Erste Fänge 2019

Es ist immer sehr erbaulich wenn man auf selbstgemachte Köder etwas fängt. Umsomehr wenn es sich hierbei um einen eher seltenen Fisch (zumindest für das Gewässer) in einer wirklich kapitalen Größe handelt. Nicht verschweigen möchte ich an dieser Stelle, dass ich keinen der heute gehakten Hechte landen konnte. Sehr ärgerlich. Aber mit einer Forellenrute kann man einfach keinen guten Anhieb setzen wenn am anderen Ende der Schnur ein Hecht jenseits der 80cm nucktelt. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Hechtspots sind gemerkt und das nächste Mal gehts dann entsprechend mit Hecht Tackle los.

Frohes Osterfest 2019

Vorweg schonmal: Frohe Ostern. Wer mich kennt weiß, dass ich es nicht so mit den Feiertagen habe. Umsomehr aber mit den darauf resultierenden Möglichkeiten. Wenn der gesetzgeber einem ein paar zusätzliche Tage schenkt, ist das nicht verkehrt. Und was macht ein Angler an Ostern? Nun, der eine oder andere bekommt hoffentlich endlich ein Paar Eier geschenkt – oder findet sie wieder. Ich für meinen Teil war über die Feiertage eher kreativ. Aber sehr selbst. Die Bilder sind leider nicht in der gewohnt hohen Qualität da die Köder bzw. die finalen Lackschichten einige Tage austrocknen und ausgasen müssen. Danach werden dann alle Köder erkennungsdienstlich erfasst 🙂

Die Vorbereitungen für den Angelurlaub laufen

Langsam aber sicher rückt sie wieder näher, die Zeit in der man(n) sich wünscht besser mit dem Geld gehaushaltet …oder den Hausdrachen bereits vor Jahren besser vor die Tür gesetzt zu haben – Richtig, die Urlaubszeit. Dieses Jahr solls endlich mal wieder an Gewässer gehen, die landschaftlich schön sind und vor allem auch eine Herausforderung darstellen.

Die üblichen Vereinsgewässer kennt man ja nach einiger Zeit wie seine Westentasche. Dort einen Fisch zu fangen ist keine Herausforderung und noch weniger ein Ritterschlag. Die wahren Skills zeigen sich erst wenn man an fremde Gewässer kommt und dort nicht abschneidert sondern regelmäßig Fischkontakt hat.

Leider habe ich mit der Nennung der Gewässer online sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Darum werde ich hier im Blog keine Gewässernamen nennen. Ich sage nur so viel, es handelt sich um ein mehr oder weniger großes Naturgewässer mit einem guten Bestand an Weissfischen (welche mich nicht die Bohne interessieren….) und einem eher unterdurchschnittlichen Bestand an Raubfischen.

Hecht, Barsch, Forelle, Wels und Zander sind zwar vertreten aber eben nur in geringen Stückzahlen. Es wird also spannend. Nach einigen Tagen werden wir dann das Gewässer wechseln zu einem weiteren See und dort versuchen ein paar Hechte zu fangen. Abschließend, quasi als Finale, geht es an einen kleinen Naturfluss welcher mir bereits in der Vergangenheit einige schöne Fische beschert hat.

Wie vor jeden Urlaub setzt irgendwann eine Art Kaufrausch ein. Man kauft Sachen in der irrsinnigen Annahme, diese auch im Urlaub zu brauchen. Letztendlich endet es dann immer damit, dass man sein Gepäck doch nur in arg reduzierter Form mit ans Wasser nimmt und viele der vermeintlich essentiellen Sachen dann doch nur im Keller verstauben.

Aber naja, so ist das in einer Konsumgesellschaft. Sollte sich der eine oder andere Leser hier im Verhalten wieder erkennen – keine Sorge, es wird mit dem Alter besser… spätestens aber wenn akuter Platzmangel einsetzt oder aber ein XX Chromosomenträger in euer Leben tritt. Dann wird der Platz eures Angelgeräts durch Schuhe besetzt.

Weiteres Köderschnäppchen aus Fernost – Chubby Clone

Kürzlich bin ich in den Tiefen des Webs mal wieder über ein Schnapperl aus China gestolpert. Dort gibt es aktuell ein 5er Set in diversen Farben eines Wobblers der dem Chubby einer bekannten Nobelmarke ähnlich sieht. Die Wobbler im Set sind allerdings foliiert d.h. es kann sein, dass die Folie nach und nach abgeht wenn sie mit Fischzähnen in Kontakt kommt. Bisher konnte ich das leider noch nicht testen.

