Knotenkunde mit ProfiBlinker

Eigentlich sollte das Thema Knoten im Vorbereitungslehrgang zur Fischerprüfung ausführlich und bis zum Erbrechen behandelt worden sein. Leider stellen meine Kollegen und ich immer wieder fest, dass sich so einiges an „Anglern“ am Wasser tummelt die keinen ordentlichen Knoten hin bekommen geschweige denn wissen, worauf man achten muss, wenn man einen Knoten mit maximaler Tragskraft erhalten möchte. Da ich ehrlicherweise zu faul bin, hier ein Tutorial oder einen ausführlichen Artikel zum Thema Knoten zu schreiben, greife ich auf Altbewährtes zurück. Viel Spaß mit dem Video.

Freier Eintritt im Jagd- und Fischereimuseum in München

Wer im Juni oder Juli sein Wissen zum Thema Jagd –  und Fischerei etwas auffrischen möchte oder einfach nur einen entspannten Nachmittag gemeinsam mit seinen Kindern oder Kumpels verbringen möchte, der kann sich ja die Exponate im deutschen Jagd- und Fischerei Museum ansehen. Einen Link zur Homepage findet ihr hier. Der Eintritt ist ausnahmsweise frei.

Profi Blinker vs. Angelinfluencer

Mann, Mann, Mann – was ist denn hier los?! Die YouTube Szene wird auch immer seltsamer. Nachdem einige Leute ja mehr Videos schneiden, Tackle promoten und sich ihren sonstigen geistigen Blähungen online hingeben, gehen andere einfach nur angeln und hauen alle paar Monate mal ein Fach- und Sachvideo raus. Wenn aber das eine Lager das andere Lager „disst“, kann es schon vorkommen, dass Ego´s verletzt und sich Personen mehr oder weniger direkt angegriffen fühlen.

In diesem Fall dürfte den Schaden definitiv Roland Lorkowski und die Firma Profi Blinker davon tragen. Aber was war passiert? Die Angelinfluencer / ProStuffer / Werbe-h*ren Joshi & Maxi haben auf zwei Videos von Profblinker reagiert und den Geschäftsführer Roland Lorkowski etwas veräppelt bzw. halt ein bisschen durch den Kakao gezogen. Sicherlich kein netter Zug der beiden aber wer Thesen und Meinungen vertritt, muss auch damit rechnen, dass es Leute gibt, die diese Meinungen nicht vertreten und dementsprechend darauf reagieren. Allerdings, dass muss man auch ganz klar sagen, macht der Ton die Musik. Die beiden Grünschnäbel haben die Videos von Profiblinker auf teils sachliche Art und Weise kommentiert… naja mehr oder weniger halt. Man(n) mag es den Beiden nachsehen, sie sind jung und brauchen das Geld. Außerdem sind solche Videos immer auch Berechnung, schließlich erhofft man sich dadurch Klicks, Reichweite und allgemeine Aufmerksamkeit. Alles mehr oder weniger legitim. Was allerdings ungünstig ist, ist wenn die Antwort auf ein solches Video sachlich teils falsch und von einer Arroganz ist, die kein gutes Licht auf die entsprechende Partei wirft. In diesem Falle ProfiBlinker. Persönlich muss ich sagen, dass ich es früher immer recht unterhaltsam fand, dass der gute Roland seine Konkurrenz bloß gestellt hat. Da ging es aber immer gegen Firmen und keine Person (Ausnahme Frerk Petersen) im Speziellen. Diesmal aber ist Roland bei seiner Antwort definitiv deutlich auf die Stränge geschlagen. In Oberlehrermanier kanzelt er die beiden Grünschnäbel ab, führt „angeblich“ richtige Argumente auf und gibt sich extrem beleidigt – wie ein kleines Kind… oder jemand der den Schuss noch nicht gehört hat. Unglücklicherweise entsprechend die physikalischen Argumente die er hierbei aufführt, nicht ganz den Tatsachen – zumindest hat er bei seiner Argumentation einige Fakten / Physikalische Größen außer Acht gelassen. Den Grünschnäbeln ist das sicherlich nicht wirklich aufgefallen, dafür aber einigen Usern die die Videos akribisch beobachtet haben. Der fast einhellige Tonor den man aus den Kommentaren darunter entnehmen konnte, lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Viele sind enttäuscht von Roland / ProfiBlinker. Er greift die Jungs an und ist deutlich direkter, persönlicher und beleidigender als es die Beiden in ihren Videos waren. Er wirkt auf viele wie ein störrischer alter und in seinem Ego tief gekränkter Greis. Roland kann es anscheinend schlecht verwinden, dass andere Firmen wie z.B. die Marke Zeck (für die die beiden Jungs aber schon länger nicht mehr arbeiten) große Erfolge mit den Jungs als Pro Stuffern eingefahren hat. [Wenn man bedenkt, dass sich der in meinen Augen deutlich unsympathischere der beiden Jungs vor gar nicht so langer Zeit mit seinen „Thesen“ mit Uli Beyer „angelegt“ hatte und dieser sehr souverän ohne Beleidugungen den Jungspund wieder auf Spur gebracht hat, sollte eigentlich klar sein, wieso Roland nicht mehr als Lehrer arbeitet…]. Auch seine zunehmende Arroganz wird Roland immer wieder vorgeworfen – allerdings nicht ganz zu unrecht wie man in dem Video deutlich sehen kann. Viele User sind auch der Meinung, dass die ProfiBlinker Produkte, ebenso wie sein Schöpfer, in den 90gern stehen geblieben sind und seither keine große Weiterentwicklung erfahren haben. Aus meiner Sicht kann man das sehen wie man will, allerdings sollte man auch im Hinterkopf behalten, dass Roland schon Sachen vergessen hat, die die beiden noch nicht mal gelernt haben. Zudem ist die Firma ProfiBlinker einer der Wegbereiter der „modernen“ Spinnfischerei in Deutschland. Auch deren Haltung zum Thema Catch&Release ist recht fortschrittlich wenngleich nicht konform mit geltendem Recht (noch nicht…). Aber hier haben die beiden Parteien sogar etwas gemeinsam…

