Daiwa Saltiga EX 12 Schnur

4 fach geflochtene Schnur ist Standard, 8 fach ist auf dem Weg Standard zu werden und 12 fach? Das ist die oberste Premiumklasse. Aber wieso? Nun, dafür muss man die Produkte im direkten Test miteinander vergleichen. Fakt ist: Je mehr Stränge, je enger die Flechtung desto aufwändiger und teurer ist die Produktion. Aber lohnt es sich als Spinnangler eine Schnur für sagen wir mal 50€ zu kaufen?

Daiwa Saltiga EX 12

Bisher habe ich die Schnur wenige Wochen im Einsatz. Man merkt schon recht deutlich, dass es sich hierbei um ein Premiumprodukt handelt. Aber für den Preis kann man sich zwei Packungen mit sehr guter 8 fach Geflochtener kaufen… Bis Ende des Jahres werde ich die Schnur noch ausgiebig testen, dann wird es Zeit für ein größes Review. Wie immer zu finden auf Angeln-24.de.

Fischers Fritz fischt frische Fische. Das etwas andere Kochbuch von Gerhard Poggenpohl

Ich und ein Angelkochbuch? Naja, zugegeben ich bin kulinarisch gesehen eher der Fischesser vom Typ Käpt’n Iglo. Gut paniert und mit nicht zu starkem Fischodeur bin ich durchaus gewillt meinen Fang selbst zu essen. Das war nicht immer so. Als Kind habe ich Fisch sehr gern gegessen. Als mein Erzeuger mich aber ein Mal zwang die Forelle auf dem Teller komplett aufzuessen, hat meine zarte Kinderseele (und vermutlich auch meine Psyche) etwas Schaden genommen. Ich war damals 5. Seit diesem Tag vergingen fast 25 Jahre in denen ich keinen Fisch mehr anrühren konnte, ja schon bei dem Geruch von Fisch (aus der Küche) drehte sich mir der Magen um. Besten Dank an dieser Stelle an meinen Vater… du hättest besser nie ein Kind in die Welt gesetzt. Mehr als ein zeitweises Hobby war ich wohl ohnehin nie für dich…

Angeln ging ich in dieser Zeit trotzdem. Schließlich essen meine Eltern nach wie vor gerne Fisch. Fangen, Versorgen und Zubereiten waren nie das Problem – essen schon. Mit Anfang 30 versuchte ich es dann erneut: Zuerst mit Fischstäbchen, dann mit selbst geräuchertem Fisch. Nun, besonders großen Geschmack habe ich am Flossenwild nicht gefunden aber mittlerweile erachte ich doch den einen oder anderen Fisch als essbar – in geringen Mengen.

Fischers Fritz fischt frische Fische. Das etwas andere Kochbuch.

Umso spannender fand ich seinerzeit die Suche nach einem guten Fischrezept welches mir half mein Kindheitsforellentrauma zu überwinden. Auf dem Markt gibt es ja unglaublich viele Kochbücher, jede gelangweilte Hausfrau mit schriftstellerischen Umtrieben hat gefühlt schon mindestens ein Kochbuch veröffentlich. Aber spezielle Kochbücher zum Thema Fisch gibt es eher wenig.  Vor einigen Jahren stieß ich auf ein ansprechend illustriertes Buch zu diesem Thema. Ob es jetzt die Bilder der Fischgerichte im Inneren des Buches waren oder die dralle Rothaarige Anglerin (wie sagte Opa immer so schön: „Rostet das Dach ist der Keller feucht!“) auf dem Cover – letztendlich weiß ich nicht mehr was mich zum Kauf bewegt hat. Auf gut 130 Seiten werden, natürlich in Hochglanz, diverse Fischrezepte für Süß- und Salzwasserfische vorgestellt.

Der Autor, Gerhard Poggenpohl, scheint seiner Vita nach zu urteilen, extrem Umtriebig auf dem Feld der Kochbücher zu sein. Bei einem kurzen Background Check konnte ich ihm mindestens ein gutes Dutzend Kochbücher aus diversen Fachrichtungen zuordnen. Mein lieber Scholli, fleißig, fleißig der Mann.

