Die erste kapitale Renke 2019

Die Renkenangelei ist verglichen mit anderen Angelarten eine noch recht junge Angelart. Vor 50 Jahren galten Renken noch als unfangbar – außer natürlich mit dem Netz. Heute stellen die Petrijünger den Coregonen auch mit der Rute nach – die Hegene machts möglich.

Nicht nur die Fische waren uns an diesem Tag gnädig. Auch Mutter Natur entschädigte uns mit diesem schönen Regenbogen.

Zugegeben, persönlich finde ich die Zupferei auf Renken nicht soooo toll aber mein Angelbuddy wollte letzte Woche unbedingt mal auf Renke losziehen. Folglich ließ ich mich dazu breitschlagen. Also saßen wir zu zweit im Boot. Ich hatte nach einiger Zeit des meditativen Hebens und Senkens der Hegene die Nase voll und montierte die Spinnrute. Die Zupfrute legte ich solange an der Bordwand ab. Wie sollte es auch anders sein, nach kurzer Zeit begann die Spitze zu rucken. Das kann doch nicht… oder doch? Tatsächlich, da hatte sich ein Fisch an einer der Nymphen vergriffen…bei meinem Glück vermutlich die Mutter aller Brachsen die nur gebissen hat um mir vom Blei bis zum Einhänger der Hegene alles vollzuschleimen. Aber wie eine Brachse fühlte sich mein Gegner nicht an, ganz im Gegenteil. Der Fisch schoss hin und her unter der Oberfläche und konnte schlussendlich doch in den Kescher bugsiert werden.

Was für ein Eumel – aber der Fisch ist auch nicht übel.

Das Erstaunen war nicht gering als wir tatsächlich die erste maßige Renke in unserem Boot hatten…und was für eine.

Es sollte für den Tag nicht die einzige Renke bleiben. Innerhalb der nächsten 2h konnten wir noch einige gute Fische haken die sich aber nach fulminanten Drill wieder verabschiedeten. Insgesamt lagen später drei richtig kapitale Exemplare im Boot.

Ordentliche Renke

Bisher kannte ich Renken eigentlich nur als bessere Lauben, sprich dürr und langgezogen. Aber hey, wenns immer so gut läuft lass ich mich auch gern vom Gegenteil überzeugen.

Die Maulwurfsgrille

Maulwurfsgrille

Einstmals häufig und irgendwann als Schädling abgestempelt, mittlerweile immer seltener – die Maulwurfsgrille. Dieses Jahr hatte ich wieder das Glück ein lebendes Exemplar zu sehen. Zu Fotozwecken wurde das Tier kurz in ein Formicarium gesetzt und wenig später wieder frei gelassen. Besonders erstaunlich fand ich die Größe des Tieres. Die Körperlänge entspricht in etwa der Länge des Mittelfingers eines erwachsenen Menschen. Außerdem war „mein“ Exemplar doch recht proppe um nicht zu sagen fett.

Maulwurfsgrille

Angelruten Tuning – Griffe umbauen

Lange war ich mir nicht sicher ob ich zu diesem Thema einen Post bringen soll. Schließlich sind die meisten Menschen mittlerweile einfach schlichtweg faul, handwerklich unbegabt oder leben ihre Rolle in unserer Wegwerfgesellschaft vorbildlich aus. Wo kämen wir denn dahin, wenn man plötzlich anfangen würde alte Sachen zu reparieren? Schließlich will die Industrie ja Geld mit uns machen. Es ist ja immerhin auch allgemein bekannt, dass man nur Fische fängt, wenn man das neueste, beste und teuerste Gerät hat… Das es auch anders geht, zeige ich euch hier. Viel Spaß beim Lesen.

Hier sehr ihr eine der umgebauten Ruten. Es handelt sich um eine Savage Gear MPP der ersten Generation.