Nun, was können wir auf dem Ganzen lernen?

1. Roland, keep cool. Nicht alles muss kommentiert werden und wenn doch, bitte, in einem adäquaten, pädagogisch und vor allem auch inhaltich korrekten und sachlichem Ton. Was juckts die Eiche wenn sich die Sau(en) daran reiben?

2. Jungs, etwas mehr Respekt vor dem Alter. Er ist wie ihr und ihr werdet wie er. Bashing solltet ihr nur mit Leuten in eurer Altersklasse machen. Lasst die Dinos der Szene in Ruhe, die haben Bestandsschutz. Ob sich Leute/Produkte und Meinungen weiter entwickeln hat euch nicht zu kümmern, denkt euch euren Teil. Schaut euch beispielsweise mal die Religionen an, Christentum, Islam und Judentum. Uralte, verstaubte Ansichten und trotzdem omnipräsent. Und was kommt dabei raus, wenn man althergebrachte Strukturen/Religionen kritisiert? Schaut mal nach Frankreich…ist nicht gesund sowas.

3. Geht doch wirklich zusammen mal fischen. Roland, steig von deinem hohen Ross, bring den beiden ein Packerl deiner Gummis mit und zeig ihnen wie man am besten damit fischt. Jungs, bringt ein Feierabendbier und ein paar innovative neue Köder mit und zeigt Roland wie man damit effektiv fängt. Generationenübergreifender Informationsaustausch! Schon mal davon gehört? Zeit wird´s.

4. Roland, Arroganz und „Haten“ sind keine gute Kombi wenn man neue Kunden akquirieren möchte. Entspann dich, du hast viel erreicht und noch mehr geschafft in deinem Leben, lass die Jungen ihre Fehler machen und sieh ihnen ihr Unwissen nach…und deinem Wissen dürftest du ggf. auch ein kleines Update verpassen. Seit 1975 hat sich wissenschaftlich viel getan. Wer auf dem aktuellen Stand der Dinge bleiben will, muss am Ball bleiben.

5. Jungs, Roland lässt durchblicken, dass er auf eine Entschuldigung gewartet hat. Nun, mit seinen Antwortvideos hat er sich das Recht auf eine Entschuldigung verspielt. Aber: Roland, wenn du ein Großer bist, ruderst du jetzt ein bisschen zurück. Entschuldigungen sind ne nette Sache aber das setzt Verzeihen und Einsicht vorraus – auf beiden Seiten. Die aggressivere Position in der ganzen Farce hat auf jeden Fall Roland ausgefüllt.

Hier mal kurz die Videos um welche es explizit geht. Hoffentlich kommen nicht noch mehr dazu….