 

 

 

 

 

Allerdings ist die Verarbeitung der Folie auf dem Wobbler auch nicht die Beste. Besonders im Bereich der Frontöse sieht man die unsaubere Arbeit der Chinesen. Allerdings kann man bei einem Stückpreis von etwa 1€ pro Stück inkl. Porto nicht meckern. Was man aber in jedem Fall machen sollte ist die Sprengringe und Drillinge ersetzen. Die Sprengringe sind eindeutig überdimensioniert und Drillinge haben an einem Kleinstwobbler nichts zu suchen, hier gehört ein Einzelhaken hin.

 

Angeln-24 Autoren Angelurlaub

So ziemlich genau vor 5 Jahren fand das letzte Angeln-24.de Autoren Treffen statt. Damals ging es nach Dänemark zu einem der größten Süßwasserseen des Landes. Nachdem das Treffen ein voller Erfolg war, wurde damals noch euphorisch besprochen ein solches Treffen künftig jährlich oder zumindest alle zwei Jahre durchzuführen.

Wie so oft war auch hier der Wunsch der Vater des Gedankens. Letztendlich sollten fünf Jahre vergehen bevor es wieder konkrete Pläne zu einem gemeinsamen Treffen geben sollte.

Leider haben wir mit der Nennung der Gewässernamen keine guten Erfahrungen gemacht. Bestes Beispiel ist der von uns erstmals 2006 befischte Fluss Chamb in Furth im Wald. Innerhalb weniger Jahre wurde aus einem wirklich interessanten Gewässer mit natürlichem Bestand eine wahre fischleere Wüste.

Der leichte Abwärtstrend war in den ersten Jahren kaum spürbar aber bei unserer letzten Tour 2012 (?) war der Fluss fast fischleer. Bedingt durch unsere gut dokumentierten Fänge der Vorjahre war es wohl für zweibeinige Kormorane ein leichtes den Fischbestand deutlich zu reduzieren. Der fade Beigeschmack jedoch bleibt.

Waren am Ende sogar wir daran schuld? Ein bisschen mit Sicherheit… Asche über unser Haupt. Entsprechend wird es künftig keine namentliche Erwähnung der Gewässer mehr geben es sei denn sie sind so groß und gut bewirtschaftet, dass kein Schaden durch einzelne Individuen zu befürchten ist.

Diesmal soll es also wieder an ein bayrisches Fließgewässer gehen, vornehmlich mit dem Ziel Forelle, Aitel und Co zu fangen. Der aufmerksame Leser wird sich ohnehin schon gefragt haben für was die ganzen in letzter Zeit geposteten Fotos von Kleinstwobblern gut sein sollen. Nun, die Antwort ist simpel: Da ich bei uns im Team für die Beschaffung guter, günstiger und neuer Angelköder zuständig bin, habe ich in weiser Voraussicht bereits einige Monate vor dem eigentlichen Urlaubstermin damit angefangen diverse Köder zusammen zu kaufen.

Bedenkt man die Lieferzeiten aus China (3-12 Wochen) tut man gut daran, umsichtig zu handeln. Die meisten der Wobbler wurden zwischenzeitlich auf Einzelhaken umgerüstet um die Hängergefahr zu minimieren und den Fischschaden gleichzeitig zu minimieren. Das soll jetzt nicht heißen, dass jeder Fisch den wir fangen zurückgesetzt wird.

Allerdings konnte ich in den letzten Jahren unter Verwendung von einem oder mehreren Drillingen hin und wieder beobachten, dass sich einzelne besonders findige Exemplare während des Drills regelrecht im Vorfach einwickelten.

Dabei kann es passieren, dass der Fisch sich, vorausgesetzt er ist am Schwanzdrilling gehakt und der Köder hat eine entsprechende Größe, den Bauchdrilling so ungünstig um den Kopf wickelt, dass dieser sich im Auge des Fisches verfängt.

Das ist weder für den Fisch schön noch für den Angler. Waidgerecht ist dies in meinen Augen nicht. Außerdem beißen die meisten Fische, mal abgesehen vom Hecht, meist auf den hinteren Teil des Köders. Ein Bauchdrilling macht somit gerade bei Kleinstködern keinen Sinn.

