Endlich ist es soweit. Ein ordentliches Boot hat seinen Weg zu uns gefunden. Die letzten Jahre durften wir freundlicherweise mit dem Boot eines Vereinskollegen dem Schuppenwild nachstellen. Allerdings war dieses Boot zum Rudern wenig geeignet. Folglich war die erste Euphorie über den schwimmenden Untersatz nach einigen Wochen dahin. Eine Alternative musste her. … nach langem suchen konnten wir ein gebrauchtes Ringmaier Luggi in einem passablen Zustand auftreiben. So, und jetzt sind die dicken Hechte dran…

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18. April 2015, 17:57 Uhr

DSC01973_1Alles wird immer schneller, leichter und minimalistischer… dieser Trend setzt sich teilweise auch auf dem Rollenmarkt durch. Hier möchte ich euch heute ein Model präsentieren welches in den nächsten Monaten bzw. Jahren, je nachdem welcher Hersteller da sein Logo drauf drucken wird, auf dem deutschen Markt erscheinen wird. Es handelt sich hierbei um eine Rolle in sehr minimalistischer Bauweise. Allerdings robust, wer also auf Gewichtsersparnis hofft, wird enttäuscht werden. Die Rolle wiegt in der 4000er Größe gute 330g, vergleichbar also mit der RedArc oder den günstigeren Modellen bei Shimano. Vom Lauf her ist die Rolle nicht wirklich aussergewöhnlich, da läuft ne Spro oder ne Shimano Rolle deutlich leichter. Preislich kann man die Rolle für umgerechnet 50-60€ beziehen. Quellen sowie die genaue Modellbezeichnung werde ich nicht nennen :) Sucht selber.

Nachtrag: So, konnte die Rolle heute testen. Folgendes fiel auf: Schnurwicklung ist nur mittelmäßig, lässt sich jedoch durch entsprechendes Gegenwickeln und entfernen von Beilagscheiben auf der Hauptachse einigermaßen in den Griff kriegen. Die Rolle hat leider kein Wormshaft Getriebe. Das würde die Rolle sonst massiv aufwerten und die Schnurverlegung wäre deutlich besser. Positiv ist das Laufverhalten zu erwähnen, je öfter man kurbelt, desto weicher ist der Lauf. Auch die Fertigungstoleranzen sind extrem! Da wackelt wirklich kaum etwas. Sowas gibts bei Shimano nichtmal in der 100-200€ Klasse…erstaunlich. Weniger positiv fiel auf, dass die Kurbel nicht angeklappt werden kann. Folglich kann man die Rolle nur schlecht in einem Futteral für montierte Ruten unterbringen. Dafür liegt aber eine zweite Kurbel bei, welche aber ebenfalls nicht angeklappt werden kann…tztztz ich muss schon sagen, das hab ich bisher auch noch nicht erlebt. Die Bauweise der Rolle selber ist sehr robust, aber hier hätte man durchaus am Gehäuse noch Einsparungen machen können oder zumindest leichteres Material verwenden können.

Wie oben bereits erwähnt ist die Rolle optisch wirklich ein Leckerbissen, zumindest in meinen Augen. Wäre leichteres Material, eine anklappbare Kurbel und ein Wormshaft Getriebe verbaut worden, hätte diese Rolle gute Chancen zu meiner Lieblingsrolle zu avancieren. Aber in dieser Preisklasse kann man auch nicht beides erwarten – Gutes Aussehen und gute Leistung. Wenngleich es auch hier im Moment eine klare Kaufempfehlung meinerseits gibt: Ryobi Slam. Diese Rolle kriegt man im Herstellerland für umgerechnet knapp 60€ (inkl. Porto) in der Größe 4000. Die Slam ist deutlich leichter als das hier vorgestellte Modell, sieht gut aus und läuft unglaublich leicht und weich, vergleichbar mit den Shimanos. Allerdings fand ich die Fertiggungstoleranzen bei meinen beiden Slam Modellen nicht so überragend…vergleichbar im übertragenem Sinne mit einer AK-47. Hohe Fertigungstoleranzen, arbeitet immer, Präzision interessiert keinen, Hautpsache das Ding funktioniert ;)