Um es auf den Punkt zu bringen. Die Rezepte sind lecker (zumindest was ich bisher schon ausprobiert habe, die Bilder und auch die Zeichnungen (hach, die Rothaarige *seufz*) ansprechend. Zusammenfassend kann man also wirklich sagen ein gutes Buch für den Anglerhaushalt.

Peter Bartelt: Am Wasser

Peter Bartelt Am Wasser

Sachbücher über das Angeln gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer. Belletristik zu dem Thema á la der alte Mann und das Meer (Hemmingsway) sind da schon etwas seltener zu finden. Nachdem es mittlerweile ja einen Trend hin zu Tablets, Kindles und anderen elektronischen Lesegeräten gibt, fallen die Preise für gebrauchte Bücher teilweise rapide. Nachdem ich mein Geld auch deutlich lieber für Angelköder denn für Bücher ausgebe, war ich oftmals schlichtweg zu sparsam respektive geizig mir einfach die neueste Literatur zum Thema Angeln zu kaufen. Allerdings habe ich die Titel potentiell interessanter Bücher nie vergessen. In der Corona Krise 2020 war es dann soweit. Ich beschloss von Hörbüchern wieder mehr auf Papier umzusteigen und kaufte ordentlich gebrauchtes Buchmaterial ein – natürlich auch mit dem Hintergedanken entsprechende kurze Reviews/Vorstellungen auf dem Blog hier zu machen.

Eines der eingangs erwähnten Bücher ist von Peter Bartelt und trägt den Titel „Am Wasser“. Die Randdaten: 2008 erschienen, knapp 190 Seiten, 14 Fotos.

Kurze Inhaltsangabe: Der Autor möchte am kommenden Tag seinem Nachwuchs das Angeln näher bringen. Daraufhin resümiert er sein bisheriges Angelleben und lässt alles Revue passieren. Von den ersten Schritten bis hin zu den anglerischen Eskapaden der letzten Jahre.

Zugegeben, die Wortwahl und der Schreibstil haben mich jetzt nicht wirklich vom Hocker gehauen. Die Pointen etc. sind vorhersehbar. Allerdings ist der Autor auch schonungslos offen und erzählt von einem Angelabenteuer in Dänemark bei dem ihm sein Gastgeber (bzw. ein Freund des Gastgebers) einfach mal in den hiesigen Puff eingeladen hat. Das Interessante daran ist aber, dass ich selbst zusammen mit Artur von Angeln-24.de bereits vor einigen Jahren am Glenstrup See in Dänemark gefischt habe…ebenso wie der Autor…und da war weit und breit kein Puff in der Nähe. Das wäre uns glaube ich doch aufgefallen 😉 Aber egal. So ganz spannend und packend ist das Buch in meinen Augen nicht (wenngleich es zum Ende hin deutlich „spannender“ wird was aber wohl daran liegen dürfte, dass die Erinnerungen da doch deutlich frischer sind als die aus der Kindheit des Autors) aber man kann es, entsprechende Ambitionen vorausgesetzt, lesen.

Lorkowski strikes again – erneut neues Video von ProfiBlinker veröffentlicht

Mann, Mann, Mann, das könnte ein heißer Herbst werden. Die Jungs von ProfiBlinker schießen ja ein Video nach dem anderen raus. Wenn man bedenkt, dass zwischen den einzelnen Filmen in der Vergangenheit immer teils mehrjährige Schaffenspausen waren, hat man es jetzt bei ProfiBlinker wohl ziemlich eilig. Kein Wunder, der Firmengründer ist ja auch schon etwas betagt… Wie dem auch sei, die Filme von ProfiBlinker sind einfach Klassiker bzw. haben das Zeug dazu. Also Chips rausholen, Telefon ausstehen, (Angel)Rute in die Hand nehmen und los geht´s.

Daiwa Lexa LT 5000

Daiwa Lexa LT 5000

Das Daiwa zu den größten und renomiertesten Rollenproduzenten weltweit gehört, ist sicherlich kein Geheimnis. Aufgrund meiner guten Erfahrungen mit den Ruten und Rollen von Daiwa habe ich mir vor einiger Zeit das Modell Caldia 3000 LT geholt. Die Rolle ist mehr oder weniger meine Allroundrolle. Egal ob Spinnfischen auf Zander, Barsch, Forelle, Rapfen und Co, die Rolle war bisher so ziemlich immer mit am Start wenn es auf Raubfische ging. Allerdings hat eine 3000 Rolle immer nur begrenzte Schnurreserven.

