Unverhoffter Riesen-Döbel

Trotz oder vielleicht wegen Corona entwickelt sich 2020, zumindest bisher, zu einem sehr guten Angeljahr. Der Meter ist bei den Hechten bereits gefallen und auch bei den Döbeln konnte ich einen ordentlichen Ausnahmefisch fangen.

Riesiger Döbel, in Bayern auch Aitel genannt.

Dieses knapp 70cm lange Exemplar hat mehr mit einem Graskarpfen gemein als mit einem Döbel.

Bedenkt man, dass der Döbel, vor allem die größeren Exemplare, als sehr scheue und schlaue Tiere gelten, wundert es doch umso mehr, dass dieses Exemplar auf einen Wobbler gebissen hat. Wohl gemerkt, einen Wobbler mit Rasseln im Inneren. In der Regel nehmen erfahrene Tiere Reißaus wenn ihnen ein klackerndes Plastikfischchen über den Weg schwimmt.

Dorado – eine weitere polnische Wobblerschmiede

Dorado Lake

Dorado Wobbler gibt es schon ziemlich lange. Wie lange genau kann ich der Homepage des Herstellers leider nicht genau entnehmen da ich des polnischen nicht mächtig bin. Fakt ist aber, dass ich bereits um die Jahrtausendwende herum angefangen habe, meine Gerätekisten mit Dorado Wobblern zu füllen. Damals vor allem mit den Modellen Lake, Stick, Alaska und Invader. Das war in etwa auch zu der Zeit als Salmo seinen Aufstieg im Ködersegment begann. Nicht von ungefähr sehen sich viele Wobbler der einzelnen polnischen Köderschmieden sehr ähnlich. Das scheint aber niemanden zu stören, am allerwenigsten die Fische.

Wie bei den meisten polnischen Wobblern, bestehen auch die Dorados aus PU (glaube ich…). Holz ist es in jedem Fall nicht. Bereits vor einigen Jahren haben wir das erste Mal einen Jerk von Dorado getestet und waren positiv überrascht.

Auf Nachfrage stand mir die Firma zu meinen Fragen Rede und Antwort. Den entsprechenden Bericht hierzu findet ihr bald auf Angeln-24.de.

In unserem Ködertestportal werden wir in den nächsten 2 Jahren die Dorado Wobbler auf Herz und Nieren testen. Ihr dürft also gespannt sein.

Kenart Wobbler – Eine polnische Angelköderschmiede

Kenard Sneck

Eine mittlerweile nicht mehr ganz neue Marke auf dem Wobblermarkt ist die Marke Kenart aus Polen. Auf der Homepage kann sich jeder der sich für diese Wobbler interessiert selbst ein Bild vom Produktportfolio machen. Aktuell findet man unter www.kenart.pl gut 25 verschiedene Modelle an kleinen bis mittleren Wobblern. Soweit ich das erkennen kann, bestehen die Wobbler aus PU Schaum. Die Verarbeitung ist gut, die Farbdekore realistisch bis abstrakt. Die Haken sind relativ dick aber robust und kurzschenklig.

Die Polen scheinen wirklich ein Händchen für kleine, leichte und aggressiv laufende Wobbler zu haben. Wer schon Mal in Polen war weiß, dass das Land sehr stark von kleinen Bächen und Flüssen durchzogen ist. Für diese kleinen Bäche sind die meisten der polnischen Wobbler ausgelegt und entwickelt worden. Preislich liegen die meisten Modelle unter 5€ was nicht nur den Polen sondern auch den Rest der angelverrückten Europäer zu gute kommen dürfte.