 

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14. Januar 2015, 19:53 Uhr

DSC01797_1Lange habe ich überlegt, soll ich, soll ich nicht? Schließlich konnte ich mich dazu durchringen hier ab und an meine neuesten Ködererrungenschaften zu präsentieren. Wer hier auf das eine oder andere Review hofft, den muss ich enttäuschen. Reviews und Testberichte wird es zu einigen der Köder geben, allerdings werden diese auf unserer Partnerseite www.anglerportal.net veröffentlicht. Zwar werden ab und an mal Köder von „Großen“ Marken hier zu finden sein, allerdings wird es sich in Summe mehr um unbekannte Köder handeln. Das hat folgenden Hintergrund: Warum sollte ich große Köderfirmen durch Reviews und Testberichte in Wort und Bild unterstützen? Da ich weder Köder noch Gagen von diesen Firmen bekomme, sehe ich es auch nicht wirklich ein für diese eine Lanze zu brechen.

Viel eher wird man hier unbekannte Köder aus kleinen, exklusiven Köderschmieden finden oder eben Köder aus Polen, Tschechien, Russland, Frankreich und China. Wobei man natürlich sagen muss, dass die meisten Köder ohnehin in China gefertigt werden als OEM Produkte. Interessanterweise bin ich vor kurzem über Wobbler und Rollen in China gestoßen, die drei große deutsche Hersteller in ihrem Programm haben…allerdings für mehr als den doppelten Preis. Interessante Geschichte. Bei den Gummiködern könnte man noch daran glauben, dass es Fälschungen sind, bei den Angelrollen nicht…klar, der Einzelhandel hierzulande muss auch von irgendwas leben J Nun gut, also lasst euch mal überraschen was da noch so alles kommt.

Als Erstes möchte ich euch ein paar sogenannte No-action Shads vorstellen. Persönlich bin ich kein großer Fan von solchen Bewegungsmuffeln aber man soll sich ja erstmal ein Bild davon machen, bevor man etwas be- oder verurteilt. Auf den Bildern könnt ihr sehr schön sehen, dass es sich um etwa 7-8cm lange Stintimitate handelt. Zusätzlich gibt es noch eine gesalzene Version der Köder. Ob dieses Flavour einen Einfluss auf das Fangverhalten hat, wird sich zeigen. Ich für meinen Teil bin bei sowas immer skeptisch, die Angelindustrie zieht uns ja schon sehr erfolgreich mit vermeindlichen Wunderködern das Geld aus der Tasche. Flavour beim Naturköderangeln halte ich für sinnvoll, aber bei Kunstködern? Naja, Glaubenssache.

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30. Dezember 2014, 12:15 Uhr

DSC01764_1Nanu? Junge, nicht gesetzte, Regenforellen in unserem Fluss? Laut Fischereiprüfungsunterlagen kann das ja gar nicht gehen weil die Regenbogenforelle hier nicht heimisch ist und die Bedingungen in Deutschland für eine erfolgreiche Reproduktion angeblich suboptimal sind….möchte man meinen. In den letzten Jahren konnte ich in meinem Hausgewässer mehrere kleine Regenbogenforellen fangen die definitiv nicht gesetzt wurden. Makellose Flossen und eine unglaubliche Akrobatik bestätigten meinen Verdacht. Wer schon einmal eine 20cm lange Regenbogenforelle an der Angel hatte weiß wovon ich rede wenn ich sage, dass der Drill mehr in der Luft als im Wasser stattfand. Die kleinen Forellchen sind unglaublich agil und sprunggewaltig.