Da ich meist vom Boot aus Fische, spielt das eher eine untergeordnete Rolle. Wenn es um Wurfweite geht, ist aber eine 4000er oder 5000er Rolle wegen des größeren Spulendurchmessers deutlich im Vorteil. Dementsprechend musste 2020 was Neues her. Die Wahl fiel auf die Lexa LT Serie. Leider haben alle Modelle dort bis einschließlich des 4000er Modells eine sehr hohe Übersetzung. Das klingt jetzt erst mal nicht nachteilig, ist es aber.

Gerade Rollen mit hoher Übersetzung machen unter starker Beanspruchung gerne mal schlapp. Da ich im Sommer auf Hecht und im Winter auf Huchen fischen möchte, sollte die Rolle also durchaus was abkönnen. Aus diesem Grund entschied ich mich für das Modell 5000 welches eine etwas geringere Übersetzung aufweist. Wie sich die Rolle das Jahr über geschlagen hat und ob sie hält was sie verspricht könnt ihr in den nächsten Monaten im Blog lesen. Optisch und technisch ist die Rolle auf jeden Fall ein Leckerbissen. Der Lauf ist seidenweich, die Bremse funktioniert einwandfrei und der große und griffige Bremskopf ist klasse. Auch das Wickelbild/Schnurverlegung ist absolut top.

Kapitaler Huchen

Der Huchen gehört in Bayern bei den hier ansässigen Ureinwohnern und auch den zuagroasten Angler-G´schwerl zu den beliebtesten Fischen in den Wintermonaten. Das hat den Hintergrund, dass er in der kalten Jahreszeit der einzige Salmonide ist, der keine durchgängige Schonzeit hat. Das hängt aber natürlich auch vom Gewässer ab. In manchen Gegenden ist der Huchen auch gänzlich geschont. Innerhalb des Weißwurstäquators gilt tendenziell jedoch: Winterzeit = Huchenzeit. Da der Huchen verhältnismäßig spät geschlechtsreif wird und wie die meisten Fische proportional zu seinem Körpergewicht Laich ansetzt, haben wir in den meisten Gewässern ein Schonmaß von knapp 90cm. Ein großes Huchenweibchen kann also mehr Nachkommen zeugen als z.B. 3 kleinere Exemplare.

Huchen, mitten in einer bayrischen Großstadt, ca. 110cm lang und 25 Pfund schwer

Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet würde bei dieser ohnehin gefährdeten Fischart C&R durchaus Sinn machen – oder eine ganzjährige Schonzeit. Aber gut, darüber sollen sich die Gesetzgeber Gedanken machen. Die meisten sich selbsterhaltenden Vorkommen des Huchens findet man in der Donau bzw. deren Nebenflüssen. Der Huchen hat es aufgrund seiner Seltenheit mittlerweile sogar schon ins bayrische Fernsehen geschafft wie ihr hier sehen könnt. Die Doku dauert etwa 45 Minuten und ist eigentlich eine Pflichtlektüre für jeden Angler.

Ich selbst hatte in den letzten Jahren immer wieder einmal das Glück den einen oder anderen Huchen zu fangen, allerdings alle untermaßig. Gesehen habe ich gerade bei der Watfischerei durchaus schon Exemplare von deutlich über einen Meter. Wer sich die Zeit nimmt und auch mal mit einer Polarisationsbrille von den diversen Brücken ins Wasser starrt, kann ab und an auch mal einen Huchen entdecken – schließlich sind Fische von über einem Meter Körperlänge kaum zu übereshen…

Kapitaler Brückenhuchen

Wirbelkunde mit ProfiBlinker

Zugegeben, es gibt für die meisten Angler spannendere Themen als Wirbelkunde etc. allerdings darf man nicht außer Acht lassen, dass Wirbel, ähnlich wie Knoten, eine tragende Rolle bei unseren Montagen spielen. Höchste Zeit sich also mal ausführlich mit dem Thema zu beschäftigen. Eine recht gute wenngleich auch sehr stark mit Eigenwerbung durchsetzte Aufarbeitung des Themas habe ich euch mal verlinkt. Viel Spaß damit.