Wobblerrohlinge mit Airbrush besprayen – Custom lures III

Nachdem ich in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch seitens Kollegen, Freunden und der Netzgemeinde erhalten habe, möchte ich euch künftig mehr auf dem Laufenden halten was meine „Köderkreationen“ betrifft. Diese Woche haben wir von Angeln-24.de z.B. ein kleines Tutorial zum Thema Wobblerbemalung mit Airbrush gemacht. Nichts besonderes, eigentlich nur die Action Cam nebenher laufen lassen. Aber vielleicht kann ja der eine oder andere von euch daraus etwas lernen oder dieses „Hobby“ für sich entdecken. Ich für meinen Teil konnte auch dieses Mal wieder etwas lernen z.B. dass ich künftig die Punkte an der Seite von Wobblern im Bachforellendesign mit einer Schablone auftragen werde und nicht mehr mittels Q-Tip. Schaut einfach besser aus.

Das Tutorial Video dazu stellen wir vermutlich Ende August 2019 online.

Wobbler im Bachforellendesign. Fast fertig, ein paar Arbeitsschritte fehlen aber noch. Künftig werde ich aber die Punkte an der Seite mit einer Schablone auftragen. Das wirkt deutlich besser….

 

 

Fingerhut

So manch einer geht mit offenen aber doch geschlossenen Augen durch die Natur. Einfach nur um sagen zu können er war mal wieder draußen. Dabei kann man nicht nur beim Angeln sondern auch bei den sonntaglichen Spaziergängen durch die Natur immer wieder mal die eine oder andere Kostbarkeit entdecken.

Vor kurzem konnte ich den zwar stark giftigen aber auch seltenen roten Fingerhut bei uns in den Wäldern entdecken. Zwar habe ich schon früher die eine oder andere Staude dieser Pflanzen gesehen aber in den letzten Jahren war deren Anblick doch eher selten.

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Der Hinweis diese Pflanzen nicht zu pflücken oder Teile davon zu essen, erübrigt sich wohl, da ich bereits eingangs erwähnt habe, dass es sich um eine stark giftige und geschützte, seltene Art handelt.

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Fundstücke am Wasser – verlorene Köder

Ab und an kommt es vor, dass man abgerissene Köder unserer Mitangler findet. Meist sind diese aber schon so durch und verwittert, dass ein Fischen damit nicht mehr möglich ist. Über so einen Kollegen bin ich dieser Tage gestoßen. Es handelt sich hierbei um eine Jackson Gummiforelle, 18cm im Bachforellendesign. Leider sind die Weichmacher schon draußen und der Gummi wird langsam aber sicher spröde. Im Urzustand war noch ein Jigkopf an der Forelle montiert, allerdings ist bei besagtem Jigkopf die Öse abgebrochen was letztendlich auch zum Verlust des Köders geführt hat. Den Jigkopf werde ich wohl einschmelzen und die Forelle, nun, vielleicht gebe ich ihr eine letzte Chance nochmal Feindkontakt zu haben, wir werden sehen.

Wie man auf dem Bild sieht, habe ich versucht die Forelle noch etwas zu flicken….

Fische fangen als Gastangler? Laut oder Leise?

Nun, jeder der der Fischerei verfallen ist, wird über kurz oder lang schon mal mit dem Gedanken gespielt haben, eine Angelreise zu machen bzw. Fische an neuen und unbekannten Gewässern zu überlisten. Im europäischen Ausland oder in Ländern in denen C&R praktiziert wird, hat man als Gastangler auch gute Chancen ordentliche Fische zu fangen. Aber wie sieht es mit den ausgeplünderten Gewässern in Deutschland selbst aus?

Selbstverständlich hat jeder Verein der Gewässer bewirtschaftet und auch Gastkarten ausgibt des Hege- und Pflegeauftrag. Im Klartext heißt das: Es wird Fisch besetzt und Fisch entnommen, Arbeitsdienste am Wasser geleistet, Renaturierungsmaßnahmen finden, wenn nötig statt und und und. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es an einem unbekannten, vermutlich eher fischarmen Gewässer von Vorteil ist, sich angel- und ködertechnisch von der breiten Masse der Mitangler abzuheben. Fischen alle mit Blinker, fische ich mit Gummi, fischen sie mit Rasselködern, fische ich mit Silent Lures.