Neben den Kleinstwobblern sollen bei dieser Tour auch die Wobbler des mittleren Größensegments getestet werden. Angedacht sind hierbei der Einsatz auf Rapfen und Aland sowie große Forellen und Döbel. Soweit zumindest die Theorie. Ob sich das Ganze auch in der Praxis umsetzen lässt, muss natürlich noch geprüft werden. Erfreulich wäre es in jedem Fall.

 

Forellenwobbler aus China

Bigger is better? Mitnichten, aber eben auch nicht immer. Es sind oftmals die kleinen Dinge des Lebens die einem Freude bereiten. So isses auch bei den Wobblern. Heute kam wieder eine Ladung dieser kleinen, lebensbereichernden Plastikfischchen bei mir an. Von der Form her sind sie nichts besonderes, diese gibt es bereits seit einigen Jahren. Allerdings ist das Farbdekor diesmal wirklich fotorealistisch. Für gerade mal umgerechnet etwa 1€ ist der Preis hier mehr als heiß. Laufen tun die kleinen Wobblerchen in jedem Falle gut.

Big Scale – wasserfeste Maßbänder für Angler, Poser und Leute mit kleinem Ego :)

In keinem Bereich des Lebens wird so oft geschummelt wie bei den Fischlängen…mal abgesehen von der Länge beim männlichen Nahkampfstachel/Fleischpeitsche/Denkrüssel. Aus diesem Grund sind einige findige Hersteller dazu übergegangen, wasserfeste, flexible und überdimensionierte Maßbänder speziell für den Angelbereich zu kreieren. Zwar muss man dafür den Fisch auf den hoffentlich weichen, feuchten Boden legen aber nachdem hierzulande C&R ohnehin verboten ist, spielt das nur eine untergeordnete Rolle.

Auch ich bin neulich in den Tiefen des Internets auf ein solches Maßband gestoßen und konnte nicht widerstehen. Für einen Preis von unter 5€ musste ich zuschlagen. Das Band ist gute 120cm lang und dürfte damit ausreichend sein für über 90% aller von mir angelandeten Fische, seien es jetzt nun Forellen, Barsche, Zander oder Hechte. Das Material ist dem von LKW Planen ähnlich (Tarpolin) und ist damit wasserresistent und witterungsbeständig. Außerdem kann man Dreck, Schleim, Blut oder ähnliches einfach abwaschen. Nachdem das Mitführen eines Maßbands bei meinem Verein eine regulative Vorgabe ist, habe ich das gute Stück ab sofort immer mit dabei. Allerdings fürchte ich, dass die meisten meiner Fische auf dem überdimensionierten Maßband einfach nur sehr mickrig aussehen werden 😉 aber das ist dann wohl wieder so ne Ego Geschichte.

Multitools in der Fischerei – Swiss Tool

Angler und Messer – eine Art von Symbiose die seit der Erfindung der ersten Faustkeile besteht. Mal ehrlich, kein Angler geht ohne Messer außer Haus. Gleiches gilt für Jäger und andere Interessensgruppen. Nach der letzten Verschärfung des Waffengesetztes welche leider auch für Angler und andere Privatpersonen massive Einschränkungen mit sich brachte, ist es an der Zeit mal das eine oder andere Wort darüber zu verlieren.

Grundsätzlich kann ich es nur jeden empfehlen sich das aktuelle Waffengesetz anzuschauen, insbesondere den §42. Früher hatte ich beim Angeln immer mein Leatherman Wave mit dabei. Da bei diesem Multitool die Messer mit einer Hand ausklappbar waren und zusätzlich die Klingen arretierten, war spätestens nach Implementierung des §42a Schluss mit „ich schnapp mir kurz das Multitool und fahr zum Fischen“.

Hätte man mich zu dieser Zeit kontrolliert, hätte ich mich wohl strafbar gemacht. Der wesentliche Vorteil von Multitools liegt schlicht und einfach in ihrer einfachen Handhabung. Gerade Leute die im Baugewerbe, in der Logistik oder im Lager arbeiten, wissen die Vorteile von einhändig bedienbaren Klingen zu schätzen. Leider sieht das der Gesetzgeber anders.