Auch hier kann man ganz klar sagen: Es muss nicht immer Rapala, Megabass, Lucky Craft und Co sein. Die Rechnung ist eigentlich recht einfach. Ein Mittlerer Lucky Craft Wobbler kostet etwa 20€, die Premium Versionen gehen für 60€ über den Tisch. Ich habe sowohl die Modelle aus der Pointer Serie als auch die aus dem Premium Segment gefischt. Geile Teile, keine Frage. Aber sind sie ihr Geld auch wert? Persönlich fische ich an häufiger frequentierten Gewässern am liebsten ohne Geräuschkugeln. Die meisten Luckys haben aber welche. Außerdem sind einige meiner Gewässer mit Hindernissen regelrecht gespickt. Wer da einen Lucky fischt, hat den Bezug zum Geld verloren oder ist in einer guten finanziellen Situation in der Geld wohl keine Rolle spielt. Beides ist bei mir nicht der Fall, ich wohne in einer der teuersten Städte Deutschlands und muss auch schauen, dass ich meine Kröten irgendwie beisammen halte. Aus diesem Grund habe ich fast alle meine Luckys verkauft. Wenn man sich eh kaum traut damit zu fischen, haben diese Köder ihre Existenzberechtigung in meiner Köderkiste verloren. Oder um es nochmal deutlich zu machen: Für einen Lucky bekomme ich durchschnittlich 15 polnische, in Handarbeit gefertigte Unikate. Ich brauche am Wasser keine Statussymbole um zu überzeugen oder mich als Überangler zu fühlen. Hier verhält es sich wie mit den Autos wenngleich bei Autos hinsichtlich der Leistung ein deutlicher Unterschied besteht ob ich mit einem Skoda zum Fischen fahre oder mit einem Maybach.

 

Auf unserer gerade noch im Aufbau befindlichen Seite www.anglerportal.net werden wir in den nächsten zwei Jahren fast alle der Kenart Wobbler sukzessive testen, ihr dürft also gespannt sein.

Savage Gear Line Thru Trout

Gefühlt bin ich nur noch am Schreiben von Berichten über Savage Gear Köder. Manch ein (zu) wacher Geist könnte dahinter eine Verbandelung mit dieser Firma vermuten, allerdings kann ich zum jetzigen Zeitpunkt mit Sicherheit sagen, dass Angeln-24.de/anglerblog.de aktuell kein Sponsoring oder ähnliches von Savage Gear bekommt, schade eigentlich.DSC04156

However, die Line Thru Trout gibt es mittlerweile auch schon seit einiger Zeit auf dem Markt, bzw. ist nur noch deren Nachfolger erhältlich. Geändert hat sich vor allem etwas bei den Farbdecors. Hier hat SG ordentlich an Qualität, Detailtreue und Natürlichkeit zugelegt. Aktuell hat SG, wie fast jedes Jahr, wieder einen der begehrten EFTTEX Preis abgeräumt, diesmal für den Line Thru Pike. Einerlei, es soll ja hier um die Trout gehen. Diese gibt es in mehreren Größen. Die kleinen beginnen bei 15cm und enden laut Katalog bei 25cm, dazwischen gibt es noch die 20cm Version. Allerdings gibt es auch immer wieder Kleinserien von größeren Exemplaren https://www.youtube.com/watch?v=wC28qwua3MA zumindest lässt das die Aussage hier vermuten da der gute Daniel hier ein 30cm Lappen in der Hand hält¦

DSC04155Interessanterweise fängt man mit den Trouts nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Hecht und Co. Diesen Herbst konnte ich eine 60+ Regenbogenforelle auf das 15cm Modell der Trout erwischen, ausgestattet mit einem Einzelhaken im hinteren Drittel des Köders. Wirklich erstaunlich mit welcher Vehemenz die Forelle sich den Köder reingeballert hat.

 

Schnäppchen – Savage Gear Swimbaits

Savage Gear Line Thru Trouts

Nachdem bei Savage Gear fast jedes Jahr ein neuer, angeblich besserer Swimbait auf den Markt kommt, hat man aktuell die Möglichkeit die „alten“ Modelle zu richtig guten Preisen abzugreifen. Aktuell hat Savage Gear die Pulse Tail Trout rausgebracht und kurze Zeit davor die 4D Line Thru Trout.

Die Händler die aber noch einen großen Posten der alten 3D Trouts haben, werden diese sicherlich nicht einfach über den Firmenmüll entsorgen. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen beim letzten Black Friday Sale. Und ja, ich wurde nicht enttäuscht. Eines der größeren Angelversandhäuser haute den Altbestand an 3D Line Thru Trouts zu wirklich sehr guten Preisen raus. Hinzu kamen dann noch einige 3D Burbots (8,99€) und 3D Roaches in diversen Farben und Größen. Klasse Sache, der Vorrat an Swimbaits für die nächsten Jahre ist gesichert.

Savage Gear Line Thru Trout

Savage Gear Line Thru Trout

 

 

 

 

 

 

 

 

Savage Gear 3D Burbot

Savage Gear 3D Burbot

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Savage Gear 3D Burbot

Savage Gear 3D Roach

Savage Gear Soft 4 Play

Zur Marke Savage Gear braucht man eigentlich nichts mehr sagen. Seit einigen Jahren drängt sich diese Marke regelrecht durch gute Preise und Innovationen auf den Raubfisch Markt. Nicht zuletzt durch den von einigen schon als Messias gehandelten Produktmanager Mads Grossel hat die Marke international an Ansehen gewonnen.