Diese Rechnung ging auch 2019 im bayrischen Wald erneut auf. Ein öffentlich zugänglicher Gewässerabschnitt eines kleinen Flüsschens war das Ziel. Gefangen werden sollten Döbel (Aitel) und Forellen. Ein Vergleichsfischen mit meinem Angelbuddy ging ganz klar zu Gunsten der stillen Kunstköder aus. Selbst die dort nur sehr kurzfristig vorkommenden Bachforellen (kurzfristig weil die Besatzfische innerhalb weniger Tage allesamt mit Wurm rausgefangen werden…) konnte einem rassellosen Köder nicht wiederstehen.

2019 – Das Jahr der Flussbarsche?

Normalerweise fange ich in meinem Hausgewässer selten Barsche. Der Angeldruck dort ist recht stark und wie in den meisten Forellengewässern besteht für Aal, Hecht & Barsch Entnahmepflicht. Dementsprechend kommen, wenn überhaupt, nur sehr kleine Barsche dort vor. Nachteilig wirkt sich zudem das extrem langsame Wachstum der Barsche aus.

Dennoch, dieses Jahr scheint es mit den Kammschuppern recht gut zu laufen. Bis Ende Juni konnte ich ein paar nette Exemplare überlisten welche schon mindestens ein Jahrzehnt auf dem Buckel haben. Solche Fische sind nicht umsonst so groß geworden, ganz im Gegenteil. Diese Fische haben schon unzählige Köder an ihren Mäulern vorbei ziehen sehen und sind stark geblieben (oder hatten das Glück wieder zurück geworfen zu werden).

Dieses Mal war es ein sinkender Hardbait ohne Rasseln im Inneren, der den Barsch zu einem Landgang überreden konnte.

Schöner Flussbarsch, gefangen auf eine Daiwa Flat minnow im Barsch Design

Schöner Flussbarsch, gefangen auf eine Daiwa Flat minnow im Barsch Design

Kapitaler Döbel

Der Döbel, in Bayern auch Aitel genannt, zählt bei vielen Anglern ja nicht unbedingt zu den Lieblingsfischen. Kulinarisch gesehen ist er auch nicht mit anderen Edelfischen wie z.B. Forelle oder Zander gleichzusetzen. Allerdings ist er in trüberen Gewässern ein dankbarer Fisch der unsere Köder auch dann noch nimmt wenn andere Fische beißunwillig sind. In klaren Gewässern jedoch stellt er für jeden Angler eine echte Herausforderung dar. Selbst mit dünnsten Vorfächern ist er dann kaum zu überlisten. Aber wehe vorangegangener Niederschlag trübt das Wasser etwas ein. Dann lässt der sonst ach so scheue Döbel sämtliche Vorsicht fallen und attackiert hemmungslos unsere Köder.

Kapitaler Döbel, überlistet beim Angeln-24.de Teamfischen im Jnui 2019 an der Chamb

Exemplare über 40cm sind schon recht stattlich, über 50cm kapital und über 60cm außergewöhnlich. Manchmal kommt alles zusammen und man hat Glück ein solch stattliches Exemplar zu einem Landgang zu überreden.

Teamtreffen am Höllensteinsee 2019

Anstrengende Wochen liegen hinter mir. Zusammen mit Artur folgten wir dem Ruf der Wildnis und schlugen uns durchs bayrische Outback. Insgesamt befischten wir drei Gewässer mit mehr oder weniger großem Erfolg. Teil 1 der Tour startete am Höllensteinsee welchen wir bereits in der Vergangenheit mehrfach befischt haben. Einen kompletten Bericht zum ersten Teil unserer Tour findet ihr hier.

Zander Höllensteinsee 2019