Mora Eldris Messerchen

Angler und Messer? Definitv ja. Es gibt bei wenigen Tätigkeiten die gesetzliche Legitimation eine Klinge mit sich zu führen. Spontan fallen mir folgende ein: Angler, Jäger, Koch, Soldat. Nüchtern betrachtet haben all diese Tätigkeiten oder Berufsbezeichnungen also die Möglichkeit potentielle gewalttäter oder Mörder hervor zu bringen…zumindest nach der Meinung des Gesetzgebers. Betrachtet an das hem aber nüchtern, ist ein Messer auch nichts anderes als ein Werkzeug welches z.B. Lageristen täglich benötigen, ebenso Metzger, Schleifer usw. ein Grund mehr mal den einen oder anderen Blick auf das eine oder andere Stahlfabrikat zu werfen.

Die Firma Mora dürfte dem einen oder anderen Leser bereits bekannt sein. Meist haftet diesen Messern aber so ein bißchen das Flair eines Billigmessers an. Das kommt vermutlich daher, dass viele diese Messer nur aus dem Baumarkt kennen. Dort werden Mora Messer oftmals für n Appel und n Ei an der Kasse für lau, sprich unter 10€ verkauft.

Der Plastikgriff inkl. Plastikscheide tragen in der Regel auch nicht dazu bei, das Image aufzupolieren.

Aber, man höre und staune, es gibt Mora Messer auch in gehobeneren Preisklassen z.B. die Garberg Modelle.

In diesem Fall geht es mir aber um das Modell Eldris. Ja genau, den kleinen Scheißer. Durch ein Zeitschriftenabo bin ich in den Genuss dieses Messer (gratis) gekommen. Der erste Eindruck war: “Oh, süß, ein Spielzeug.” Daraufhin hat das Ding erstmal einige Wochen in der Messervitrine gelegen ohne weiter groß Beachtung zu finden. Als dann die kalte Jahreszeit wieder anfing und das bereits im Vorjahr gesammelte Fichten- und Birkenholz entsprechen trocken war, schlug die Zeit des Eldris. Bisher habe ich meist mit selbstgemachten Messern geschnitzt, allerdings hatten diese oftmals den Nachteil, dass die Klinge zu dick und vor allem zu lang war.

Meiner Erfahrung nach ist es vollkommen ausreichend wenn man bei filigramen Arbeiten ein Messer mit einer 4-6cm langen Klinge benutzt.

Alles andere ist zu unhandlich wie ich finde. Kommt dann auch noch eine Klinge mit Skandi Schliff hinzu, hat man einen kleinen Schneidteufel. Mittlerweile sind doch einige Monate ins Land gezogen und ich schnitze immer noch mit dem Eldris. Der knubbelige, griffige Griff und die kleine aber scharfe Klinge sowie die fest sitzende Scheide machen das Eldris zu einem recht praktischen Messer. Für Outdoortätigkeiten wie Survival Training, Jagd, Bushcraft etc. Würde ich es aber auf Grund seiner geringen Größe nur eingeschränkt empfehlen.

Pete

Qualitöter in einem ISO 13485 Betrieb bei ...stellt Biosensoren her
Geboren, Grundschule, Gymnasium, Uni usw. Seit 2009 im Qualitätsmanagement einer Firma für Biosensoren/Schnelltests
Erste Angelschritte im Jahr 1990
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