Nach meinen ersten Erfahrungen mit diesen Jungfischen wollte ich es mal genauer wissen und bin im Winter auf die Pirsch an meinem Hausgewässer gegangen…und siehe da, bei Niedrigwasser sieht man sogar die Laichgruben. Charakteristisch hierfür sind helle, längliche Bereiche im Kiesbett über denen oftmals noch die Elterntiere stehen. Allerdings ist es nicht immer einfach Bachforellen- von Regenbogenforellenlaichgruben zu unterscheiden. Da hilft oft nur beharrliches Beobachten oder ein Plausch mit dem hoffentlich kompetenten Gewässerwart. Da im Moment ohnehin Schonzeit ist, kann man die freien Tage zu einem „Bildungsspaziergang“ am Wasser nutzen und sicherlich die eine oder andere Naturimpression mit nehmen.

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23. Dezember 2014, 14:18 Uhr

DSC01849Tja, wie soll ich sagen…der Titel impliziert ja irgendwie eine Assoziierung mit der Zeit zwischen 1933-1945. Leider muss ich euch da etwas enttäuschen, es geht nicht um die NS Zeit. Auch hat es nichts mit politischer Einstellung oder irgendwelchen Dogmen zu tun.

Vielmehr möchte ich auf gewisse, nennen wir es mal hygienische Notstände, aufmerksam machen. Jeder kennt das Problem, viele ignorieren es einfach, einige gehen ab wie Schmitt´s Katze wenn das Thema zur Sprache kommt. Aber halt, eins nach dem anderen.