Der Kormoran und die Angler

Der Streit zwischen Anglern und den schwarzen Vögeln ist wohl so alt wie die Menschheitsgeschichte. Was viele aber nicht wissen: Früher gab es den Kormoran nur an den Küsten, mittlerweile hat er auch das Inland für sich erschlossen. Eine Erfolgsgeschichte? Mitnichten. Wer etwas mehr darüber erfahren möchte, sollte sich diesen Film vom LFV ansehen. Er liefert zugleich auch das eine oder andere Argument bei Disputen mit „Vogelschützern“ am Wasser.

Streitpunkt Besatzfische

Seien wir doch mal ehrlich, kaum ein Gewässer, kein Verein, kein kommerziell bewirtschaftetes Gewässer kommt ohne Fischbesatz aus. Was die Wenigsten aber wissen: Besatzfische bieten nicht nur Chancen sondern auch erhebliche Gefahren für das Ökosystem in das sie verbracht werden sollen. Als da wären: Einschleppung von Neozoen, Fischkrankheiten und Parasiten, Besatz mit genetisch falschem Material und und und. Wusstet ihr z.B. das der Besatz mit Hechten zur Bestandsstützung nur kurzfristige Verbesserung der Situation bringt? Über den Daumen gepeilt kann man sagen, dass beim Hecht lediglich der Erstbesatz Sinn macht, danach muss sich der Bestand selbst tragen. Ist dem nicht der Fall, muss an deren Schrauben gedreht werden z.B. Schonmaße, Schonzeiten, Schonbezirke usw.

Einen sehr guten Film zu dieser Problematik findet ihr nachfolgend.

Entnahmefenster – Sinnvoll oder Sinnfrei?

Mittlerweile haben sich die Wogen schon wieder etwas geglättet bei dem Thema Entnahmefenster. Die einen sehen darin eine weitere Gängelung durch den Gesetzgeber, die anderen vermuten eine Aufweichung bzw. Scheinlegalisierung des Themas Catch & Release.

Persönlich werde ich hier keine Stellung zu Catch & Release beziehen, dafür sind mir zu viele Pseudo-Tierrechtler, Bahnhofsklatscher und Ökonazis im Netz unterwegs deren Geld was juristische Streitereien betrifft, sehr locker sitzt (klar, wenn man das Geld nicht selbst durch harte Arbeit verdienen muss und von Spenden der Menschen aus dem Tal der Ahnungslosen lebt, hat man natürlich keinen Bezug zu Geld…). Eine Frage diesbezüglich möchte ich aber dann doch stellen: Was glaubt ihr wieso so viele Angler aus Deutschland mittlerweile nach Holland fahren um dort Angeln zu gehen? Richtig, weil die Fischbestände dort größtenteils deutlich besser sind als hier in Deutschland (abgesehen davon ist die Fischerei dort günstiger und mit weniger Aufwand, Stichwort Angelschein, verbunden). Und wieso sind die Fischbestände dort deutlich besser als in Deutschland? Richtig, weil dort die Fische größtenteils zurück gesetzt werden und weil die Entnahme der Fische streng reglementiert ist.

Aber zurück zum Thema. In Deutschland könnten fischtechnisch holländische Verhältnisse herrschen wenn, ja wenn, man sicherstellen könnte, dass der Laichfischbestand (das sind vornehmlich die größeren Fische einer Art) geschont bzw. erhalten bleibt. Ein Entnahmefenster hat genau dies als Ziel. Einen interessanten Beitrag zu dem Thema hat Prof. Dr. Robert Arlinghaus gehalten.

Darüber hinaus gibt es zu dem Thema einige interessante Publikationen, siehe hier und hier.

Frösche, Unken und was sonst so kreucht und fleucht

Gelbbauchunke

Gerade als Ansitzfischer kann man die Natur in Ruhe genießen und auch beobachten – sofern man offen dafür ist.

Zugegeben, ich bin fast immer mit der Spinnrute oder beim Schleppen mit dem Boot unterwegs. Die wenigen Male jedes Jahr bei denen ich im Klappstuhl vor meinen zwei Ruten sitze und die Natur auf mich wirken lasse sind normalerweise prozentual gesehen zu vernachlässigen. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht auch beim Spinnfischen die Eindrücke und die Natur allgemein auf mich wirken lasse.

 

Gelbbauchunke die gerade untertaucht

Auch abseits der Angelei kann man die Natur erleben und Kraft aus ihr schöpfen. Wer den Blog schon länger verfolgt, hat sicherlich schon mitbekommen, dass ich ein Faible für die einheimischen Amphibien hege. Egal ob Frosch, Lurch, Salamander, Kröte oder Unke. Ich finde diese Tiere einfach faszinierend. Von ihnen geht so etwas Friedliches und Zufriedenes aus. Außerdem lassen sich Frösche und Salamander im Gegensatz zu den einheimischen Reptilien noch vergleichsweise einfach ablichten.