Chinesische Schnüre

Irgendwie sehen die chinesischen geflochtenen Schnüre alle gleich aus. Die Flechtpunkte liegen recht weit auseinander und auch ansonsten machen die Schnüre nur bedingt einen verlässlichen Eindruck. Außerdem sind die aufgedruckten Angaben mit mehr als nur Vorsicht zu genießen. Aber immerhin macht die Verpackung oftmals in bißchen was her, zumindest optisch. Davon hat man zwar nichts aber ich wollte es der Vollständigkeit halber mal erwähnt haben.

 

Für die Fischerei auf Hecht und Co würde ich keine chinesischen Schnüre mehr verwenden. Für Forelle und Barsch allerdings schon. Meine neueste Erwerbung in dieser Hinsicht sehr ihr nachfolgend.

 

Verarbeitung von grätenreichen Fischen

Von Angelmagazinen kann man ja grundsätzlich halten was man will. Sie sind das anglerische Äquivalent zu den allgegenwärtigen Tageszeitungen wie Bild, TZ, AZ, Süddeutsche Zeitung und wie die indoktrinierten Schriftstücke der Pseudogutmenschen und Bahnhofsklatscher noch so alle heißen mögen. Vor allem der politische Teil ist oftmals leider nur „Opium fürs Volk“, leichtverdauliche Scheiße für den schlichten Verstand um den mündigen Bürger ruhig zu halten. Aber auch hier hat jeder Leser die Möglichkeit sich selbst eine Meinung zu der ganzen Thematik zu bilden indem er kritisch hinterfragt was Sache ist. Aus gegebenem Anlass möchte ich hier dem einen oder anderen einen kleinen Denkanstoß geben: Seit Anfang des Jahres dominieren Nachrichten zum Thema Covid-19 alle großen und kleinen Medien. Aber was ist mit den sonst so allseits beliebten Feindbildern und meinungsbildenden Themen? Was ist mit dem IS? Macht der gerade ein freiwilliges soziales Jahr? Was ist mit dem Krieg in Syrien? Haben sich jetzt wieder alle lieb? Was macht eigentlich Al-Qaida? Diese Feindbilder der westlichen Welt haben gerade Sendepause. Die werden erst wieder aus der Versenkung geholt, wenn der Covid Drops gelutscht ist.

Nur wenige Themen die die althergebrachten Feindbilder schüren und den schlichten Menschenverstand beruhigen indem sie ihm vorgaukeln es wäre Alles beim Alten schaffen es noch mit viel Glück auf die Titelseite. Bestes Beispiel: Oppositioneller russischer Systemkritiker mit Nervengift vergiftet. Klar, Menschenrechtsverletzungen aus dem osteuropäischen Raum sind immer eine Titelstory wert um von den internen Problemen unserer Demokratie abzulenken. Das Prinzip ist ja nicht neu, das kannten schon die alten Römer, Stichwort: Brot und Spiele.

So, nachdem das mal gesagt werden musste, widmen wir uns wieder „ehrlichen“ Themen. Was macht man mit Fischen die zwar gutes Fleisch haben aber extrem grätig sind? Als Beispiel führe ich hier mal Döbel, Hecht und den Endgegner aller Pescetarier, den Brachsen, an. Gerade der Brachsen und der Döbel haben mir persönlich immer wieder Probleme in der Küche bereitet. Außer Fischpflanzerl konnte man mit den Gesellen eigentlich kaum was anfangen. Umso erstaunter war ich, als ich auf dem YouTube Kanal von Fisch&Fang  ein nicht vor Werbung strotzendes sondern im Gegenteil wirklich nützliches Video zur Verarbeitung von grätenreichen Fischen finden konnte. Seht selbst.

Hecht vs. Haubentaucher

Die Mär, dass der Hecht auch gerne mal den einen oder anderen Wasservogel verspeist, gibt es ja schon lange. Bisher wurden im besten Fall nur ein paar kurze Clips veröffentlich in denen Meister Esox sich das eine oder andere Entenküken schnappt. Allerdings gibt es auch andere Videos in denen man sieht, dass auch Vögel in Entengröße, in diesem Fall wohl eher Haubentauchergröße, gelegentlich im Rachen von Genosse Esox landen. Absolut faszinierend. So etwas habe ich bisher auch noch nicht live gesehen.