Daiwa Prorex Crimper Zange / Quetschhülsenzange

Daiwa / Prorex Zange – Seitenansicht

Spätestens wenn man zum X-ten Mal am Wasser beim Spinnfischen abgerissen hat, muss man sich früher oder später entscheiden ob es nicht doch Sinn macht seine Vorfächer selber zu bauen. Schwer ist das wahrlich nicht aber man braucht eine gewisse Grundausstattung dafür. Die Qualität und Haltbarkeit eines selbstgemachten Stahl- oder FC Vorfachs steht und fällt mit der Qualität der Quetschungen, also mit der Quetschhülsenzange. In den letzten beiden Jahrzehnten durfte ich so einige Crimper Zangen mein Eigen nennen.

Bei einigen war es aber ein kurzlebiges Vergnügen. Seit einiger Zeit habe ich die Zange von Prorex in meiner Vorfachtasche. Was soll ich sagen, bisher hat sie mich noch nicht enttäuscht. Das Quetschbild ist sehr sauber, die Zange selbst robust und das für einen auf dem deutschen Markt unschlagbaren Preis von ca. 10€. Einen ausführlichen Testbericht findet ihr auf unserer Hauptseite. Viele Vergnügen beim Lesen.

Daiwa Caldia Rolle

Rollen gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer – in allen Formen, Farben und Preisklassen. Aber ganz ehrlich, was taugen denn Rollen um die 40€? Beim Ansitzangeln mögen diese günstigen Plastikbomber oftmals ihre Berechtigung haben, aber beim Spinnfischen? Wenn man an einem Tag mehrere Kilometer Schnur eurch die Ringe kurbelt, dann trennt sich die Spreu vom Weizen recht schnell. Shimano Rollen haben in Anglerkreisen einen recht guten Ruf, aber wie sieht es z.B. mit Daiwa Rollen aus?

Vor etwas mehr als einem Jahrzehnt hatte ich mal eine Daiwa Samurai an meinen Ruten. Eine Rolle die unter 50€ zu haben war. Eigentlich ein klarer Fall von Billigrolle – möchte man meinen. Zumindest suggeriert einem der Preis das. Aber die Rolle war einfach nicht klein zu bekommen. Irgendwann war es aber dann doch soweit, allerdings eigenverschuldet.

Nachdem ich dieses Jahr noch auf der Suche nach einer Allroundspinnrolle war, fiel die Wahl auf die Daiwa Caldia 3000. Eine Gute Wahl wie sich herausstellte. Eine kleine Vorstellung der Rolle findet ihr hier.

Test Daiwa Powermesh Spin 2,1m 7-28g Wurfgewicht

Wer meine Fangbilder in letzter Zeit aufmerksam betrachtet hat, wird feststellen, dass es eine neue Rute in meinem Geräteportfolio gibt. Es handelt sich hierbei um die Daiwa Powermesh Spin in der 2,10m Ausführung. Nach einem halben Jahr aufreibender Praxistests habe ich die Ergebnisse nun endlich zu Papier, pardon, in schriftlicher Form niedergelegt.

Das ich während des Tests mit der Rute meine persönliche Rekordforelle gefangen habe, spielt bei der objektiven Bewertung der Rolle eine untergeordnete Rolle. Den ausführlichen Test findet ihr hier.

Dicke Forelle(n) im Herbst

Irgendwer sagte mal im Herbst beißen vornehmlich die dicken Fische. Ob dieser Aussage nun einer Gesetzmäßigkeit zu Grunde liegt, kann ich mit meinen zarten 35 Jahren leider nicht wirklich sagen. Fakt ist jedoch, dass ich in den letzten 4 Jahren im Herbst immer recht gut gefangen habe. Dementsprechend nutze ich den Herbst um eine verkorkste Saison ggf. doch noch zum Guten zu wenden. Auch dieses Jahr stehen die Zeichen recht günstig was die kapitalen Fische im Herbst betrifft. Nachdem ich mich Anfang September erst mit neuem Angelgerät für die Forellenfischerei eingedeckt hatte, zog ich also voller Tatendrang los. Die Kombo aus Daiwa Rute und Rolle sollte mehr zu tun bekommen als ich zu hoffen gewagt hatte…

Die erste kapitale Renke 2019

Die Renkenangelei ist verglichen mit anderen Angelarten eine noch recht junge Angelart. Vor 50 Jahren galten Renken noch als unfangbar – außer natürlich mit dem Netz. Heute stellen die Petrijünger den Coregonen auch mit der Rute nach – die Hegene machts möglich.

Nicht nur die Fische waren uns an diesem Tag gnädig. Auch Mutter Natur entschädigte uns mit diesem schönen Regenbogen.

Zugegeben, persönlich finde ich die Zupferei auf Renken nicht soooo toll aber mein Angelbuddy wollte letzte Woche unbedingt mal auf Renke losziehen. Folglich ließ ich mich dazu breitschlagen. Also saßen wir zu zweit im Boot. Ich hatte nach einiger Zeit des meditativen Hebens und Senkens der Hegene die Nase voll und montierte die Spinnrute. Die Zupfrute legte ich solange an der Bordwand ab. Wie sollte es auch anders sein, nach kurzer Zeit begann die Spitze zu rucken. Das kann doch nicht… oder doch? Tatsächlich, da hatte sich ein Fisch an einer der Nymphen vergriffen…bei meinem Glück vermutlich die Mutter aller Brachsen die nur gebissen hat um mir vom Blei bis zum Einhänger der Hegene alles vollzuschleimen. Aber wie eine Brachse fühlte sich mein Gegner nicht an, ganz im Gegenteil. Der Fisch schoss hin und her unter der Oberfläche und konnte schlussendlich doch in den Kescher bugsiert werden.