Gelbbauchunke

Wer sich vorsichtig nähert und vor allem seine Griffel bei sich behalten kann, dem werden gute Aufnahmen gelingen. Besonders in den Vormittagsstunden wenn die Tiere aus ihrer nächtlichen Apathie erwachen und langsam wieder auf Betriebstemperatur kommen, sind gut Bilder möglich.

Gerade bei den wärmeliebenden Unken kann man, eine entsprechende Population vorausgesetzt, tolle Bilder schießen.

Besonders beeindruckend bei unseren Amphibien sind die Augen. Selbst bei Kröten die allgemeinhin ja nicht unbedingt als ein Sinnbild für Schönheit gelten, sind die kupferfarbenen Augen schon etwas Besonderes. Die größeren Froscharten wie z.B. der Seefrosch haben runde Pupillen, die Unken hingegen haben eine herzförmige Pupille.

Seefrosch mit runder Pupille

Gelbbauchunke mit herzförmiger Pupille

Neue Köder aus China eingetroffen

Wie das halt immer so ist mit dem Sammeln von Ködern, man kauft und kauft aber nass gemacht werden letztendlich die wenigsten Köder. Das liegt wohl auch daran, dass man die wenigen Stunden die einen die beruflichen und familiären Verpflichtungen  nicht in Anspruch nehmen mit den Ködern fischt, die sich bereits im Vorfeld bewährt haben. Das hat aber leider zur Folge, dass sich der Keller und die Geräteboxen ziemlich schnell und ziemlich stark mit Zeug anfüllen welches man vermutlich nie nass machen wird… so oder so ähnlich könnte man das Dilemma beschreiben.

Lange Rede, kurzer Sinn. Der Postbote war mal wieder da und hat mir neues, vielversprechendes Köderzeug aus China vorbei gebracht. Aber seht selbst. Preislich liegen diese Köder unter 3$ inklusive Shipping.

Neuer Wobbler aus China

Diesmal ein etwas anderes Dekor.

Eine schöne Imitation eines kleinen Weißfischchens.

Wichtiges Angelzubehör: Die Polarisationsbrille

Wieso gerade Spinnfischer eine Polarisationsbrille aufhaben sollten, sieht man auf diesen Bildern recht deutlich.

Hier ein Bild ohne Polarisationsbrille. Der Fisch ist kaum zu erkennen.

Dieses Bild wurde mit einem Polarisationsfilter vor der Kameralinse aufgenommen. Man erkennt recht schön die Forelle die sich in der Strömung an den Baumstamm schmiegt.

Für mich gehört die Polarisationsbrille mittlerweile zum festen Bestandteil meiner Angelausrüstung. Egal ob ich zum Schleppfischen oder zum Spinnfischen gehen, die Brille muss mit.

Der Hecht von Hermann Aldinger – Old but Gold

Der Hecht von Hermann Aldinger

Trotz all der Jahre die seit der ersten Veröffentlichung des Buches mittlerweile ins Land gezogen sind, war ich doch ziemlich erstaunt über den Umfang des Wissens der zur Zeit der Erscheinung des Buches auf dem Markt, bereits verfügbar war. Viele der darin genannten Fakten und Tatsachen besitzen auch heute noch, über ein halbes Jahrhundert später, ein gewissen Aktualität. Wirklich erstaunlich – oder sollte man sagen erschreckend? Viel hat sich ja im Bereich der wissenschaftlichen Untersuchung der Hechtbiologie nicht wirklich getan wie mir scheint. Klar, Arlinghaus, Pullen und Co. forschen fleißig weiter auf diversen Ichthyologisch interessanten Gebieten aber man kann das Rad nunmal nicht neu erfinden.

Hermann Aldinger – Der Hecht

Von dem her gesehen hat sich das Buch mittlerweile einen festen Platz in meiner Sammlung der diversen Angelbücher gesichert. Vielleicht sollte ich hier auch anführen, dass ich ein Exemplar der zweiten Auflage mein Eigen nenne. Soweit ich informiert bin, gibt es mittlerweile insgesamt drei Auflagen des Buches. Wer sich für Meister Esox interessiert und sich nicht zu fein ist, ein gebrauchtes Buch zu kaufen und ins Regal zu stellen, der tut gut daran dieses Buch gebraucht im Internet zu erstehen. Die Preise für alle Auflagen variieren je nach Zustand zwischen 2 bis ca. 28€.