Es ist Anfang Dezember. Der Winter lässt auch wie die Jahre davor noch auf sich warten. Von Schnee keine Spur. Lediglich die Temperaturen liegen etwas über den Gefrierpunkt. Die Ufer der Gewässer liegen noch voller Herbstlaub – und damit beginnt unser Dilemma. Mein Angelbuddy Nils und ich wollen noch etwas den Regenbogenforellen in unserem Hausgewässer nachstellen. Das rutschige Laub macht das Ganze jedoch nicht wirklich einfacher. Mehr als einmal müssen wir uns an der Vegetation festhalten um nicht unversehens im Wasser zu landen. Aber gut, soweit ist die Welt noch in Ordnung. Um unsere Fangchancen zu verbessern trennen wir uns, ich gehe ca. 200m voraus während er die Steinpackungen an einer Aussenkante abfischt. Wenig später höre ich einen archaischen Schrei, denke mir aber nichts dabei. Wer in einer Millionenstadt wie München aufwächst weiß aus eigener Erfahrung, dass eine gesunde Gesellschaft viele Narren vertragen kann. Außerdem sind Städte auch immer Sammelstellen für geistige Tiefflieger die ihre extrovertierten Verhaltensweisen und ihren geistigen Dünnschiss unbedingt ihren Mitmenschen aufs Auge drücken müssen. Das beginnt schon in den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Früh wenn besagte Randexistenzen mit ihren sexuellen Aufrissen der letzten Tage prahlen. Besonders bildlich ist mir die Geschichte eines jungen Kerls in Erinnerung geblieben der ein zweibeiniges Schminkköfferchen so ordentlich durch genudelt hat, dass nach seinen Angaben ne Puderwolke durchs Schlafzimmer zog. Aber an dieser Stelle muss man auch wieder eine Lanze für die Männer brechen…die Frauen untereinander sind um keinen Zoll besser. Da wird über die Länge des Gemächts ihrer Bespaßer getratscht, wer die Filzläuse oder Chlamydien von wem hat usw. Aber gut, wir Menschen sind ja eine tolerante Spezies. Zurück zum Thema. Nachdem ich eine knappe Stunde nach dem Schrei nichts mehr von Nils gehört habe, mache ich mir doch etwas Gedanken. War er es, der geschrien hat? Ist ihm was passiert? Wo steckt er bloß? Na gut denke ich mir, bis zur Brücke fische ich noch, danach ruf ich mal durch wo der Bursche steckt. Als die Brücke schon in Sichtweite ist, entdecke ich eine kleine Schneise in der Vegetation und denke noch so für mich: „Mensch, perfekt, da kommt ich ohne Kletterei ans Wasser und kann sogar problemlos auswerfen.“ Folglich gehe ich auf dem glitschigen Laub runter bis ans Wasser. Mehrmals kann ich eine elegante Arschrutsche vermeiden indem ich mich in letzter Sekunde an den Ästen um mich herum festhalte. In diesen Momenten verfluche ich die Wahl meines Schuhwerks. Im Gegensatz zu Nils trage ich heute meine Gummistiefel. Aber naja, was solls, ist na nichts passiert. Unten am Wasser angekommen mache ich ein, zwei Würfe bevor ich den signifikanten Odeur von E. Coli und Konsorten in der Nase habe. Verdammt denke ich mir, hier hat einer aber ordentlich abgelurcht. Ein Blick nach unten bestätigt meine schlimmsten Befürchtungen… die Spitze meines rechten Gummistiefels ist mit einem hellbraunen Schokoüberzug verziert. Augenblicklich überkommt mich ein Wechselbad der Gefühle. Zum einen kann man ja nicht wirklich den Hunden die Schuld geben, schließlich sind ihre Besitzer in der Pflicht die Hinterlassenschaften ihrer Pfleglinge wieder einzusammeln… mit etwas befremdlicher Genugtuung kommen mir diverse Zeitungsartikel in den Sinn die sich alle mit den Thema Hundehass beschäftigen. Sei es jetzt der Psycho der vergiftete Köder auslegt oder der Sadist der Köder mit Rasierklingen spickt um sich der Hundeplage zu entledigen. In diesem Moment empfinde ich schon fast so etwas wie Sympathie für diese Personen. Aber halt, erstmal tief durchatmen und…igitt, tief durchatmen ist in der beschriebenen Lage absolut der falsche Ansatz…leider war das Hirn hier etwas zu langsam und ich rieche der sauren Geruch der Fäkalien des Karnivoren Übeltäters. Nun gut denke ich, wenigstens habe ich Gummistiefel an. Einmal ein paar Meter ins Wasser waten und der Schokodip ist weg. Gedacht, getan. Mittlerweile achte ich noch mehr darauf wo ich hintrete aber in dem mich umgebenden Laubteppich kann man nen Schokohaufen nicht vom übrigen Laub unterscheiden. Ärgerlich aber hey, wenigstens hab ich Gummistiefel an, es könnte schlimmer sein. Ich stelle mir vor, es wären meine neuen Lederbergstiefel von HanWag deren Spitze voll mit Hundekot wäre…wieder packt mit der pure Hass auf Hund bzw. auf die faule Sau die sich Herrchen schimpft. Vor 3 Wochen ist Kollege Nils bereits in ein besonders üppiges Exemplar getreten und hatte sich seine Salomon Zapatillas Sportschuhe versaut. Problematisch wird’s halt immer dann, wenn der Dreck nicht nur an der Sohle klebt sondern Aufgrund von Menge und Konsistenz über den Rand der Sohle nach oben gedrückt wird und sich auf dem Obermaterial der Schuhe anheftet. Aber hey lieber Leser, guten Appetit.