Nachdem ich wenig gewillt war, mich mit Exekutive bzw. Judikative auf Diskussionen einzulassen die man als normaler Bürger ohnehin nicht gewinnen kann, war mir klar, dass ich, möchte ich auch weiter ein Multitool führen, wieder mal ne Stange Geld in die Hand nehmen muss um mir eine Alternative zu den einhändig bedienbaren Exemplaren zu kaufen.

Nach einiger Zeit fand ich dann das Swiss Tool. Zugegeben, es ist ein wirklich schwerer und auf Dauer auch unhandlicher Klotz aber er ist, zumindest nach meinem Verständnis, gesetzeskonform und bietet allerlei Funktionen.

 

 

Nachdem ich das Tool jetzt schon seit einigen Jahren in Verwendung habe, kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass das Tool einem Leatherman absolut ebenbürtig ist. Je nach Version gibt es verschiedene Werkzeuge und Ausführungen.

Die Vorteile eines solchen Tools liegen auf bzw. in der Hand und müssen hier nicht nochmal extra erwähnt werden.

Die Nachteile sind leider oftmals nicht auf den ersten Blick ersichtlich und verdienen es hier Erwähnung zu finden. Als da wären:

  • Hohes Gewicht
  • Griffe sind unhandlich
  • Reinigung nicht immer einfach
  • Globig

Große Köder – große Fische? Size matters?

Kleine Köder – kleine Fische, große Köder – große Fisch? Mitnichten. Diese These geht nur selten auf. Viel zu oft hat sich schon ein 80ger Hecht an einem 5cm großen Wobbler direkt vor meinen Füßen vergriffen um noch an die Relation zwischen Ködergröße und gefangenem Fisch zu glauben.

Allerdings fange ich, das gebe ich gerne zu, die meisten meiner größeren Fische eher als Beifang beim Fischen auf „normale“ Exemplare. So konnte ich meinen größten Zander, immerhin stolze 93cm, beim ansitzangeln auf Aal auf eine ca. 6cm lange Laube fangen. Oder der 60cm lange Hecht der sich den 30cm langen Grandma Wobbler reingeballert hat.

Dennoch besitze ich doch weit mehr kleine Köder als Größe. Woran das liegt? Vielleicht weil ich es deprimierend finde 4 Urlaubstage am Stück mit 30cm langen Ködern das Wasser zu durchpflügen und dabei nur einen Fisch zu fangen?

Dieser hat dann zwar meist größere Dimensionen aber dafür war in den 4 Tagen wenig Aktion… und seien wir doch mal ehrlich, letztendlich ist es nicht nur das Naturerlebnis draußen am Wasser sondern eben auch manchmal die „Aktion“ die uns Tag für Tag, Woche für Woche und Jahr für Jahr ans Wasser treibt.

Mit kleineren Ködern fängt man einfach deutlich weniger selektiv. Mir ist es meist egal ob ein 60cm Hecht, eine 40cm Forelle oder ein 35cm Barsch am Haken hängt. Hauptsache Aktion und ein bisschen rummprobieren, neue Köder, Farben und Methoden ausprobieren etc. Darum geht’s ja mitunter auch. Sich weiterentwickeln, verstehen was fängt und was nicht, Zusammenhänge erkennen und verstehen.

Bisher habe ich meist mit schwimmenden Kleinstwobblern gefischt, 2019 wollte ich es mal mit den sinkenden Varianten versuchen da diese, zumindest bilde ich mir das ein, deutlich flexibler sind was den Einsatzzweck betrifft. Für diesen Zweck habe ich mir ein Allroundmodell rausgesucht und mir davon mehrere Dekors schicken lassen.

Fischotter in der Münchner Isar gesichtet

Jetzt ist es offiziell. Wie mehrere größere Print- und Onlinemedien übereinstimmend berichten, sind bis zu vier Exemplare des gefährdeten Fischotters in München heimisch. Dabei soll es sich um eine Fähe mit ihren beiden Jungen handeln sowie ein weiteres adultes Exemplar. Wie sich die Anwesenheit der großen Fischmarder auf den ohnehin labilen Fischbestand der Isar auswirkt, bleibt abzuwarten.

Besonderes Augenmerk sollte man hier besonders auf die ohnehin geschützten Äschenbestände legen. Der Otter steht in der Millionenstadt besonders in Konkurrenz mit dem hiesigen Angelverein der die Isar seit Jahrzehnten bewirtschaftet und bereits in früheren Zeiten besonders mit Gänsesägern, Kormoranen und militanten Tierschützern zu kämpfen hatte.