Was für ein Eumel – aber der Fisch ist auch nicht übel.

Das Erstaunen war nicht gering als wir tatsächlich die erste maßige Renke in unserem Boot hatten…und was für eine.

Es sollte für den Tag nicht die einzige Renke bleiben. Innerhalb der nächsten 2h konnten wir noch einige gute Fische haken die sich aber nach fulminanten Drill wieder verabschiedeten. Insgesamt lagen später drei richtig kapitale Exemplare im Boot.

Ordentliche Renke

Bisher kannte ich Renken eigentlich nur als bessere Lauben, sprich dürr und langgezogen. Aber hey, wenns immer so gut läuft lass ich mich auch gern vom Gegenteil überzeugen.

Die Maulwurfsgrille

Maulwurfsgrille

Einstmals häufig und irgendwann als Schädling abgestempelt, mittlerweile immer seltener – die Maulwurfsgrille. Dieses Jahr hatte ich wieder das Glück ein lebendes Exemplar zu sehen. Zu Fotozwecken wurde das Tier kurz in ein Formicarium gesetzt und wenig später wieder frei gelassen. Besonders erstaunlich fand ich die Größe des Tieres. Die Körperlänge entspricht in etwa der Länge des Mittelfingers eines erwachsenen Menschen. Außerdem war „mein“ Exemplar doch recht proppe um nicht zu sagen fett.

Maulwurfsgrille

Angelruten Tuning – Griffe umbauen

Lange war ich mir nicht sicher ob ich zu diesem Thema einen Post bringen soll. Schließlich sind die meisten Menschen mittlerweile einfach schlichtweg faul, handwerklich unbegabt oder leben ihre Rolle in unserer Wegwerfgesellschaft vorbildlich aus. Wo kämen wir denn dahin, wenn man plötzlich anfangen würde alte Sachen zu reparieren? Schließlich will die Industrie ja Geld mit uns machen. Es ist ja immerhin auch allgemein bekannt, dass man nur Fische fängt, wenn man das neueste, beste und teuerste Gerät hat… Das es auch anders geht, zeige ich euch hier. Viel Spaß beim Lesen.

Hier sehr ihr eine der umgebauten Ruten. Es handelt sich um eine Savage Gear MPP der ersten Generation.

Wobblerrohlinge mit Airbrush besprayen – Custom lures III

Nachdem ich in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch seitens Kollegen, Freunden und der Netzgemeinde erhalten habe, möchte ich euch künftig mehr auf dem Laufenden halten was meine „Köderkreationen“ betrifft. Diese Woche haben wir von Angeln-24.de z.B. ein kleines Tutorial zum Thema Wobblerbemalung mit Airbrush gemacht. Nichts besonderes, eigentlich nur die Action Cam nebenher laufen lassen. Aber vielleicht kann ja der eine oder andere von euch daraus etwas lernen oder dieses „Hobby“ für sich entdecken. Ich für meinen Teil konnte auch dieses Mal wieder etwas lernen z.B. dass ich künftig die Punkte an der Seite von Wobblern im Bachforellendesign mit einer Schablone auftragen werde und nicht mehr mittels Q-Tip. Schaut einfach besser aus.

Das Tutorial Video dazu stellen wir vermutlich Ende August 2019 online.

Wobbler im Bachforellendesign. Fast fertig, ein paar Arbeitsschritte fehlen aber noch. Künftig werde ich aber die Punkte an der Seite mit einer Schablone auftragen. Das wirkt deutlich besser….

 

 

Fingerhut

So manch einer geht mit offenen aber doch geschlossenen Augen durch die Natur. Einfach nur um sagen zu können er war mal wieder draußen. Dabei kann man nicht nur beim Angeln sondern auch bei den sonntaglichen Spaziergängen durch die Natur immer wieder mal die eine oder andere Kostbarkeit entdecken.

Vor kurzem konnte ich den zwar stark giftigen aber auch seltenen roten Fingerhut bei uns in den Wäldern entdecken. Zwar habe ich schon früher die eine oder andere Staude dieser Pflanzen gesehen aber in den letzten Jahren war deren Anblick doch eher selten.

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Der Hinweis diese Pflanzen nicht zu pflücken oder Teile davon zu essen, erübrigt sich wohl, da ich bereits eingangs erwähnt habe, dass es sich um eine stark giftige und geschützte, seltene Art handelt.

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Fundstücke am Wasser – verlorene Köder

Ab und an kommt es vor, dass man abgerissene Köder unserer Mitangler findet. Meist sind diese aber schon so durch und verwittert, dass ein Fischen damit nicht mehr möglich ist. Über so einen Kollegen bin ich dieser Tage gestoßen. Es handelt sich hierbei um eine Jackson Gummiforelle, 18cm im Bachforellendesign. Leider sind die Weichmacher schon draußen und der Gummi wird langsam aber sicher spröde. Im Urzustand war noch ein Jigkopf an der Forelle montiert, allerdings ist bei besagtem Jigkopf die Öse abgebrochen was letztendlich auch zum Verlust des Köders geführt hat. Den Jigkopf werde ich wohl einschmelzen und die Forelle, nun, vielleicht gebe ich ihr eine letzte Chance nochmal Feindkontakt zu haben, wir werden sehen.

Wie man auf dem Bild sieht, habe ich versucht die Forelle noch etwas zu flicken….