Mittlerweile sind meine Gummistiefel wieder sauber und Kollege Nils ist immer noch verschollen. Also schnell das ach so wichtige Smartphone gezückt und durchgeklingelt. Eine dünne, zitternde und irgendwie emotional an Ende klingende Stimme meldet sich. Ich frage erstmal nach mit wem ich denn gerade Spreche und ob sich Nils in der Nähe befindet. Mit nicht minderen Erstaunen muss ich feststellen, dass die dünne Fistelstimme zu meinem Angelkumpel gehört. Etwas verdutzt frage ich nach ob alles in Ordnung sei. Daraufhin erhalte ich erst mal Schweigen. Etwas verwirrt sage ich ihm wo ich mich gerade befinde und bitte ihn, möglichst rasch an die Brücke zu kommen damit wir gemeinsam den Schussbereich danach befischen können. Die ominöse Stimme sagt zu. Eine Viertel Stunde später sehe ich Nils durchs Gebüsch schleichen, sein Antlitz ist blass, er scheint emotional erregt zu sein denn seine Hände zittern. Vorsichtige nähere ich mich ihm, kaum bin ich in Reichweite fängt er an zu fluchen, zu schimpfen und den dritten Weltkrieg herauf zu beschwören. Was zum Henker ist los? Ich kenne ihn sonst nur als den netten, extrem toleranten und introvertierten Kerl mit dem eigentlich jeder gut klar kommt. Zuerst verstehe ich nur Brocken, dann fallen immer öfter die Worte „meine neuen Schuhe“, „links und rechts“, „verdammte Köter“, „Alles voller Scheiße“. Irgendwie schwant mir böses. Nachdem er sich halbwegs wieder beruhigt hat, findet er nun auch die Kraft von vorne zu erzählen. Nachdem ich vorausgegangen bin, begab auch er sich runter an die Steinpackungen zum Fischen. Dort angekommen bemerkt er ein stinkendes, braunes Etwas was sich links und rechts bis zur Hälfte der Schnurführung bei seinen neuen Salomon Sportschuhen (ja, ihr lest richtig. Nachdem die alten ja einer Fäkalmine zum Opfer gefallen sind, hatte er sein Sparschwein geschlachtet, welches als Student ja ohnehin meist eher spärlich gefüllt ist, und sich nagelneue Salomons Sportschuhe gekauft) hochgedrückt hatte. Anschließend versuchte er mittels eines kleinen Stöckchens die Kotreste irgendwie von den Seiten seiner Schuhe zu entfernen bevor der ganze Kot in das Obermaterial der Schuhe einzieht. Unglücklicherweise trat er auf dem Weg zum nächsten Strauch um sich dort besagtes Stöckchen zu holen, erneut in eine Fäkalmine. Das war der Moment in dem ich ein paar hundert Meter weiter vorne den archaischen Urschrei gehört hatte.

Nachdem ich mir selber ein Bilder der Lage machen kann, finde ich allerdings wenig tröstende Worte für ihn. Die Lage sieht verheerend aus. Beide Schuhe sind regelrecht mit Kot verschmiert, das Obermaterial strotzt nur so von Scheiße. Das die Schuhe umgebende Aroma ist atemraubend. Nils ist auch nach dieser Erzählung noch kalkweiß im Gesicht, allerdings lässt das Zittern langsam nach. Die Schuhe kann er auf jeden Fall wegwerfen, knappe 130€ für die Katz und das nur weil ein paar Arschlöcher von Hundehaltern zu faul waren die Scheiße ihrer Schützlinge wieder mitzunehmen. Na besten Dank auch.

Grundsätzlich ist der Versuch Hundekot (gilt auch für Katzen, Marder-, Fuchskot usw.) zu entfernen auf für den Menschen nicht ganz ungefährlich. Hunde und Katzen sind auch potentielle Träger diverser Bakterien und Parasiten die sich auch auf den Menschen übertragen lassen. Zu erwähnen sind hier neben den harmlosen Parasiten wie Spulwürmern, Hakenwürmern und anderen Endoparasiten auch die absolut lebensgefährlichen Fuchs- und Hundebandwürmer. Allein in München leben (nach Medienangaben) schätzungsweise 4000 Füchse. Es wäre wohl sehr blauäugig anzunehmen, dass die alle gegen Fuchsbandwurm geimpft sind. Noch blauäugiger wäre es anzunehmen, dass alle Tierhalter immer die Impfintervalle einhalten und mit ihren Fäkalschleudern regelmäßig zum Entwurmen und Impfen zum Tierarzt gehen…ohne jetzt Panik machen zu wollen muss man doch ganz klar sagen, dass jeder zurückgelassene Hundehaufen eine potentielle Infektionsquelle darstellt. Vor allem auch für Kinder die ja in ihrer Naivität so ziemlich alles in die Hand nehmen oder in ihre Futterluke stecken. Auch Schwangere sollten sich von Fäkalien fernhalten, Stichwort Toxoplasmose. Die Einführung dieser roten Hundehaufen Kotbeutel oder wie auch immer man die Dinger nennt, ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings sollte man die Geldstrafen für Wildscheißer/Aufhebeverweigerer deutlich anheben um einen raschen Lerneffekt zu erzielen. Wir für unseren Teil haben uns vorgenommen solche „Is mir doch egal wo mein Hund hinscheißt“ Personen öffentlich anzusprechen bzw. das Ganze (sollte es eskalieren und die Person handgreiflich werden was natürlich keiner von uns hofft bzw. will) mit unseren GoPro Kameras zu dokumentieren. Glücklicherweise ist auch in der Hundehalterszene der Ton gegenüber den Tütenverweigerern relativ ruppig, so dass früher oder später ein Großteil der Hundehalter die Tüten auch dauerhaft benutzen wird.

