modelle. Außerdem, das muss man ganz klar sagen, sind die kleineren Modelle von Krakusek optisch deutlich ansprechender. Folglich wurden einige Exemplare von No 7 gekauft. Leider ist aktuell gerade (Bach)Forellenschonzeit und die Regenbogenforellen sind auch nicht mehr lange offen. Folglich wird sich die Testphase auf das Jahr 2020 verschieben.

Trotzdem, die Wobbler sehen wirklich toll aus. Lediglich die Haken machen einen etwas zu feinen Eindruck. Aber da bei mir am Gewässer ohnehin Einzelhakenpflicht besteht, tangieren mich die dünnen Drillinge des Herstellers nur wenig.

Die Homepage des Herstellers ist leider seit geraumer Zeit nicht mehr erreichbar. http://www.krakuski.com/ Zwar gab es hier nicht wirklich viele Infos da die Seite ehrlich gesagt ziemlich lieblos bzw. freudlos gestaltet wurde. Dennoch konnte man sich dort einen kleinen Überblick über die angebotenen Modelle und Farben verschaffen. Wollen wir hoffen, dass das kein schlechtes Zeichen ist und die Marke Krakusek noch weiter bestehen bleibt.

 

 

 

Krakusek No 7

Krakusek No 7

 

 

 

 

 

 

 

Krakusek No 7

Krakusek No 7

 

 

 

 

 

 

 

Krakusek No 7

Krakusek No 7

 

 

 

 

 

 

 

Krakusek No 7

Krakusek No 7

 

 

 

 

 

 

 

Krakusek No 7

Krakusek No 7

Weihnachtsgeschenke für Angler

Eine ordentliche Ladung an Wobblern

Im Winter zieht es mich eher selten ans Wasser. Zwar habe ich mit meinem Hausgewässer eines der besten Huchenreviere Süddeutschlands direkt vor der Nase aber der Huchen steht eigentlich nicht auf meiner Fangliste. Dies hat mehrere Gründe. Einerseits liegt das Schonmaß mit knapp 90cm sehr hoch was die Wahrscheinlichkeit einen massigen Fisch zu fangen deutlich reduziert und andererseits ist der Huchen allgemein recht selten. Einen solchen Fisch aus einem ohnehin fragilen Ökosystem zu entnehmen kann nicht im Sinne des Artenschutzes und der Nachhaltigkeit sein.

Aber was macht man dann an den wenigen arbeitsfreien Tagen? Tackle putzen, Vorfächer herstellen, Berichte schreiben und – ganz wichtig –  die Geräteboxen wieder füllen. So ergab es sich, dass ich zusammen mit einem Freund Ende November nochmal eine größere Bestellung in Polen tätigte. Vor allem Kleinstwobbler waren wieder dringend nötig da man pro Jahr bei uns hier doch etwa 10 Wobbler im Wasser lässt.

Der Weihnachtsmann war schon früher da als sonst 🙂

Goldy Wobbler

Kenart Wobbler

Gloog Wobbler

Krakusek Wobbler

Herbstdöbel

Kennt ihr das auch? Eigentlich sollte es auf Forelle gehen und – wie so oft- beißen nur die Döbel. Interessanterweise konnten wir bei einem Vergleichsfischen zwischen Spinner und Wobbler bzw. Gummifisch feststellen, dass die Döbel wohl eine Abneigung gegen Spinner haben – ganz im Gegensatz zu den Forellen. Kann natürlich sein, dass das nur an meinem Hausgewässer so ist. Wie sind eure Erfahrungen?

Einzelhaken Stinger Anti Fehlbiss System

Viel hilft viel…

Gerade jetzt im Herbst beißen die Fische etwas spitzer als sonst  -zumindest kommt es mir so vor. Gerade die Forellen die ja ohnehin dafür bekonnst sind, immer am Schwanz des gummifisches zu nuckeln, haben ihre Künste seit Beginn der Saison mittlerweile perfektioniert. Nachdem bei meinem Hausgewässer keine Drillinge erlaubt sind, muss ich mir anders behelfen, will ich meine Bißausbeute in halbwegs akzeptablem Bereich halten. Folglich werden alle Gummifische über 8cm mit einem zweiten Einzelhaken ausgestattet. Ist zwar etwas unfair aber wer fängt hat recht 😉 Allerdings erhöht sich mit diesem System auch die Anzahl an gefangenen Döbel drastisch. Auf eine Forelle kommen erfahrungsgemäß nun mindestens 2-4 Döbel… Und so geht´s:

Alles was wir brauchen ist eine Zange, Dentaldraht in 0,5mm, Sprengringe (optional), einen Bindestock (optional), Einzelhaken und Sekundenkleber.