Als einer der ersten Firmen hat SG vor einigen Jahren mehrteilige Soft Baits auf den Markt gebracht (EFTTEX Auszeichnung 2011). Danach folgten andere Firmen. Wie das halt immer so ist. Einer macht was Gutes, alle anderen fangen an zu kopieren. Explizit meine ich hier den Savage Gear  Soft 4Play Gummifisch. Er kann vielseitig montiert werden wobei ich die Lip Scull Montage vorziehe. Warum? Ganz einfach, sie kombiniert das Beste aus zwei Welten, nämlich GuFi mit Wobbler. Durch den Lip Skull lässt sich der Gummifisch sehr langsam führen und schwänzelt dabei extrem aufreizend. Die kleineren 9,5cm Modelle eigenen sich gut für die Fischerei auf Barsch, Rapfen und große Forellen. Die 13cm Version ist vor allem für den Allrounder interessant dem es egal ist, ob sich ein Rapfen, ein Hecht oder ein Zander an den Haken verirrt. Die 19cm Version ist vor allem für Schleppfischer interessant die den Lappen hinterm Boot her schleifen. Empfehlen würde ich allerdings an dieser Stelle, dass man bei den größeren Modellen einen zusätzlichen Drilling im hinteren Teil des Köders anbringt. Zwar nehmen Hechte den Köder meist volley, allerdings gilt das nicht für alle potentiellen Zielfische. Auch gibt es ein, ich glaube es ist 25 oder 30cm langes Modell des Köders. Dieses wird aber nicht offiziell gelistet. Keine Ahnung woher ich diese Exemplare habe. Bisher ruhen sie noch in der Originalverpackung und warten auf ihren Einsatz. Aufgrund des enormen Gewichts und der entsprechenden Größe sind diese XXL Lappen definitiv nur für die Schleppfischerei geignet.DSC04159

Die Haltbarkeit der Gummis ist gut, selbst mehrere Hechtbisse hält der Köder meist problemlos aus. Die Farbpalette ist auch enorm, wenngleich es so scheint als ob Savage Gear die weitere Produktion bald einstellen würde. Wie komme ich darauf? Nun, im Jahre 2018 sind kaum noch unterschiedliche Dekors auf der Herstellerhomepage zu finden. Das legt zumindest für mich den Schluss nahe, dass die Köderserie eingestellt wird oder es in absehbarer Zeit einen Nachfolger geben wird. Gerade Savage Gear ist ja dafür bekannt seine Köderserien regelrecht zu melken. Jedes Jahr kommt ein optisch ähnliches Modell heraus welche sich vom Vorgänger nur im Namen und der Färbung unterscheidet (naja ganz so trivial ist es nun auch nicht). Vor einiger Zeit gab es noch deutlich mehr Farbdekors zu kaufen. Immer wieder stolpert man im Internet auch über Schnäppchen wo die 9,5cm und die 13cm Version für schlappe 2,99 bzw. 3,99 Teuronen angeboten werden.

Natürlich kann man den Soft 4Play nicht nur mit dem Lip Skull fischen, es gibt durchaus noch andere, darunter auch konventionelle Montagemöglichkeiten. Wer ganz faul ist, kann sich den Köder auch bereits fertig montiert kaufen. Persönlich halte ich davon aber eher wenig.DSC04161

Das Laufverhalten ist, wie oben bereits subtil angedeutet, sehr agil und lebhaft. Dadurch, dass es sich um einen Gummiköder mit der Aktion eines Wobblers handelt, hat Savage Gear wirklich Großes geleistet. Endlich mal ein Köder mit guter Aktion und ohne Rasseln. Dass ich das noch erleben darf…

Aber im Ernst, der Köder sollte in keiner Spinnangler Box fehlen. Selbst die Montage mit einem Offset Hook ist möglich. Damit kann man den Köder auch direkt im Kraut fischen. Im Internet finden sich genügend Laufvideos des Köders. Wer danach noch nicht überzeugt ist, dem ist nicht mehr zu helfen.