Für die zwei Paar Turnschuhe von Nils kommt das leider zu spät. Auf den Kosten wird er sitzen bleiben, ebenso wie der eine oder andere Geschädigte.

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14. Dezember 2014, 16:19 Uhr

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, ich für meinen Teil werde immer kurz vor dem Beginn der Forellenschonzeit (in diesem Falle die Regenbogenforellenschonzeit) massiv nervös und versuche nochmal mein Bestes. Soll heißen: Ich geh auch dann ans Wasser wenn Hubert und Egon zu Hause mit Fiffi und dem Hausdrachen vorm Kamin sitzen und sich Anekdoten über die Fischerei erzählen.

Klar, die Fischerei im Winter ist kein Zuckerschlecken. Leichte Erfrierungen, kalte Füße, hin und wieder mal ne Blasenentzündung oder ein Schnupfen….das gehört halt irgendwie alles dazu.

Meist jedoch lässt sich das durch umsichtige Planung sowie die Wahl der richtigen Klamotten irgendwie verhindern. Handschuhe gehören auf jeden Fall mit in die Angeltasche, ebenso dicke warme Stiefel (ich find ja die Delta Nord von LeChameau recht gut) allerdings sollte man trotzdem nicht auf ein zweites Paar Socken verzichten.

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Gerade im Winter ist das Wasser meist klarer als sonst was den Fischen natürlich einen gewissen Vorteil gibt.

Der Angler jedoch muss bei der Schnurstärke schon den einen oder anderen Abstrich in Kauf nehmen. Vor allem Fans der Geflechtschnüre haben jetzt Probleme. Zum Einen wegen der Sichtbarkeit der Schnur, zum Anderen vereist die Geflochtene recht schnell und man hat in Null Komma Nichts einen Fitz auf der Rolle der ein weiteres Angeln unmöglich macht. Meine Empfehlung daher: Monofil zwischen 0,18mm und 0,22mm. Das reicht für Forellen in der Regel. Wer sein Gewässer gut kennt und keine Hindernisse fürchten muss, kann durchaus auch auf 0,16mm runter gehen.

Köder: Wie oben bereits angedeutet ist das Wasser im Winter extrem klar, daher sollte man auch bei der Wahl der Köder eher umsichtig handeln und natürlichen sowie gedeckten Farben den Vorzug geben. Persönlich favorisiere ich Köder in den Farbtönen Weiss/Grau/Blau. Damit bin ich bisher immer recht gut gefahren. Auch was die Aktion betrifft können im Winter Abstriche gemacht werden. Unauffälligkeit und langsame Köderführung zahlen sich zumeist aus.

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Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil der Winterangelei: Man hat seine Ruhe am Wasser. Keine Pappis die ihre Mamis mitsamt Reproduktionsprodukten durch die heimische Fauna schleppen und dumme Fragen stellen, wenige Hundebesitzer mit ihren vierbeinigen Fäkalschnüfflern, kaum Zuschauer – kurzum, man hat wirklich einmal seine Ruhe…

Und so sieht’s aus wenn man alles richtig gemacht hat und Fortuna einem ne ordentliche Portion Glück in den Arsch geblasen hat :)

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1. Dezember 2014, 18:12 Uhr

So Leute, Endspurt, die Forellen haben es fast bis in die Schonzeit geschafft…aber auch nur fast. Bis zum 15.12. dürfen wir den Regenbogenforellen noch nachstellen, dann ist Sense.