UV-Aktivität bei Angelködern

UV aktiver Köder

Seit einiger Zeit geistert der Begriff UV-Aktivität bei Angelködern durch die einschlägigen Angelmedien. Nicht zuletzt dank Anglern wie Uli Beyer hat mittlerweile auch der letzte Wurmbader verstanden worum es sich hierbei handelt. Aber sind UV-aktive Köder wirklich so eine Wunderwaffe die immer und überall ihre Fische fangen? Nun, nach eigener Erfahrung kann ich das ganz klar verneinen. Vor allem an klaren Gewässern die mit Augenräubern wie Hecht und Forelle bewohnt sind, kann es hier durchaus zu fangeinbrüchen kommen. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass die Fische, sofern sie ein bestimmtes Alter und damit eine gewisse Erfahrung haben, sehr vorsichtig geworden sind. Wenn dann ein Petrijünger einen stark UV aktiven Köder durchs Wasser zieht und damit unter Wasser ein wahres Feuerwerk zündet, legen die Fische den Rückwärtsgang ein. Dies konnte ich besonders bei Forellen hautnah beobachten. Diese stoben teils panikartig auseinander als ich einen kleinen UV aktiven Gummifisch durchs Wasser zog.

Dementsprechend bin ich, was UV-aktive Köder betrifft, mittlerweile sehr vorsichtig. Ein kleines bisschen schadet nicht aber wer meint die UV Blendgranate in Form eines hoch UV-aktiven Köders unter Wasser zünden zu müssen, nun, der darf sich nicht wundern wenn er nichts fängt.

Je nach Intensität des UV Lichts wirkt der Punkt an der Kehle des Gummis dezent bis grell.

Wer aber die Gegebenheiten am Wasser richtig deutet und seinen Köder (auch hinsichtlich der UV Aktivität) richtig wählt, kann wahre Sternstunden erleben. Ein klein wenig UV Aktivität ist auch in klaren Gewässern erlaubt, wer allerdings einen Köder in der Farbe Motoroil durch einen Forellenbach zieht, wird in der Regel das Nachsehen haben.

Richtig dosierte Menge an UV Aktivität ist das A und O.

Herbstzeit = Hechtzeit

An meinem Hausgewässer sind die ersten Herbsthochwässer inzwischen durch. Dies hat zur Folge, dass sämtliche gesetzten Forellen mittlerweile in Streckenabschnitten schwimmen, die mein Verein nicht bewirtschaftet. So viel zum Thema Nächstenliebe… Irgendwo im Norden freuen sich jetzt einige „Kollegen“ über wahrlich stattliche Regenbogenforellen. Es sei ihnen vergönnt.

Nachdem es also mit den Forellen aktuell etwas mau aussieht, bleiben nicht mehr viele Alternativen übrig. Also muss es Meister Esox mal wieder richten. Da Hechte in einem Forellgewässer per Gesetz schon nichts verloren haben (wer denkt sich sowas eigentlich aus?), stellt Esox eine lohnende Alternative zu den Salmoniden dar. Aber wo soll man ihn suchen? Die Antwort ist recht einfach. Der Hecht ist relativ faul. Trotz seiner langen und schlanken Gestalt bewegt er sich nicht weiter als er muss. Nicht umsonst hat man uns im Vorbereitungslehrgang zur Fischerprüfung (ufff, das ist jetzt auch schon gut 20 Jahre her…) eingetrichtert, dass der Hecht ein Lauerjäger ist. Folglich benötigt er einen strömungsberuhigten Bereich an dem er ohne große Eigenbewegung verharren und auf Beute warten kann. Dies können Kehr- und Rückströmungen sein oder aber Kuhlen im Boden über die die Strömung hinweg schießt. Kommt dann mit der Strömung ein Beutefisch auf den Hecht zugetrieben, so schlägt er zu. So wie dieses Exemplar.