 

Neuzugang: Fishing Ghost – Renky One

Swimbaits gibt es ja mittlerweile wie Sand an Meer. Früher gab es nur Castaics bzw. irgendwelche großen Gummilappen die man auf einen Jig zog, mit Drillingen spickte und hinterm Boot her schleifte. Das hat sich in den letzten Jahren drastisch geändert. Immer raffinierter und größer werden die Schleppköder. Eine ganz heiße Bank für innovative und auch preislich noch erschwingliche Köder ist die Firma Savage Gear. Die machens vor, alle machens nach – zumindest in der Theorie.

Betrachtet man das Produktportfolio der einzelnen großen Firmen, so findet man eigentlich überall Swimbaits im Sortiment. Selbst #Daiwa hat mittlerweile welche –  und was für welche! Preislich löhnt man für eine Daiwa ProRex Hybrid Trout etwa 20€. Das ist nicht viel, vergleicht man die Trout mit anderen, ähnlichen Produkten wie z.B. einer Castaic Forelle oder einer Savage Gear Line Thru Trout. Umso erstaunter war ich, als ich bei meinem letzten Besuch in der #angleroase einen völlig neuen Köder an der Köderwand hängen sah.

Zugegeben, die Swimbaits ähneln irgendwie alle ein bisschen der Urform einer Castaic Forelle…. So auch der Renky One Swimbait. Nur dass es sich hierbei um einen Swimbait in Renkenform handelt. Da ich 2020 ohnehin vorhatte wieder ein paar größere Swimbaits zu testen, nahm ich die Renky mal von der Wand. Der Preis von etwas mehr als 35€ ist schon ziemlich gesalzen. Die Marge für den Hersteller also entsprechend hoch, bedenkt man doch, dass es eine Hybrid Trout von Daiwa für fast die Hälfte gibt. Aber ist der Preis gerechtfertigt?

Renky One

Zwei Dinge kann ich jetzt schon mal sagen: Die Verarbeitung ist gut. Einziges Manko neben dem Preis: Die Befestigung der Tauchschaufel. Diese lässt sich einfach nach unten hin heraus ziehen. Laut Aufdruck auf der Rückseite der Verpackung soll dies Hänger lösen. Das könnte innovativ sein, klingt aber in meinen Ohren eher nach „Sorry, wir haben das nicht besser hinbekommen“.

Renky One

Wie dem auch sei, eine Ersatzschaufel liegt bei und ich habe bei meinem Exemplar die Tauchschaufel mit 2K Kleber fixiert. Sicher ist sicher. Wer sich die Herstellerhomepage ansieht, wird recht schnell merken, dass es sich hierbei um eine kleine bajuwarische Firma am Starnberger See handelt, quasi um die Ecke von mir. Im Produktportfolio des Herstellers sind auch Gummifische, zwei Ruten, Rollen etc. Ob sich die Firma in Laufe der nächsten Jahre auf dem Raubfischsektor etablieren kann, bleibt abzuwarten. Aus meiner Sicht ist das interessanteste Produkt hier wirklich die Renky One. Ob diese allerdings 35€ wert ist, bleibt abzuwarten…

Die Promovideos auf Youtube welche am Starnberger See entstanden haben auf jeden Fall bei einigen einheimischen Fischern für Missfallen gesorgt, herrscht doch das einhellige Gentlemans Agreement Fänge aus dem Starnberger See nicht medienwirksam auszuschlachten.

Fly vs Jerk 11 Episode 2

Guten Morgen zusammen, endlich ist sie da, die zweite Folge von Fly vs Jerk 11. Viel Spaß beim Glotzen 😉

Fly vs Jerk 11 Episode 1

Endlich ist es wieder soweit. Das bekannte skandinavische Format Fly vs Jerk startet in die 11. Runde. Auch diesmal wieder treten mehrere Teams gegeneinander an. Gewinner ist, wer am Ende die meisten Punkte hat. Das Tunier dauert drei Tage, Punkte gibt es für die schwersten, längsten und meisten gefangenen Hechte. Die Teams bestehen aus jeweils zwei Anglern die entweder mit Fliege oder mit Kunstködern fischen dürfen.

Enjoy it.

YouTube Predator Cup 2019

Zum YouTube Predator Cup muss man mittlerweile eigentlich nichts mehr sagen. Diverse europäische Top Angler treten direkt gegeneinander an. Interessant ist auch zu sehen, dass die „Profis“ auch nur ganz normale Menschen sind die mal mehr und mal weniger Glück beim Angeln haben.