Die Fische haben aber dazu gelernt. War es zu Saisonbeginn noch einfach die eine oder andere Trutte zu nem Landgang oder ner Runde in der heimischen Pfanne zu überreden sieht das am Saisonende schon ganz anders aus.

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Oder anders ausgedrückt: Die Forellenfischerei am Saisonende ist ein hartes Brot.

Die Temperaturen sind schon empfindlich in den Keller gegangen, die Finger sind permanent klamm und die Fische haben dazu gelernt. So viele beißunwillige Nachläufer wie im Herbst hat man sonst nie. Eigentlich verständlich, andererseits müssten die Fische doch eigentlich für das Laichgeschäft langsam aber sicher anfangen Reserven zu bilden… Oft geht man folglich umsonst ans Wasser. ABER: Im Herbst zählt jeder Fisch doppelt den man sich erarbeitet hat, für den man gefroren und gebibbert hat.

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Interessanterweise wird die Fischerei im Herbst an regulierten Gewässern sehr übersichtlich: Soll heißem im Herbst sind die Pegel erstaunlich niedrig, das Wasser ist, sofern es nicht grad geregnet hat, auch sehr klar.

Ohne Vorsicht am Ufer und Polbrille geht kaum etwas.

Wer kann sollte auf Fliege umsteigen oder auf Wobbler ohne Rasseln den die Fische sind schlauer geworden…Wenn alles gut läuft könnte das Ergebnis so aussehen…

 

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22. November 2014, 18:46 Uhr

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Nunja, Meister Esox ist eigentlich kein Streitthema –  es sei denn es geht um Hechte in Forellengewässern. Da scheiden sich bekanntlich die Geister. Der Eine sieht es als angenehme Abwechslung, für den Anderen ist er das ultimative Feindbild der die edlen Forellen über die Maße dezimiert. Fakt ist jedoch, dass es bereits vor dem Menschen Hechte in Forellenbächen gab und der Hecht es in den letzten Tausend Jahren noch nicht geschafft hat, die Forellen auszurotten.

Natürliche Feinde hat der Hecht im Forellenbach eher weniger, zumindest ab 20cm Körperlänge muss er eigentlich nur noch vor fischfressenden Vögeln sowie einigen Huchen Angst haben. Ansonsten ist er auf dem Weg an die Nahrungsspitze.

Gerade im Herbst, wenn die Schonzeiten die Angelei am Forellenfluss arg einschränken und man teilweise nur noch Köder über einer bestimmten Länge fischen darf (die ein versehentliches Fangen von Forellen unmöglich machen), schlägt die die Stunde des Hechtes…oder seine letzte Stunde… über das Jahr verteilt hat man, sofern man regelmäßig am Wasser war, sicherlich unterbewusst einige Stellen wahrgenommen an denen sich Hechte aufhalten könnten. So mancher Angler hat auch unfreiwillig beim Forellenfischen schon Bekanntschaft mit Meister Esox gemacht. Ein kräftiger Biss, ein vehementes Schütteln und *ploing*, weg war er – mitsamt Köder. Ungünstig, im wahrsten Sinne des Wortes – zumal Forellenwobbler nicht günstig sind. Wesentlich schwerer wiegt jedoch das Schicksal des Hechtes. Der verludert jetzt in irgendeiner Eckte des Gewässers mit einem Wobbler im Maul. Glücklicherweise gibt es an den meisten Forellengewässern die Einzelhakenpflicht. Damit ist schonmal relativ sicher gestellt, dass der Haken dem Hecht nicht komplett das Maul vernagelt und er wenigstens noch Nahrung zu sich nehmen kann. Ich für meinen Teil benutze Haken mit recht hohem Kohlenstoffanteil. Diese rosten zwar, was bei unsachgemäßer Lagerung ein echtes Ärgernis darstellt, dem Hecht aber das Leben retten kann. Solche Haken oxidieren verhältnismäßig rasch im Wasser und der Hecht hat noch eine reelle Chance sein Piercing loszuwerden.