Döbel, Döbel und nochmals Döbel

Eigentlich darf man sich nicht beschweren wenn man einen Fisch fängt, schließlich ist das der Grund wieso man (zumindest laut den hier vorherrschenden Gedankengut des Gesetzgebers) ans Wasser geht. Allerdings kann man als Angler nur sehr geringfügig Einfluss darauf nehmen, welche Fischart genau den Köder nimmt. Fischt man mit einem mittelgroßen Gummifisch kann man quasi mindestens ein halbes Dutzend Fischarten wie z.B. Rapfen, Barsch, Zander, Hecht, Forelle, Döbel, Wels und Huchen fangen. Etwa die Hälfte der genannten Fischarten zählt nicht zu den Edelfischen bzw. ist vom kulinarischen Standpunkt aus gesehen minderwertig. Besonders Rapfen und Döbel sind Fische die ich nur ein Mal mit nach Hause genommen habe. Seitdem versuche ich den Fang dieser Fische weitestgehend zu vermeiden. Aber was will man machen, selektiv eine Fischart ausschließen um eine andere mit gleichem Beuteschema zu fangen ist leider (noch) nicht möglich. Ein Zurücksetzen solcher Fehlfänge gestaltet sich leider rechtlich gesehen schwierig da mittlerweile genügend selbsternannte Tierrechtler durch die heimische Flora streunern auf der Suche nach Ärger bzw. einem Opfer an dem sie sich abreagieren können….

Selbst auf einen 10cm Gummifisch beißen die kleinen Gierschlunde…

Der Paradiesvogel unter den Salmoniden – der Bachsaibling

Seit über 10 Jahren fische ich nun schon an meinem Hausgewässer. Bei den meisten Besatzaktionen war ich dabei, viele Arbeitseinsätze rund ums und am Gewässer stehen mittlerweile in meiner Arbeitsstundenkarte vermerkt und auch bei den elektrischen Abfischungen war ich oftmals als Anodenführer mit am Start. Einen Saibling konnte ich in all der Zeit aber nie sehen, geschweige denn fangen. An dieser Stelle sollte man vielleicht auch einfügen, dass der Verein bewusst keine Saiblinge besetzt. Wieso? Keine Ahnung. Irgendwie macht das keinen Sinn, schließlich wurde der Saibling bereits 1884 aus Amerika bei uns eingeführt, quasi ein jahr VOR der Regenbogenforelle –  und die besetzen wir in unserem Gewässer mehr als ausgiebig.

Umso erstaunter war ich, als ich diesen Herbst plötzlich beim Forellenfischen einen dieser tollen Salmoniden am Band hatte. So wirklich farbenprächtig wie ich den Saibling aus einschlägiger Literatur in Erinnerung hatte, war mein Exemplar leider nicht. Dennoch, ein toller Fisch über den ich mich sehr gefreut habe. Mal sehen ob es nochmal 10 Jahre dauert bis ich den nächsten ans Band bekomme.

Bastelzeit – Raubfischvorfächer selbst gemacht

Eine ordentliche Auswahl an hochwertigem Zubehör für die Herstellung von Raubfischvorfächern.

Gerade in den dunklen und kalten Monaten des Jahres widment man sich vermehrt der Reparatur, Neuanschaffung und Pflege seines Angelgeräts. Ich für meinen Teil fertige in dieser Zeit vor allem meine Raubfischvorfächer oder bauen aus einem Blank eine neue Rute auf. Vorfächer kann man nicht genug haben. Ich habe schon Tage erlebt an denen Abrisse im zweistelligen Bereich eher Regel als Ausnahme waren. Das geht natürlich ins Geld, egal ob man die Vorfächer selbst fertigt oder beim Händler kauft. Grund genug sich also genauer mit dem Thema auseinander zu setzen. Einige Impressionen sowie den gesamten Bericht findet ihr wie immer auf Angeln-24.de. Viel Spaß beim Lesen.