Interessante Plätze am Fluss sind strömungsberuhigte Abschnitte, Rückströmungen, Wehrschüsse und tiefe Löcher über die das Wasser hinweg schießt. Gerade im Herbst ist es einfach solche Plätze und die dort vorherrschende Strömung zu verfolgen. Dazu beobachtet man einfach eine Zeit lang das abtreibende Laub.

Als gute Köder haben sich in letzter Zeit immer mehr Gummifische bei mir durchgesetzt. Der natürliche Lauf, die große Auswahl an Farben und Formen sowie die natürliche Konsistenz die auch einen zweiten Biss nicht unmöglich macht, machen den GuFi zum Köder der Wahl.

Natürlich ist auch hier ein Stahlvorfach Pflicht. Wenn ihr alles richtig gemacht habt, sieht das Ergebnis möglicherweise so aus :)

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12. November 2014, 17:06 Uhr

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Wasser – Grundstein des Lebens und essentielles Element um unsere Beute, die Fische zu beherbergen. Viele Fischer gehen einfach nur mit dem Zwang ans Wasser schnell ihre Beute zu fangen ohne ein Auge auf die Fauna und Flora rund um das Gewässer zu werfen. Schade, denn eigentlich sollte der Erholungsaspekt mittlerweile den Aspekt der Nahrungsbeschaffung in unserer heutigen Gesellschaft längst überholt haben. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich nur zum Angeln gehe wenn ich Erholung suche, nein, vielmehr ist die Erholung der angenehme Nebeneffekt der sich nach einigen Stunden am Wasser (meistens) wie von selbst einstellt.

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Natürlich weisen nicht alle Gewässer eine natürliche Schönheit auf und Leute die am Forellenpuff ihre Kreise ziehen werden vermutlich nicht so schnell in den Genuss von optisch erholsamen Eindrücken gelangen als solche die sich in den grünen Dschungel eines Naturgewässer begeben. Darum habe ich etwas in meinem Fotoarchiv gewühlt und einige Bilder herausgekramt die ich mit Erholung assoziiere.

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20. Oktober 2014, 17:44 Uhr

Wie der Titel schon vermuten lässt war ich zusammen mit meinem Angelspezi auch heute wieder am Wasser unterwegs. Die fast schon sommerlichen Temperaturen und die Sonne haben uns letztendlich doch vom PC weg gelockt. Nach einer spritzigen Radltour von fast 15 Kilometern sind wir leicht verschwitzt am Wasser angekommen. Nachdem wir unsere Ruten montiert hatten gings auch gleich los. Nach wenigen Metern konnten wir den ersten Fisch sehen…am Ufer…tot…eine der bei uns in München sehr seltenen und somit ganzjährig geschützten Äschen. Nach eingehender Betrachtung konnten wir eine Verletzung im Bereich der Kiemendeckel entdecken. Vermutlich wurde das Tier von einem Gänsesäger gepackt und ist dann verendet.

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Weniger Meter weiter konnte ich von einem Baum aus (ja, wir angeln auch von Bäumen wenn es die Situation erlaubt…) einen weiteren toten Fisch am Ufer unter mir entdecken…auch hier handelte es sich um eine Äsche, diesmal aber um ein deutlich kapitaleres Exemplar. Äußerlich wies der Fisch einige Blessuren auf. Zum einen war im Bereicht der Kiemen der Körper aufgerissen und die Eingeweide angefressen. Bei einem Bekannten der einen Fischteich besitzt konnte ich solche Wunden bei verendeten Hechten schon mehrmals begutachten. Damals konnten wir mit Hilfe einer Trail Cam den Übertäter auf frischer Tat überführen…ein Mink. Die Verletzungen der Äsche legen auch hier nahe, dass es sich um einen 4 Beinigen Übeltäter handelt.

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Nach den weniger erfreulichen Überraschungen widmeten wir uns nun wieder der aktiven Fischerei und konnten sogar ein paar kapitale Exemplare bis 51cm zu einem Landgang überreden.

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18. Oktober 2014, 18:40 Uhr

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